Hast du eine Arbeit?

Erstklässler sind so herzerfrischend manchmal!
Kennt ihr diese erstaunten Blicke, wenn Sie dich im „echten Leben“, also im Supermarkt oder so treffen? Und dann die Reaktion am nächsten Tag: „Frau Lehrerin, ich hab dich gestern im Supermarkt getroffen!“ *strahl*

Heute wieder eine Sternstunde: Eine Schülerin erzählt mir von der Arbeit ihrer Mutter. Prompt kommt die Frage an mich: „Frau Lehrerin, hast du auch eine Arbeit?“

Herrlich, oder???

img_3238

Überraschungsbilder

Wenn mich jetzt einer fragt, woher die Idee stammt: Keine Ahnung, aus dem Netz irgendwo!


Aber ein schöner, dicker, runder Fisch aus dem Netz war das, ein Spaßfisch! Einer, der 22 Viertklässler zwei Schulstunden beschäftigte und sie zu Fragen wie „Darf ich noch eins malen?“ inspirierte. Und einer, der die Kidner dazu brachte, sich gegenseitig stolz ihre Werke vorzustellen und miteinander zu arbeiten, sich Tipps zu geben. Viele kleine positive Erlebnisse gab es da!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wie diese Kunstwerke entstanden sind? Relativ einfach:
1. Man nehme ein A4-Blatt und falte es mittig (die kurzen Seiten aufeinander).
2. Wenn die offene Seite oben liegt, nehme man das vordere Blatt und falte es zurück auf die untere Seite. Im Ergebnis hat man quasi A5 quer vor sich liegen.
3. Man zeichne ein Motiv seiner Wahl auf das gefaltete Blatt. Wie man sieht, eignet sich außer Fischen noch ein Haufen anderer Lebewesen, aber für die Kinder waren auch Formen oder Comicfiguren wichtig. Es sollte der Schwerpunkt auf dem Kopf / Gesicht liegen und der Mund muss mittig um die Berührungsstelle der beiden Papierhälften herum liegen. Versteht man das? Die Bilder sprechen hoffentlich für sich…
4. Man klappt das Blatt auf und verbindet die beiden Hälften des nun auseinandergerissenen Bildes mit Linien. Wenn wie beim Fisch der Mund seitlich ist, malt man einen Bogen für den Mund.
5. Man zeichne gefäääährliche und große, spitze Zähne in das so entstandene weit aufgerissene Maul.
6. Anmalen!

Ich empfehle für die Vorbereitung: Einfach mal zwei Motive zuhause selbst ausprobieren – am besten einmal frontal (wie beiden meisten Tieren und Figuren) und einmal seitlich (wie beim Fisch), um die Tücken beim Erklären gut parat zu haben…

Und dann: Viel Spaß!

Katha

Ich habe mein Pult gefunden :-)

Und ich wusste wirklich noch immer, welche Farbe es unter den vielen Papieren, Listen, Kopienstapeln, Stiften, Zettelchen und Mappen hat. Habe sogar die Schreibtischunterlage wieder entdeckt… Jippie!

Mal sehen, wie lange es dieses Mal bei mir bleibt.

Ist es bei euch auch so, dass Pult und/oder Lehrerzimmerplatz und/oder Schreibtisch daheim sehr deutlich den inneren Lehrkörperplanungsundunterrichtszufriedenheitszustand widerspiegelt? Bei mir lässt momentan kein Arbeitsplatz Rückschlüsse darauf zu, dass ich es eigentlich sortiert, strukturiert und aufgeräumt brauche. Hoffentlich komme ich da bald mal wieder hin!

Katha

Elternsprechtagsvorbereitung

… ist wieder mal so ein faszinierendes endlos langes Wort, wie es nur in der deutschen Sprache gebildet werden kann. Begeisternd. Und unheimlich schwer für DaZ- bzw. DaF-Lerner.

Worum es mir aber eigentlich geht – ich hab sie endlich abgeschlossen, die o.g. Elternsprechtagsvorbereitung für meine kleinen Monster. Zum Glück muss ich ja deutlich weniger Gespräche führen als in den letzten Jahren, aber gerade den ersten Sprechtag bereitet man dann ja doch besonders ausführlich vor und möchte jedem gerecht werden.

