youtube im Unterricht!?!

Tja, geht das???

Ich meine: ja. Natürlich findet sich viiiiiiiel Schrott und manches Fragwürdige in dem international bekannten Videonetzwerk. ABER: es gibt auch liebevoll gestaltete Filmchen zu so manchem Kinderbuch und auch Kanäle von Fernsehsendern, auf denen sich Kinderfilme bzw. Serien oder Dokus ansehen lassen.

Auch andere Videoportale oder Bildungsseiten bzw. die Archive der öffentlich-rechtlichen TV-Sender bieten Videos an, die sich hervorragend im Unterricht einsetzen lassen. Beispiele sind wdr-maus.de oder planet-schule.de.
Nutzt doch einfach mal die Video-Suchfunktion der Suchmaschine eures Vertrauens* oder direkt bei youtube.

Im laufenden Schuljahr habe ich bislang Folgendes mit Kindern geschaut:
Im Fach Englisch: The very hungry caterpillar, Funnybones (Night fright) und Eddie the earthworm (alle passend zu den Geschichten, die wir im Englischunterricht gelesen hatten) sowie Peep and the stormy weather (siehe alter Blogeintrag).
In Sachunterricht: eine kurze ZDF-Doku über Ritterturniere von Youtube sowie zwei Filme über das Mittelalter von Planet Schule.

Aber Achtung! Immer erst einmal KOMPLETT selbst schauen, bevor ein Film in den Unterricht geht! Sonst drohen Fettnäpfchen…

Habt ihr auch gute Filme aus dem weltweiten Netz? Empfehlt sie mir und den anderen doch mal weiter!

Ka

* zum Beispiel habe ich begonnen mit der Suche „film grundschule mittelalter“

Sachunterricht im heimischen Garten

Samstag war Gartentag. Während das Möppelchen schlief, befreite ich die Stauden von ihren Altlasten, der Papa mähte Moos und der Möppel half, wo er grad Lust hatte – beim Schneiden oder Stöckeraufsammeln…

… bis er den Marienkäfer und die Schnecke fand. Ab dann waren nur noch Kucken und Dauerkommentieren angesagt. „Mama, jetzt kommt sie raus aus dem haus! Kuck mal!“ „Mama, jetzt streckt sie ihre Fühler aus! Kuck mal! Kuck mal schnell!“ „Mama, ich habe dem Marienkäfer ein Bett gebaut! Kuck mal, wie lustig da da drinnen aussieht!“ „Mama, kuck mal, die Schnecke ist jetzt der Kapitän auf meinem Schiff!“
Mama kuckte. Ungefähr 27 Mal.

Nebenbei, man ist ja doch berufsgeschädigt, haben wir dann die Körperteile von Schnecke und Marienkäfer benannt und ihre Zwecke erörtert. (Ob die beiden leeren Schneckenhäuser, die direkt neben der Schnecke gefunden wurden, wirklich ihren verstorbenen Eltern gehört haben könnten, wurde nicht endgültig geklärt. Möppel war sich sicher. Ich eher nicht.)
Auf die schriftliche Sicherung bzw. Dokumentation hab ich schweren Herzens dann aber verzichtet. 🙂

Ka

Päuschen

Wie das immer so ist mit Zeitplänen – meine gehen nie auf…
Vor Kurzem hing im Lehrerzimmer eine Postkarte: „Gestern hatte ich viel vor. Jetzt habe ich heute viel vor“. Passt. Aber ich bin ja auch nicht Schuld. Das ist immer das Drumrum, das mich hindert.Wie war doch das Fachwort dazu – Prokrastination, ja! Bin ich der Typ für.

Die Aufsätze schlummern immer noch auf meinem Tisch in der Schule. Vermutlich haben sie sich noch nicht selbst korrigiert und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand aus dem Kollegium sich ihrer angenommen hat…

Wegen Deadline Ende März (eeehm, morgen!?) tippe ich mir grade die Finger wund an den Handreichungen zum Lesebuch, die schon länger auf mich warten. Ich hoffe, ihr könnt mit meinen Ideen und Vorschlägen später alle mal was anfangen.

Nun ja, jetzt geht’s weiter, es warten noch dreieinhalb Kapitel. Am liebsten heute noch fertig werden!!! Schnell ein Kopfschmerztablettchen, einen frischen Tee und ne neue Flasche Wasser, dazu noch irgendwas zum Knabbern suchen und Attacke.

Eine sich gerade um sich selbst drehende Ka

Wegbeschreibung – eine Übung zum genauen Beschreiben und Zuhören für Zwischendurch

Heute mal ganz „off-topic“ diese gerade wieder gefundene Übung:
Unbenannt
(Grafiken alle aus Windows Cliparts!)

