Volltreffer!

Heute war der Möppel der von einer Mitschülerin auserwählte Adventskalenderöffner. Und sein Gutschein passte wie die Faust aufs Auge:

Prompt war „Lukas rettet den Weihnachtsengel“ ausgewählt und ich bekam eine Zusammenfassung dieses zuletzt vor rund elf Monaten gelesenen zauberhaften Buches (hier im Blog auch schonmal vorgestellt).

Viel Spaß morgen der Kollegin und den Kindern!!!

Katha

Künstlerisch unterwegs im Vier-Farben-Land

Bereits zum zweiten Mal führte ich diese kleine Einheit im Kunstunterricht der Eingangsstufe durch: Ausgehend von der Geschichte „Das Vier-Farben-Land“ von Gina Ruck-Pauquet gestalten die Kinder ein eigenes kleines Büchlein.

Zuerst betrachteten wir gemeinsam das Buchcover, benannten die Farben und schauten uns die Aufteilung des Bildes an. Die Kinder bekamen dann ein aus zwei A4-Blättern geheftetes Büchlein, auf dem zuerst mit Hilfestellung an der Tafel das Deckblatt gestaltet wurde. Wie schwer es ist, einen Kreis aus vier Vierteln hinzubekommen.

Im Anschluss lernten wir die vier Farbenviertel des Landes im Buch kennen und stellten fest, dass zwar in einem Viertel alles die gleiche Farbe hat, diese aber viele Abtönungen und Schattierungen haben kann. Nach einer kurzen Besprechung, wie man selbst mit Buntstiften verschiedene Grüntöne oder Blaus erzielen kann (Druck variieren, Stifte tauschen etc.), gestalteten die Kinder in ihren Büchern je eine Seite in einer Farbe. Die Inhalte waren dabei f reigestellt, oft aber vom Buch inspiriert:

Zuletzt ging es an den Höhepunkt des Buches: Wie die Kinder im Vier-Farben-Land merken, dass ihre Farbe weder die einzige noch die einzig wahre ist und sie bunt werden! Passend dazu durfte die letzte Doppelseite dann bunt gestaltet werden und fröhlich:

Ich war beeindruckt, wie fantasievoll manches Kind diese positive Stimmung umgesetzt hat!

Was sich im Anschluss an das Projekt ergab, war ein total spannendes Gespräch darüber, welche Farbe denn nun wirklich die beste ist (rot, gelb, grün oder blau) und warum. Davon ausgehend, dass man keine wirklichen Gründe dafür finden konnte, machte ich den vorsichtigen Schritt in Richtung der Unterschiede in Hautfarbe, Glauben oder sowas, die es auch in unserer Klasse gibt. Eines der Kinder brachte die sehr interessante Diskussion auf den Punkt mit seiner Aussage „Es ist gar nicht wichtig, wie man von außen aussieht. Wichtig ist, dass es innendrin gut aussieht!“. Mehr muss nicht gesagt werden, finde ich.

Beste bunte Grüße,
Katha

Nomen: Kategorien finden

Die Zweitklässler haben jetzt wiederholt Nomen gelesen und nach Kategorien sortiert. Da im anstehenden Test aber auch die andere Richtung verlangt wird, üben wir nun also noch, selbst Überschriften zu finden. Im ersten Anlauf werden die Überschriften noch angeboten, später muss man sie sich dann auch mal selbst ausdenken. Das Kategorisieren ist u.a. ja auch ein Anforderungsbereich im sachunterrichtlichen Lehrplan – das zeigt mal wieder, wie sehr Sprachunterricht und Sachunterricht voneinander leben!

Ich habe, da es im AH der Kinder kaum vorkommt, für das Kategorisieren noch ein AB als Hausaufgabe geschrieben, damit die Kinder die mündlichen Übungen und die Tafelarbeit noch einmal individuell fetigen. Für die Kaum-Leser gibt es noch eine textärmere Variante mit den tollen Bildern von Frau Locke, die sicher auch für DAZ geeignet sein könnte.