Um meine verstreuten Notizen und die vielen Gedanken zu ordnen, braucht mein fanatisches Gehirn immer irgendeine Vorlage. Und da die alte irgendwie wegen anderen Lehrwerks, anderer Ansprüche, anderer Kinder und gewachsener Berufserfahrung nicht mehr passte, musste flugs eine neue her. Auf Anregung meiner lieben Parallelkollegin (die irgendwie immer schon zwei Wochen weiter ist mit ihren Planungen und Gedanken) ist das Blatt so ausgelegt, dass man die Notizen zum zweiten Sprechtag im Frühjahr direkt daneben schreiben kann, um einen direkten Vergleich zu erleichtern.
Für alle, die auch Anregungen brauchen, stelle ich sie heute mal wieder editierbar als Word-Datei ein, dann kann man nach Geschmack seine eigenen Zeilen hinzufügen, ändern…

2016-11-23-22-11-27
elternsprechtage-im-1-schuljahr

Allen, die auch dieser Tage Sprechtage haben, wünsche ich viel Spaß, viel Erfolg oder was Ihr so benötigt! Schaut mal hier, ob ihr euch da auch wiederfindet: Wohlstandstherapie am Sprechtag

Beste Grüße,
Katha

eine Abbildung englisch beschriften

Die Unterrichtsreihe zum Kinderbuch „funnybones“ gehört fest in unseren Plan für die Zweitklässler. Erst letztes Jahr haben wir den Wortschatz etwas ausgeweitet, um guten Gewissens auf das Thema „body“ in späteren Klassen verzichten zu können.

Nachdem nun ganz klassisch mit diversen Sprechübungen und Spielchen die Worte eingeführt und geübt wurden, kam das Schriftbild an die Reihe. Auch dazu gab es die üblichen Übungen – vermischte Worte und Bilder zuordnen, Lesen, Zuordnen und/oder Abschreiben auf ABs. Als letzte Übung bekommen die Kids dann eine Vorlage von sparklebox.co.uk*, mit der ein dog skeleton zusammen gesetzt werden kann. Das wird dann mit Hilfe des OHP und einer Folienversion beschriftet wie unten auf dem (leider wegen der seltsamen Lichtverhältnisse nicht gut gewordenen**) Bild zu sehen.

tafelbild-dog-skeletonEtwas schade ist, dass dem armen Tier die Hüfte fehlt und den Kindern so die Lage der Hinterbeine nicht ganz klar war; das erforderte kurze deutsche Gespräche. Unnötig war die Muttersprache allerdings bei der Frage nach hand oder foot bzw. arm oder leg. Das haben alle verstanden und wir einigten uns auf die Doppellösung…

Katha

* Leider hab ich die Datei zwar auf dem Rechner, finde sie aber online nicht wieder, um sie hier zu verlinken. Dann einfach auf eine andere Vorlage aus dem weltweiten Netz zurückgreifen. Dino, Mensch, … es gibt da Einiges.

** im echten Leben konnte man an der Tafel sehr gut lesen und die Kinder waren sehr motiviert bei der Sache, alle Wörter fehlerfrei abzuschreiben. Ich hatte auch schon Klassen, die noch weitere Wörter wie tail oder ears und eyes dran schreiben ließen.

Adventszeit-Kalender

Inspiriert von den sich häufenden Advents-Blogeinträgen habe ich mich nun auch mal an meine Adventsplanung gesetzt – geht ja erschreckend bald los…

Das Ergebnis ist ein Adventszeit-Kalender, der den ersten Advent auslässt (sind halt Erstklässler und zwei Monate auf ein Blatt zu bringen oder die Wochen mit dem Sonntag beginnen zu lassen, war mir da einfach zu kompliziert), aber sonst vielleicht für den ein oder anderen dennoch brauchbar ist.