Es ist eine Partnerübung, bei der jedes Kind einmal Wegweiser und einmal Wegfinder sein darf.

Zuerst zeichnet wie oben zu sehen ein kind seinen gewünschten Weg auf seinem Blatt ein. Dann erklärt und beschreibt es ihn seinem Partner. Dafür müssen grundlegende Begriffe wie rechts/links/hoch/runter bekannt sein, aber auch Begriffe wie Kreuzung, Gabelung, steil/spitz und die Namen der Tiere. Am Ende werden die beiden Wege verglichen und mit zwei neuen Blättern die Rollen getauscht. Wer Papier sparen will oder soll, kann ja auch (farbig) drucken, laminieren und die Folienstifte einsetzen…

Bei meinen Kids ist das bislang als schöne Kleinigkeit für Zwischendurch immer gut angekommen. Hier die Datei: Wegbeschreibung

Ka

Mediennutzung und ihre Probleme

Schon lange beobachte ich mit Besorgnis, wie frei und teils freizügig, oft unkontrolliert sich schon viele Grundschüler im Netz tummeln. Wieder mal Wasser auf meine Mühlen, dass Grundschüler keine Handys zur freien Verfügung haben sollten.

Was aber kann ich als Pädagogin tun, um hier mehr Aufmerksamkeit der Kinder, vor allem aber auch der Elternhäuser zu erreichen? Immer wieder bemühe ich mich, dieses Thema auf Elternabenden anzusprechen. Da dafür aber nicht immer Zeit da ist bzw. man nicht unbedingt kurzfristig einen zusätzlichen EA einberufen kann/möchte, greife ich auch gern auf die Flyer und Materialien von Klicksafe zurück. Hier gibt es neben Online-Angeboten für Schüler, Eltern und Lehrer auch Informationen zum Herunterladen und/oder Bestellen.

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Ich werde mir mal den zu den Sozialen Netzwerken bestellen und verteilen, wenn im März wieder EA ist. Vielleicht, so hoffe ich, kommt es zumindest bei ein oder zwei Elternteilen an!

Habt ihr noch andere erprobte Tipps? Dann schreibt sie doch gern als Kommentar auf!

Ka

The months of the year > two writing exercises

Da predigt man den Schätzchen seit der zweiten Klasse, dass der Engländer an sich fast alles klein schreibt. Und nun kommen die Monate – und die haben doch wirklich Großbuchstaben. Frechheit!

Da im vierten Schuljahr m.E. auch immer wieder geschrieben werden sollte, um die Schätzchen auf die Arbeitsweise an der weiterführenden Schule vorzubereiten, teile ich heute zwei Schreibübungen mit euch. Bei beiden gibt es eine Satzschablone, die verändert werden muss. Neben den Monaten werden einmal die Ordnungszahlen geschrieben (AB The months of the year I ordinal numbers writing) und einmal die Präpositionen before, between, after (AB The months of the year II prepositions).

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Für alle Skeptiker bezgl. der Schreibmenge: Es ist immer der gleiche Satz mit nur wenigen angepassten Wörtern und: erfahrungsgemäß sind die Kinder stolz darauf, soviel in der Fremdsprache geschrieben und vorgelesen zu haben!

Have a nice January,

Ka

 

Flimmo – Fernsehzeitung für Kinder

Wie schön, dass bei meinen Viertis (durchschnittlich 9,5 Jahre alt) der beliebteste Film der Weihnachtsferien „Star Wars“ war. Ist ja ab 12. Mit den Eltern natürlich auch für Jüngere. Na ja.

Immer wieder rege ich mich darüber auf, wie brutale, hektische, aggressive, unangemessene oder politisch, sexuell oder sonstwie überfordernde Sendungen die Kinder in der Grundschule konsumieren. Vielleicht bin ich da zu spießig, vielleicht zu besorgt, vielleicht bilde ich mir ja die Korrelation von Unaufmerksamkeit im Unterricht und dem uneingeschränkten FIlm-(und Medien-)konsum auch nur ein.

Nichtsdestotrotz versuche ich immer mal wieder, zumindest im Kleinen, etwas dagegen zu wirken und habe vor vielen Jahren schon die Flimmo geordert. Alle paar Monate „beglücke“ ich damit zwangsweise meine Schüler und hoffe, dass zumindest bei einem mal die Eltern in die kritischen Tipps und Empfehlungen schauen und etwas daraus lernen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Hier kann man übrigens die Zeitschrift kostenlos ordern.