Hier die Datei: AB Nomen Überschriften zuordnen

… und hier die Eindrücke:

Beste Grüße,
Katha

kleine Rituale erhalten die Laune

Ich finde es immer wieder erfreulich, wie gut Kinder auf Merksätze anspringen. Meine Kids mögen und pflegen ja so kleine Slogans zum Mitsprechen.

Es begann mit dem „Gib mir fünf“ – einer Art von Miniregelsammlung, die ich aus dem Englischen (gefunden bei TPT) adaptiert habe.Bereits seit Beginn der 1. Klasse habe ich diese Schilder im Einsatz. Auch mein Nachdenkzettel enthält die Bilder, um den Schwerpunkt der Störung zu benennen.

Später kam durch eine liebe ehem. Teampartnerin die Flüsterzeit ins Spiel. So sage ich nur noch „Jetzt ist Arbeitszeit …“ und die Kinder ergänzen „… und Arbeitszeit ist Flüsterzeit!“ Als die Kolleging ging, ging ihr handgezeichnetes Schild mit ihr und fehlte wirklich in der Klasse. Nun hat sie mir ein neues geschickt (Danke, Frau E.!) und die Kinder waren sofort begeistert!

Irgendwann nervte mich das ständige Ansprechen bzgl. Fummelei an Stiften und Schreibkram und so dichtete ich ein bisschen:
Stifte rein....png
Auch dieser Spruch hat sich (vor allem bei den betreffenden Kindern) schnell eingeprägt und ich hege einfach die Hoffnung, dass ständiges Wiederholen und der humorvolle Unterton irgendwann etwas an der Situation ändern… Hier für alle ebenfalls Fummelei-Geplagten das Schild: Stifte rein…

Total zufällig hat sich ein neues Ritual selbst gegründet, als wir zu Beginn des Schuljahres das Trennen von Wörtern in Silben übten. Improvisiert machte ich mit den Kindern ein gereimtes TPR beginnend mit „Ich bin ein kleiner Roboter und laufe durch die Welt…“, das eben sehr silbebetont gesprochen wurde und wozu wir uns entsprechend bewegten. Das war so ein Knaller bei den Kindern, dass ich nun regelmäßig danach angebettelt werde und immer mal wieder improvisieren muss. 🙂

Beste Grüße,
Katha

 

Wie passen Eulen und Stifte zusammen?

Ganz einfach: Wenn niedliche Upcycling-Stiftebecher im Eulendesign entstehen!
(Die Idee stammt aus den Weiten des Internet, aber ich finde die Seite einfach nicht wieder! Sorry! Wer den Ideengeber kennt, möge sich melden, dann baue ich selbstverständlich hier einen Link ein!)

Meine Zweitklässler haben zwei bis drei Doppelstunden an diesen tollen und nützlichen Schreibtischverschönerern gewerkelt und sie gestern stolz mit heim genommen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Material:

  • leere, gespülte Konservendose
  • braunes Tonpapier in breite Streifen geschnitten
  • Tonpapierreste in verschiedenen Farben [ich habe eine Restekiste in der Klasse, in der ich sowas nach Bastelaktionen sammle, so dass es immer greifbar ist]
  • Zeitungen, Kataloge, Prospekte, Zeitschriften [bei mir ebenfalls in einer Kiste immer griffbereit]

Und so geht’s: Die Dosen wurden von einigen Kindern und vor allem bei mir zuhause über ein paar Wochen hin gesammelt und zuerst mit braunem Tonpapier beklebt, das dann an den Dosenrändern abgeschnitten wurde.
Die „Federn“ wurden aus Prospekten, Katalogen und Zeitungen ausgeschnitten. Als Schablone habe ich den Kindern ihren Zeigefinger empfohlen: auflegen, ummalen, ausschneiden. Mancher kam auf die großartige Idee, gleich mehrere Lagen Papier gleichzeitig auszuschneiden, um schnell viel Material zu bekommen. Aufgeklebt werden die Federn unbedingt von unten nach oben, damit man die überdeckende Wirkung bekommt. Ihr seht auf den Bildern, dass das vielen Kindern schwer gefallen ist. Oder sie fanden es einfach nicht schlimm, dass die „Haut“ so durchscheint… 🙂

Zum Schluss galt es noch, Flügel, Schnabel, Füße und Augen aus buntem Papier/Tonpapier auszuschneiden und aufzukleben. Ich persönlich finde ja den Charme der Ergebnisse viel größer, wenn man ohne Schablone arbeitet. Schwache Bastler kommen damit eh auch nicht zurecht und das gegenseitige Helfen („Komm, ich zeichne dir die Füße auf und du schneidest!“) käme sonst auch kaum zustande.