LG, Kathaunbenannt

adventszeit-kalender-16

Go, find your partner!

winnie

Solch ein Kärtchen bekamen zuerst einmal drei frewillige Assistenten von mir, um zu demonstrieren, wie das Spiel abläuft. Ich fragte alle drei Kinder die Wörter von meinem Kärtchen ab: „Have you got grass and a carpet and a bath?“, bis ich meinen Partner gefunden hatte. Schnell begriffen alle Drittklässler, wie es läuft und übten kurz im Gemurmel ihre drei Wörter*. Dann tigerten die Kids los und suchten ihr Gegenüber. Als alle paarweise saßen, durften/mussten alle ihre Wörter sagen und die Klasse entschied, ob das „correct“ sei.

Wir mussten dann direkt noch einmal spielen. 🙂

Eine kurze, knackige Übung, die man einmal vorbereitet und immer wieder einsetzen kann. Ich überlege gerade beim Schreiben, ob ich das Spiel nicht auch einfach mal für meine Erstis fertig mache, mit Schulsachen oder Tieren oder sowas… Ich glaub, ich hab jetzt noch was zu tun!

Katha

* Die Wörter wurden zwei Stunden geübt und das Schriftbild eingeführt. Wort- und Bildkarten hingen während des Spiels an der Tafel, um völlige Aussetzer während des Spiels zu verhindern.

Wörterschreibheft für Erstschreiber

Die Erstis kennen sich inzwischen einigermaßen gut auf der Anlauttabelle aus. Wie immer finden einige von ihnen fast sofort alle Buchstaben zu den gesuchten Lauten, andere orientieren sich noch mühsamer und suchen ausgehend von den bereits gemeinsam erarbeiteten Lauten aus. Beides ist ok. Und bei beiden Gruppen konnte ich beobachten, dass die freien Schreibrahmen im Arbeitsheft nur wenig genutzt wurden. „Schreibe Wörter, in denen ein M/m vorkommt!“ ist halt doch etwas abstrakt und hat einen geringen Aufforderungscharakter für die meisten Kids.

Weil ich aber das freie Schreiben vor allem für Schreibmotivation unheimlich wichtig finde, habe ich im letzten Wochenplan das kleine Wörterschreibheft eingeführt:
Man nehme ein farbiges Blatt und kopiere darauf das Deckblatt. Dann lege man drei weiße Blätter dahinter, falte das ganze und tackere es mittig. Schwupps, fertig. Das Besondere sind die Schreibanlässe: Aus dem tollen Bilderschatz von Frau Locke (Nicole Trapp; s.o. im Menü „Tolles im www“) habe ich gaaanz viele Bildchen klein ausgedruckt (Kontaktabzüge) und grob geschnitten an der Schneidemaschine. Die liegen nun alle in einer ganz süßen bunten Metalldose mit einem Froschkönig drauf – deshalb ist der Frosch auch als Orientierungshilfe auf dem Heftchen mit drauf. Bei Benutzung werden die Bildchen aus- und später wieder eingeräumt.

Die Arbeitsanweisung ist einfach und wurde schnell verinnerlicht:
1. Bild aussuchen und ins Heft kleben (links am Rand bleiben, damit rechts daneben geschrieben werden kann!!!)
2. Wort deutlich sprechen und durchgliedern, abhören.
3. Mit der Anlauttabelle möglichst alle hörbaren Laute verschriften.
Wie üblich, verwende ich für die Arbeitsschritte möglichst immer die Vignetten (Zeichen, Symbole) aus dem Lehrwerk.

Der erste Einsatz hat die Kinder sehr begeistert und alle (!) haben auf ihrem jeweiligen Niveau angestrengt gearbeitet. Von Anlauten bis zu fast perfekten Wörtern war alles vertreten. Manche Kinder kamen sogar in der Freiarbeit auf mich zu und wollten gern im Heftchen weiterarbeiten. Das ist doch prima!