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Ka

Eisbären im Schnee

Wieder eine Unterbrechung der Portraitwerkstatt, jahreszeitbedingt: Vielleicht schaffen wir es ja, uns den Schnee herbeizumalen!

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Leider finde ich die Homepage nicht mehr, auf der ich diese Bären mal entdeckt habe, ich würde sie hier gern zitieren. Wenn jemand etwas erkennt, bitte melden! [edit: zwei mögliche Quellen findet man unten in den Kommentaren – meine Quelle war es bislang nicht, aber irgendjemand bekommt zumindest so die credits…]

Die Viertklässler waren etwas erstaunt, mit Kreide arbeiten zu dürfen und haben fleißig gemalt und geschmiert. Sie bekamen: ein Stück blaues Tonpapier (A3), ein kleineres Stück schwarzes Tonpapier, ein weißes Blatt (A4) und ein Stück Kreide. Aus ihrem eigenen Fundus benötigten sie Schere, Kleber und schwarzen Wachsmaler. Und so ging’s:

Auf das schwarze Tonpapier mit der Kreide einen Eisbärenumriss (Kopf mit Ohren und Schultern) zeichnen und mit der Kreide füllen; dann mit den Fingern die Kreide verschmieren. Darauf dann mit schwarzem Wachsmaler Augen, Nase, Mund und das Innere der Ohren malen. Den Kopf zuletzt ausschneiden.

Das weiße Blatt wird im Querformat mittig durchgerissen, dabei Bögen oder eine Rundung bzw. Unebenheiten entstehen lassen. Mit der glatten Seite nach unten auf das hochformatig liegende blaue Tonpapier kleben – so müsste die Breite genau passen. Im Ergebnis haben wir einen verschneiten Boden, der mit Risskante viel effektiver ist als geschnitten. Mit der Kreide werden dann noch mit jeweils drei sich kreuzenden Strichen Schneeflocken auf dem ganzen Blatt verteilt gemalt. Unbedingt erst die Flocken malen und dann den Bärenkopf aufkleben, da sonst der Schnee immer um den Bären herum einen Rahmen bildet und nicht einfach fliegt.

Naja, zuletzt den Bären aukleben! Dabei darauf achten, dass auch die untere Kante des Bären an der Blattkante anliegt, sonst sieht er so abgeschnitten aus…

Wie das aussehen kann, seht ihr hier. Ich mag ja Ausstellungen, in denen nicht alles schablonenhaft gleich aussieht…

 

Viel Spaß mit euren Eisbären!

Ka

Listenwesen Lehrer

Ich weiß ja nicht, ob es euch auch so geht: Wenn ich mir nicht alles aufschreibe, ist es meist verloren…

Um dem zumindest klassenorganisatorisch entgegen zu wirken, führe ich seit Jahren in meinen Klassen ein Listenheft. Dahinein klebe ich am Anfang des Schuljahres alle für mich nötigen Listen in passender Anzahl, dann habe ich bis zum Sommer Ruhe und muss nicht zwischendurch neue Listen drucken, suchen oder … Das Heft liegt dann immer auf dem Pult und ich kann so alle Nötige eintragen oder nachsehen.

Sehr gut gefallen hat mir meine diesjährige Neuerfindung, der Start-Check (s.u.). Darin hab ich alle „bestellten“ Materialien aufgeführt und dann jedes Kind einzeln ans Pult geholt und die Liste abgehakt. Das war super, um gut beginnen zu können und um zu wissen, wem man weswegen hinterherlaufen muss.

Damit ihr, wenn ihr sie nutzen wollt, die Listen anpassen könnt, kommt heute mal ne Word-Datei, allerdings ohne Deckblatt und Bildchen:Listenheft leer. Die darf man selbst basteln. Oder mir nen tollen rechtlich unbedenklichen, teilbaren Vorschlag schicken. 😉

So sieht es bei mir aus:2016-01-12 10.27.382016-01-12 10.27.46

Gutes Organisieren wünscht die Listenmutti

Dienstagsluxus

Dienstags muss ich erst in der dritten Stunde anfangen. Ich komme trotzdem meist zur zweiten, weil ich dann immer gut was schaffe an Vorbereitung und Aufräumen. 

Heute hab ich für zwei Kunstklassen 5 Sorten Papier geschnitten und Zuckerkreide für morgen eingelegt.   

Jetzt genieße ich die Ruhe im Lehrerzimmer und wappne mich innerlich für vier Stunden Schule und drei Stunden Sprechtag (Teil I)… 

 Ein Tee auf uns alle! 

Ka