Hier nochmal die ganze Eulenbande:
IMG_0332

Beste Grüße,
Katha & die Eulen

Mäuse mit Ausgang – ein Fotoprojekt

In meiner Funktion als Medienbeauftragte, Kunstlehrerin einer vierten Klasse und privat als Fotofan (siehe Schnappschüsse rechts) habe ich mich im vergangenen Schuljahr mit meiner Lieblingskunstklasse mal an ein spannendes Fotoprojekt gewagt: Mäuse mit Ausgang. Unsere PC-Mäuse durften mal auf Entdeckungsreise in der Schule und auf dem Schulgelände gehen. Das Ergebnis sieht so aus und schmückt nun die Wand unseres Computerraums. Das Foto ist schlecht, ich bekomme es aber einfach nicht spiegelfrei hin…
DSCN1266

Materialbedarf:
– möglichst verschiedene Computermäuse (schulischer Bestand und private)
– mehrere Digitalkameras (wir sind mit vier Stück auf 22 Kinder eben so hingekommen)
– einen PC ggf. mit Beamer zum Anschauen
– ein Kartenlesegerät bzw. Kamera-PC-Kabel
– Bilderrahmen (bei uns A4)
– einen Fotoproduzenten nach Wahl (ich bestelle immer auch privat bei Aldifotos, wo ich knapp 50ct pro A4-Bild echt ok finde)

Vorgehensweise:
Zuerst haben wir verschiedene Perspektiven besprochen und ausprobiert. Das geschah alles im Computerraum, wo wir direkt alle Bilder der Testmäuse von der Kamera auf den PC ziehen und via Beamer betrachten, analysieren und vergleichen konnten. So bekamen die Kinder eine gute Einschätzung dafür, wie viel Maus im Bild zu sehen sein sollte, wie Draufsicht und Seitenansicht sich unterscheiden in der Wirkung und wie man den Bildausschnitt wählen sollte. Die Fachbegriffe „Perspektive“ und „Bildausschnitt“ haben wir in jeder Kunststunde wiederholt und bei vielen Besprechungen angewendet.
Dann ging es in Gruppen mit den Kameras los und zwischendurch immer wieder zurück zum PC, um die Bilder dorthin zu kopieren. Schnell übernahmen das einzelne Kinder selbst. Insgesamt drei Schulstunden verbrachten wir mit dem Fotografieren, weil den Kindern immer wieder neue Motive einfielen und sie ihre Bilder noch verbessern wollten… Eine Stunde hatte die Besprechung gedauert. Zum Schluss brauchten wir dann noch einmal eine Doppelstunde, um die Bilder zu sichten und eine Auswahl zu treffen. Dabei objektiv zu bleiben, fiel manchem Kind echt schwer! Da wir uns nicht auf die eigentlich geplanten 12 Bilder einigen konnten, sind es dann doch mehr geworden, wei man sieht.
Auf dem Bilderrahmen in der Mitte habe ich übrigens mit einem Wordcloud-Tool online eine Wortwolke mit den Namen aller Kinder und dem Titel „Mäuse“ hergestellt und mit eingerahmt – so bleiben die Fotografen auch nach ihrem Verlassen der Schule in Erinnerung!

