„transport“ – Lasst die Kinder schreiben!

Da dachte ich, ich mute meiner vierten Klasse mal viel zu…

Zum Einstieg ins Thema transport habe ich die Kinder sammeln lassen, welche Fahrzeuge sie kennen und vielleicht schon wegen der „Eindeutschung“ englisch benennen können. Ich hatte sogar ganze 24 Bildkarten vorbereitet, laminiert, magnetisiert. Denkste!

Nach den Forderungen der Kinder hängen nun zum Wortschatztrining ganze 35 Wörter an der Tafel. Die sind zusammen so schwer, dass ich einen Stuhl unter die Tafel klemmen musste, damit sie nicht ganz hinab sinkt 😀

Bild1

Nicht auf meinem Schirm waren zum Beispiel rocket, race car, jet, skateboard, horse oder quad. Aber auch stroller, flying carpet und zeppelin gehören nun auf Wunsch der Kinder zu „unseren“ Wörtern. Da musste ich durchaus auch mal wieder das gute alte Wörterbuch aufschlagen, um Begriffe wie wrecker herauszufinden!

Total motiviert gingen die Kinder dann nach einer ordentlichen Wortschatzsicherung ans Schreiben von Sätzen nach dem Muster „I go to _______ by ______.“ Kurz an die Tafel geschrieben, Bedeutung des Satzes geklärt und Beispiele für Ziele gegeben. Dann ging’s ran an den Speck und es sind massenweise Sätze entstanden. Die Jungs besuchten alle ihre Fußballidole mit diversen Vehikeln, die Damen waren kreativer und erfragten das Kino, den Saturn oder auch das Gefängnis. Alle hatten schnell begriffen, wie es geht. Kleine Ergänzungen meinerseits bezüglich fehlender Artikel wurden von Einigen dann auch gleich gut umgesetzt. (Wenn auch hier unbedingt das Primat der Einsprachigkeit verlassen wurde, um den Kindern klarzumachen, dass „Ich fahre zu Kino mit…“ auch im Deutschen nicht korrekt ist.)

Schön war’s und stolz waren die Vierer, dass sie so viel selbst verfassen konnten. Ich kann euch nur empfehlen, vorm Schreiben nicht solche Angst zu haben, wie ich es oft erlebe. Gebt den Kindern ein gutes Satzmuster und lasst sie frei! Die schaffen das!!!

Viel Spaß mit eurem ganz persönlichen Wortschatz!

Ka

Ritterliche Links

So, langsam aber sicher naht das Ende der Rittereinheit. Zwei Übungs-Wiederholungsstunden gibt es noch und dann ganz klassisch einen Test.

Um das Resümieren etwas aufzulockern, dürfen die Kids noch ein paar Übungen online machen, die die behandelten Themen ganz gut aufgreifen. Vielleicht ist ja für euch auch etwas Passendes dabei…

Auf http://spiel.tivi.de/ruestung_waffen_mod/index.swf kann man den Ritter schrittweise anziehen und Ritter im Laufe des MA betrachten (siehe Grafik von o.g. Seite):
Unbenannt.PNG

Auf http://www.web-kuchi.ch/HotPotatoes/Geschichte/teile_der_burg/teile_der_burg_zuordnen.htm kann man die Teile einer Burg zuordnen. Von der gleichen Grundseite aus kommt man auch zum Beispiel zu einem Lückentext über Turniere (http://www.web-kuchi.ch/HotPotatoes/Geschichte/turnier2.htm) und anderen interessanten Übungen.

Auf http://www.pahaa.de/Testfragen2/Ritter_Burgen.php gelangt man zu einem klassischen Quiz mit Antwortauswahl.

Hoffentlich ruft das alle Themen nochmal etwas in Erinnerung… Denn danach soll die Mindmap bzw. der Cluster, der zu Beginn der Einheit verfasst wurde, ergänzt werden mit all dem neu hinzugewonnenen Wissen. Bin mal gespannt, was dabei herumkommt. Vielleicht kann ich mir die Sache mit dem Test dann ja auch schon sparen?

Ka

youtube im Unterricht!?!

Tja, geht das???

Ich meine: ja. Natürlich findet sich viiiiiiiel Schrott und manches Fragwürdige in dem international bekannten Videonetzwerk. ABER: es gibt auch liebevoll gestaltete Filmchen zu so manchem Kinderbuch und auch Kanäle von Fernsehsendern, auf denen sich Kinderfilme bzw. Serien oder Dokus ansehen lassen.