Nun kommt das kleine Wörterschreibheft auch wieder mit in den neuen Wochenplan. Dazu habe ich einfach die ersten drei Reihen als Bild gespeichert und im WP eingefügt. [Das SnippingTool unten am Bildrand der Windows-PCs leistet mir in solchen Fällen immer gute Dienste (das mit Kreis und Schere).] Um die Zeit im WP zu differenzieren, werde ich eine oder zwei Sanduhren daneben drucken – ich habe sieben 5-Minuten-Uhren in der Klasse, die dann genutzt werden können. So gebe ich keine Wörteranzahl vor und baue keinen Druck auf. Und vermutlich arbeiten viele dann doch eher etwas länger dran, weil sie das Ablaufen der uhr nicht bemerken oder noch schnell fertig werden wollen. Mal sehen, wie das klappt.

Die Vorlage bekommt ihr diesmal leider nicht – ohne die Bilder bleibt ja nur ganz wenig Text und ein Rahmen – das hat man schnell selbst zusammen. Oder man erklärt nur und lässt das Heft blanko…

Beste Grüße,
Katha

 

Ein neues Lieblingsbuch …

… ist heute bei mir angekommen: Stecker raus und aus die Maus von Ann Droyd. Darauf gestoßen bin ich im Lesebuch Jojo für die Klasse 2, das ja jedes Themenkapitel mit dem Auszug aus einem Kinderbuch beginnt. In den Handreichungen habe ich zu diesem System schon empfohlen, die Bücher für die Schul- oder Klassenbibliothek dann zu bestellen, damit man auch mal weiterlesen kann. Nun habe ich selbst diese Idee auch mal umgesetzt und die ersten Bücher gekauft: Ella in der Schule von Timo Parvela (sehr lustig!) fand ich kürzlich auf dem Flohmarkt und eben das oben genannte…

2016-11-02 19.47.22.JPG

Hier geht eine Großmutter sehr resolut gegen die Technik vor. Hört sich komisch an, ist aber so. Und umheimlich lustig gereimt. Ich liebe es jetzt schon. Mal sehen, wann ich es mal in der Schule unterbringen kann.

Manchmal, habe ich dabei festgestellt, findet man übrigens bei ebay Sonderposten bzw. „preisreduzierte Mängelexemplare“, an denen ich irgendwie nie einen Mangel finde außer dem Stempel, dass es einen Mangel hat.

Katha

Herbstblätter

Bevor der November alle Oktoberfarben vernichtet, habe ich letzte Woche die Gunst der Stunde genutzt und mich mit den Viertklässlern mal wieder raus begeben. Direkt vor dem Eingang stehen bei uns mehrere Ahornbäume, die sich bis ungefähr vorvorgestern in den tollsten Farben präsentierten – wie man auf den Fotos sehen kann.

Unbenannt.png

Überraschenderweise ergingen sich diese supercoolen, gern mal oberflächlichen und großspurigen Kinder ausführlich im Wettbewerb um das schönste und außergewöhnlichste Blatt am Boden und verglichen, betrachteten, untersuchten, schauten und bewunderten… Es war echt schön zu beobachten, wie viel Zeit sich die Kids genommen haben, um „ihr“ Blatt auszuwählen.

Erstaunlich viel Ruhe und Zeit nahmen sich alle (!) dann auch bei der Aufgabe, das Blatt möglichst genau abzuzeichnen. Selbst die mit geringen künstlerischen Ambitionen haben sich zum ersten Mal seit Langem wirklich bemüht.
Eine kurze Einweisung mit Probehandlung an der Tafel gab es dann noch meinerseits mit dem Hinweis, vom Stiel her anzufangen und einigermaßen symmetrisch vorzugehen (ein Stückchen rechts, ein Stückchen links zeichnen) und auf die Blattadern zu achten. Eine kurze technische Wiederholung de Schraffierens und der Strichstärke gab es dann noch dazu. Und ja, die Tafel sieht halt nicht schön aus. Wehe, das mokiert jetzt wieder wer!!!
Herbstblätter abzeichnen (32).JPG

Hier seht ihr mal ein paar Ergebnisse aus der 4. Ich finde, das das ein echt schönes Projekt ist und habe gemerkt, dass das Zeichnen bzw. Nachzeichnen bei mir bislang etwas kurz gekommen ist.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Herbstliche Grüße,
Katha