Hier noch mal die gerahmten Bilder (Bilderrahmen gibt’s schlicht, aber funktional und bezahlbar beim Schweden), die aus der Schulkasse gingen, da sie ja dauerhaft als Deko bleiben werden und die rund zehn Jahre alten Birken ersetzen, die dort zuvor hingen! 😉

Und hier noch einmal einige schöne Bilder, die ein echt gutes Auge bei so manchem Anfängerfotografen beweisen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Beste Grüße,
Katha

Elternsprechtag – Rückmeldung von Eltern

Immer wieder versuche ich auf Elternabenden und bei Sprechtagen, die Eltern zu einer Rückmeldekultur zu bewegen. Früher habe ich an den Sprechtagen eine Art Mini-Fragebogen ausgelegt, auf dem man Aussagen einschätzen sollte. Nachdem die nur wenig genutzt wurden, mache ich es nun ähnlich wie bei Elternabenden und lege Zettel mit Impulsen aus.
2017-11-23 13.55.43.JPG

Hoffentlich trauen sich die Eltern wieder, mir ein paar ihrer Sorgen und Wünsche anzuvertrauen und haben vielleicht sogar noch etwas gut Laufendes bemerkt… Auf dem letzten Elternabend habe ich zumindest ein gutes Dutzend Rückmeldungen bekommen, was eine deutliche Steigerung zu den null vom ersten Mal war. 🙂

Dummerweise bin ich bei den Sprechtagen meist zu pünktlich und die Eltern warten kaum bis gar nicht – sehr hinderlich für so ein Vorhaben…

Dieses Jahr habe ich meinen digitalen Bilderrahmen mal mit unseren gesammelten Klassenbildern von den Ausflügen und Aktionen gefüllt und ebenfalls mit auf dem Wartetisch platziert. Das kam sehr gut an und führte zu viel Erheiterung. Vor allem auch bei den Kindern, für die ich den Rahmen während der Pausen und Kuststunden laufen ließ.

Falls jemand die Zettel brauchen kann, hier sind sie: Rückmeldezettel Sprechtag

Beste Grüße,
Katha

In love with Winnie

In der dritten Klasse ist die definitiv beliebteste Einheit bei Lehrern und Kindern „Winnie the witch“.

Das Buch ist einfach toll, die Figuren liebenswert und die story witzig und ideenreich. Es gibt ein Lied und zwei chants zu lernen und das activity book kommt auch immer gut an. Zuletzt lernten wir „Winnies house chant“ und beim Anhören wippten schon einige Füße mit.

Weshalb ich das alles schreibe? Weil die Stunde einfach herzwerwärmend endete: zuerst schwärmte eine junge Lady „Englisch macht sooo viel Spaß im Moment!“ und dann fragte ganz beiläufig einer der Jungs nach dem chant: „Winnie love the colour black?“
Und wenn ich erlebe, dass die Kinder nach knapp zwei Lernjahren selbst solch eine Frage formulieren*, bin ich einfach immer wieder geflasht und freue mir einen Keks.
Deshalb schreibe ich heute, einfach, weil es mal wieder ein toller Moment war, den man viel zu oft einfach nicht wahrnimmt.

Beste Grüße,
Katha

*natürlich üben wir auch Satzfragmente wie die klassischen Dialoge und Äußerungen über Vorlieben etc. Meist arbeiten wir im frühen Sprachunterricht in Englisch wie auch in Deutsch ja sehr viel mit Nomen. Deshalb bin ich immer extra begeistert, wenn Kinder von sich aus Fragen formulieren und sich dann auch noch trauen, die zu stellen.

Lesetest 2

Eine Anregung nach dem Blogeintrag zum Elternsprechtag in Klasse 2 bezog sich auf die Lesekompetenz der Kinder, die ich in die Stufen Wörter, Sätze und Texte aufteile auf meinem Gesprächsbogen. Prinzipiell kann ich mich für diese Einteilung ganz gut auf meine Beobachtungen verlassen: Können Arbeitsaufträge selbstständig erlesen und umgesetzt werden? Meldet sich das Kind zum Vorlesen von Aufgaben? Wie viele Punkte hat es bei Antolin bereits gesammelt?
Lesetest 2

Nun habe ich aber doch auf der Grundlage des Lesetests im letzten Jahr noch fix einen Lesetest geschrieben, der eben diese Einteilung noch einmal valide überprüft und dessen Ergebnis ich den Eltern auch vorlegen kann. So ist es dann doch nochmal sicherer…