Auch andere Videoportale oder Bildungsseiten bzw. die Archive der öffentlich-rechtlichen TV-Sender bieten Videos an, die sich hervorragend im Unterricht einsetzen lassen. Beispiele sind wdr-maus.de oder planet-schule.de.
Nutzt doch einfach mal die Video-Suchfunktion der Suchmaschine eures Vertrauens* oder direkt bei youtube.

Im laufenden Schuljahr habe ich bislang Folgendes mit Kindern geschaut:
Im Fach Englisch: The very hungry caterpillar, Funnybones (Night fright) und Eddie the earthworm (alle passend zu den Geschichten, die wir im Englischunterricht gelesen hatten) sowie Peep and the stormy weather (siehe alter Blogeintrag).
In Sachunterricht: eine kurze ZDF-Doku über Ritterturniere von Youtube sowie zwei Filme über das Mittelalter von Planet Schule.

Aber Achtung! Immer erst einmal KOMPLETT selbst schauen, bevor ein Film in den Unterricht geht! Sonst drohen Fettnäpfchen…

Habt ihr auch gute Filme aus dem weltweiten Netz? Empfehlt sie mir und den anderen doch mal weiter!

Ka

* zum Beispiel habe ich begonnen mit der Suche „film grundschule mittelalter“

Ritterschwur

Ich hüpfe, wie der treue Leser wohl schon bemerkt hat, bloggerisch momentan ein wenig durch die Ritter-und-Burgen-Einheit. Heute sind ein paar Fotothemen dran…

Inspiriert von einer „Kopierfee“ (gefunden bei wegerer) bekamen die Kinder einen Ritterschwur als Schreibvorlage, der auf DinA3 geschrieben wurde und mit einem Initial verziert wurde (Entweder klassisch am Textbeginn oder das des Namens). Beispiele hatte ic mitgebracht.
Eine schöne sachunterrichtlich-künstlerische Aufgabe, die viel Ehrgeiz hervorrief und einige schöne Ergebnisse lieferte.

Ka

Katapulte

… gehören zu den Dingen, zu denen ich ein wenig angelesenes Grundwissen habe, dich ich in Ansätzen verstehe und wegen der Ähnlichkeit zu meinem Namen genauso sympathisch finde wie Cuttermesser.

Das hilft den Kindern aber nicht so richtig weiter. Gut, dass wir diese Woche Besuch von einem Experten hatten, der sich so richtig gut mit Katapulten auskennt, weil er in der Mittelalter-Rollenspiel-Szene daheim ist. Der nicht nur Katapulte kennt, sondern sie auch bauen und bedienen kann. Wir durften uns also nun mal ein relaistisches nachgebautes Modell anschauen und ausprobieren – die Kreide flog weit und gut! Auch verschiedene Typen von Katapulten und etwas Völkerkunde gehörten dazu.

Da merkt man als Lehrer doch immer mal wieder seine eigenen Grenzen, finde ich. Schön, wenn man jemanden kennt, der über diese hinaus gehen kann und Unterricht zu einem historischen Thema lebendig machen kann…

Ka – tapult

Sie sind fertig!!!

Endlich sind unsere Burgen fertig und die Ausstellung steht! Boah, was sind wir alle stolz (22x kleiner und 1x großer Stolz…)!

Nachdem wir in diversen Kunststunden gebaut, gekleistert und gemalt hatten, konnten wir am Mittwoch endlich unsere sechs fertigen Werke ins Forum tragen und dort auf Bänken und Tischen ausstellen. Schildchen zur Beschriftung wurden geschrieben (dezenter Hinweis meinerseits) und große Schilder, die das Anfassen verbieten. [Wir halten es da wie die Schalker: Nur gucken, nicht anfassen!]
Und es passierte etwas Erstaunliches: Wann immer ich nun durch das Forum komme (also vor und nach jeder Stunde), steht mindestens eins meiner Schätzchen mit mindestens einem anderen Kind zusammen an seiner/ihrer Burg und berichtet, erklärt, zeigt… mit stolz geschwellter Brust. Das hätte ich so nicht erwartet. Scheinbar Vieles richtig gemacht dieses Mal…

Ka

PS: Hier noch ein paar Eindrücke aus der Bauphase als Diashow 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