Lesetest 2

 

 

 

Beste Grüße,
Katha

Animationsfilm-AG

Im abgelaufenen Schulhalbjahr kam ich wie die Jungfrau zum Kinde plötzlich zu einer ungeplanten AG-Stunde, die ich frei füllen durfte. Nachdem ich schon einige Monate zuhause eine Dokumentenkamera von HUE inklusive passender Animationssoftware liegen hatte, bot sich die passende Gelegenheit, das System endlich mal auszuprobieren. Bislang war das daran gescheitert, dass man mit einer normal großen Klasse ja kaum gemeinsam an einer Kamera bzw. einem PC arbeiten kann, ohne endlosen Leerlauf oder Wartezeiten bei den Kindern zu produzieren.

Nun also 6 Kinder aus zwei vierten Klassen als Versuchskaninchen. Und eine Lehrerin, die sich am heimischen PC mit der Software zum Animieren vertraut gemacht hatte. Und da lag schon der erste Fehler: an meinem Notebook lief die Kamera ganz easy im plug-and-play-Modus. In der Schule lief, nachdem endlich über den IT-Service die Installation geklappt hatte, das ganze System nur stockend. Wir haben in der gesamten Stadt ein von der Stadt als Schulträger bestehendes sehr geschlossenes System, bei dem Installationen von gekaufter (bzw. in diesem Fall zum Testen zur Verfügung gestellter) Software nur über den IT-Service möglich ist und dummerweise nicht immer alles so läuft wie auf dem privaten PC. So gingen erstmal zwei AG-Stunden drauf, bis die Technik so richtig mitspielte. Die nutzten wir dann statt zum Kennenlernen der Software zur…

I. Vorbereitung
Als Einstieg in das „Animationsfilmen“ schaute ich mit den Kindern die Doku der Sendung mit der Maus über das Entstehen von „Shaun das Schaf“: ARD Mediathek. Sie fühlten sich zwar schon ein bisschen zu cool für Shaun, fanden den Prozess des Filmens aber schon sehr spannend.
Im Anschluss überlegten wir, wie wir Figuren schaffen oder nutzen könnten und landeten fix bei Lego oder Playmobil.
Nun folgten endlich ein paar „Fingerübungen“ mit der Kamera und der Software auf einem Schulnotebook sowie einigen Legofiguren. Immer zwei Kinder stellten mit den Figuren eine kurze Szene dar und nahmen die Bilder dazu auf. Schnell zeigte sich, dass die HUE Animationssoftware wirklich intuitiv zu bedienen ist und die Kinder direkt selbst die Verantwortung fürs Gestalten, Aufnehmen und auch Löschen der Bilder übernahmen.

II. Planung
Als die Kinder ungefähr überschauen konnten, wie lange man für eine Szene braucht, giben wir an die Planung eines kleinen Films. Ich gab eine Tabelle an die Kids, in die sie Inhalt, Kulisse, Requisiten und Figuren eintrugen. Nach einigem Hin und Her legten wir fest, dass alle Entwürfe zum Tragen kommen sollten und entschieden uns für eine Aneinanderreihung von Traumsequenzen, in denen zwei Hauptfiguren (Junge und Mädchen) in verschiedene Kulissen springen und dort etwas erleben. Namen wurden gefunden und die Playmobilfiguren ausgewählt; das Mitbringen von möglichen Requisiten besprochen.

III. Kulissen
Aus Tonkarton, mittig gefaltet, wurden die Kulissen für die einzelnen Szenen gestaltet:

Im Nachhinein betrachtet haben wir uns hier deutlich zu viel Zeit gelassen und etwa drei AG-Stunden verbraten. Es hätte noch einfacher sein dürfen und nicht mehr als eine Stunde… Je einfacher der Hintergrund ist, umso weniger Probleme kann er durch Verruckeln verursachen!

IV Filmen
Je AG-Stunde mussten wir eine Szene abfilmen, haben wir festgestellt. Einmal mussten wir wegen meiner Verspätung nach einem Klassenausflug eine Szene abbrechen und haben es partout in der Folgewoche nicht geschafft, die Kulisse und Kamera wieder richtig auszurichten. Da hieß es nochmal filmen oder Sprung im Bild in Kauf nehmen – beides blöde Optionen…
Wir stellten die Kulissen gegen Kisten und klebten sowohl Kulisse als auch Kamera jede Woche am Tisch fest, damit es hier beim Filmen keine Verschiebungen gibt. Außerdem sollte man auf gleichbleibendes Licht achten – bei uns standen manchmal Kinder zwischen Tisch und Fenster und manchmal nicht, was zu sehr falckernden Eindrücken führte.
Wie schon erwähnt, lief das Filmen an sich echt unproblematisch. Die Kinder haben es gut hinbekommen, dass Figurensteller (also die zwei für die Szene verantwortlichen Kinder) und die Kamerakinder klare Absprachen fanden, wann die Finger aus dem Bild mussten und wann sie wieder rein durften. Wir haben meist mehrere Fotos in Folge gemacht, um die Szene zu verlängern.
IMG_0120
1. Figuren stellen (Klebeknete hilft hier sehr!) und die Kamera am Notebook „auslösen“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IMG_01242. in der Software sieht man links das letzte aufgenommene Bild und rechts das selbe, das mit dem aktuell durch die Kamera zusehenden Bild überlagert wird. So kann man direkt sehen, wie weit man die Fuguren bewegt hat und ob alles stimmig ist.

 

 

Man sollte unbedingt beim Weiterarbeiten immer in der gespeicherten Datei ansetzen, da sich das spätere Zusammenfügen mehrerer Filme im HUE Animation schwierig bis unmöglich gestaltete. Vielleicht war ich auch nur zu blöd, aber es klappte einfach nicht.

V Figuren
In fast allen Szenen spielten neben unseren Hauptfiguren Tom und Tina nur Playmobilfiguren mit, da so die Größenverhältnisse am besten passten. Im Unterwasserlabor war es dann Lego, da eben dies bei einem Schüler vorhanden war. Da es ja aber Traumsequenzen waren, fanden wir das nicht so schlimm – die Figuren dort waren ja eh sehr fantasievoll.
Außerdem kamen einige Spielzeugautos meiner Söhne zum Einsatz, eine Schaumstoffpuzzle-Freiheitsstatue, einige Plastiktiere und diverses Themen-Lego.

Fazit
#edufuckupnight – so hat Florian Emrich vor Kurzem zum Bloggen auch von Misserfolgen aufgerufen. Unter genau diesen Hashtag würde ich meinen AG-Versuch auch stellen. Technische Probleme und eine viel zu große Planung führten dazu, dass wir mit unserem Film nicht so richtig fertig wurden und ihn am Ende auch  nicht zusammenhängend schauen konnten. Es war sicher keine komplette Pleite, da sie Kinder einige Fachbegriffe zum Filmen gelernt haben und prinzipiell jetzt wissen, wie man einen Animationsfilm herstellt. Außerdem übten wir das Finden von Kompromissen und eine gewissen Frustrationstoleranz gegenüber nicht funktionierender Technik. Das eigentliche Ziel aber, am Ende einen Film gemeinsam anzusehen und ihn den ganzen vierten Klassen vorzuführen, habe ich nicht erreicht, was mich sehr ärgert.
So bleibt nur der Plan, beim hoffentlich irgendwann im Stundenkontingent nochmal möglichen zweiten Anlauf noch konsequenter auf dieses Ziel hinzuarbeiten.

https://huehd.com/wp-content/uploads/2015/01/HUE_ANIMATION_BOOK_GREEN.pngAm Ende muss ich aber definitiv noch ein Dankeschön an HUE dafür loswerden, dass mir die Kamera und Software zur Verfügung gestellt wurden. Es war eines der ersten Produkte, das ich als Bloggerin testen durfte und ich nehme es wohl hin, „Opfer“ von sog. Influencern geworden zu sein. Der Einblick in Medien, die ich sonst über den Schuletat sicher nicht versuchsweise hätte anschaffen können, rechtfertigt das für mich genügend.

Beste Grüße,
Katha