I go to the pet shop

Ich bleibe mal englisch dieser Tage…

Zur Wortschatzfestigung zum Thema pets kann man neben den Klassikern wie chorischem Sprechen, mitklatschen oder „Kim’s game“ schön spielen: Wie im Klassiker „ich packe meinen Koffer“ haben wir uns in den Kreis gesetzt und Tiere gesammelt. „I go to the pet shop and buy a…“ ging es los und jedes Kind nannte die davor gekauften plus ein eigenes. Ca die halbe Klasse haben wir so gut geschafft, dann hab ich eine neue Runde gestartet, damit die dann folgenden nicht so sprachreichen Kinder nicht allzu blöd darstanden… (!Nächstes Mal einen besseren Startpunkt aussuchen!). Zur Unterstützung wanderte von Kind zu Kind eine A5 große Karte mit dem Satz, den es zu sprechen galt.

Die vorher drangewesenen Kinder durften bei Bedarf ihre Tiere durch Bewegungen oder Laute wieder ins Gedächtnis rufen.

Fazit: Es kam super an – hätte ich die Kinder gelassen, hätten wir mindestens 2×24 Kinder durchgespielt. Zeit reichte aber leider nicht…

Ka

Class survey about pets

Nach der Wortschatzeinführung zum Thema pets in Klasse 3 und einigen Wortschatzspielen (z. B. Kim’s game, Clever parrot) haben wir eine Klassenumfrage zum Thema „What’s your favourite pet?“ durchgeführt:

Ich hängte alle Bildkarten auf und wir „lasen“ sie gemeinsam noch einmal vor. Dann fragte ich einen meiner fitteren Schüler „What’s your favourite pet?“ Er antwortete mit seinem Lieblingstier* und ich machte an der Tafel ein Kreuz beim Genannten. Dann signalisierte ich ihm, dass er ein anderes Kind fragen sollte (Thank you. Now it’s your turn. Ask another kid „What’s your favourite pet?“, please.) Das klappte bei diesem Kind auch prompt und so kam eine tolle Frage-Antwort-Kette zustande. Ich kreuzte dann nur noch die genannten Tiere an und sufflierte wenige Male etwas die Frage. Toll fand ich dass sogar rund ein Drittel der Kinder nicht nur mit seinem Tier antwortete, sondern von sich aus (!) mit „My favourite animal is…“.

Zum Abschluss stellte ich dann noch ein paar Fragen wie „How many kids liked the … best?“ „What were the three favourite pets? Which pets have got most crosses?“ „Which animals have only got on cross?“

Fazit solch einer Übung ist für mich immer, dass die berühmten „repititive structures“ dazu führen, dass alle Kinder in einer Klasse Fragen stellen und beantworten können und dass sie auch von vielen in andere Einheiten und Zusammenhänge übertragen werden können. Man muss die Kinder nur öfter zum Sprechen anregen. Im o.g. Beispiel haben sich nur zwei von 23 Kindern nicht freiwillig gemeldet, um ihr Lieblingstier zu nennen.

Was denkt ihr, zu welchen Themen bieten sich solche surveys noch an? Welche Fragen würdet ihr gern auf diese Weise einmal üben?
Bin gespannt auf eure Ideen!

Ka

* favourite ist den Kindern aus der Einheit food bekannt, deshalb ging das hier ohne weitere Erklärung.

Interviews im Englischunterricht

Da der letzte Blogeintrag zum Thema Englisch so gut angekommen ist, kommt hier mal noch einer hinterher: Zum Einsatz von Interviews im Englischunterricht der Grundschule.

Fachlich gesehen geht es darum, die Kinder an einen aktiven Sprachgebrauch heranzuführen, ihnen Dialoge und „chunks“ an die Hand zu geben, mit denen sie sich selbstständig in der Fremdsprache verständigen können. Gerade Interviews bieten hier den großen Vorteil, dass immer wieder die gleichen Fragen und Antworten gestellt werden und das quasi wie in einem Spiralcurriculum: Von der ersten Klasse an kommen Interviews zu Vorlieben (Do you like…?)  und „Besitz“ (Have you got…?) mit den dazugehörigen Antworten zum Einsatz. Ich setze sie gerne direkt nach der Wortschatzerarbeitung ein, damit die Kinder auch einen persönlichen Bezug zum neuen Thema bekommen. Hier mal zwei Beispiele aus der aktuellen Einheit „pets“ im dritten Schuljahr:

Die Vorgehensweise ist immer die gleiche: Zuerst die Fragen vorstellen, ihre Bedeutung klären, gemeinsam sprechen üben, zu allen Wörtern die Fragen stellen lassen. Danach die möglichen Antworten üben und klären, wie man sie sich notieren kann. Dann füllen die Kinder meist die erste Spalte mit ihren eigenen Antworten aus. Zuletzt geht es in die eigentliche Interviewphase: Sich Partner suchen, die Fragen alle (!) stellen und die Antworten notieren. Hier muss man als Lehrkraft gut aufpassen, dass wirklich englisch gesprochen wird und nicht zu Lösungen wie „Ich hab alles ja außer…“ gegriffen wird! Im Nachklang stelle ich gern noch mal Fragen über einzelne Kinder, um das Interview nicht so verhallen zu lassen.

Da die Resonanz auf die Vorschläge für „teacher’s talk“ so positiv waren, hier nochmal einige Anregungen:
1. Vorbereitung: We’re going to do an interview today. Please open your folder and put in the interview. Let’s read the question together: Have you got a m-m-m? What is that in German? Yes, „hast du so ein Tier?“ is correct. The question is not if you like that pet!
2. Einübung des Dialogs: Tell, me, Johnny, have you got a dog at home? Yes? Ok, please say „Yes, I have“. So, Johnny has got a dog, so I can draw a Smiley here (Tabelle als Bsp. mit Johnnys Name und dem richtigen Zeichen hinter dog füllen – AB oder Tafel).
And you, Sally, have you got a cat? No? Please say „No, I haven’t.“, like it is standing here. (mehrere Kinder befragen)
Good, now we read the questions together: Have you got a dog? Have you got a cat? … Perfect! Then we do a little training for the answers: (Daumen hoch zeigen) Yes, I have. Speak after me, please: Yes, I have. – (Daumen runter zeigen) No, I haven’t. (Geste für Sprecheinsatz der Kinder: alle zusammen) No, I haven’t. (Zweimal gemeinsam zum Daumenzeichen sprechen, dann nur noch Daumenzeichen geben und die Kinder sprechen die Antworten).
3. Arbeitsauftrag: Ok, we can start in one minute. Take your folder and your pencil. You can interview yourself in the beginning. Write (Geste für schreiben oder Bildkarte) your name here (zeigen auf AB) and draw a smiley or a grumpey. You can write yes or no, too. Then find a partner and interview your partner. (Beim ersten und ggf. zweiten Mal das Prozedere mit dem Eintragen des Namens am besten mit einem Kind vorspielen und beispielhaft eintragen, danach läuft das von allein). Don’t forget: Speak English! I do NOT wnat to hear you say „Ich hab alles ja außer cat und fish“ or so!        Now you can start!
4. Abschluss: Please finish your interview an sit down again. Have your folder open and tell me: Has Johnny got a dog? Who interviewed Johnny? Has Johnny got a dog? (Kind sagt Yes) Yes, he has. Very good. Has Sally got a budgie? … (Wenn die Kinder schon die Unterscheidung von he und she gelernt haben, kann man auch gut die möglichen Antworten an die Tafel schreiben, zum Beispiel so:
                          🙂  Yes, he has.      😦  No, he hasn’t.
                          🙂 Yes, she has.     😦 No, she hasn’t.
Good, let’s end here. You have done a good job with these interviews!

So, das war jetzt viel hintereinander weg. Ich kriege es grad nicht besser strukturiert. Schülerantworten habe ich größtenteils rausgelassen, damit man es besser lesen kann. Dass das alles viel mit Gesten unterstützt wird, ist wohl eh klar. Schön ist aber, dass man von Mal zu mal weniger erklären muss und sich auf den Wortschatz konzentrieren kann…

Eine mögliche Vorlage für die pets gebe ich euch heute mal als Worddatei, allerdings natürlich ohne die Bilder (Rechteprobleme…). Ihr könnt dann den Wortschatz und das Bildmaterial so einbauen, wie ihr mögt! AB Interview pets clean

In diesen Einheiten setze ich nach Möglichkeit ähnliche Tabellen ein:

  • food (Do you like…?)
  • body (Can you shake your…?)
  • halloween (Are you scared of…?)
  • holidays (Did you …?)
  • school verbs (Can you …? oder Do you like…?)
  • toys (Have you got…?)
  • family (Have you got…? und How many … have you got?)

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen anregen. Bei Bedarf gerne einfach nachfragen, dann kann ich auch noch andere Beispielbilder senden.

Ka

Warum fällt der Ritter vom Pferd?

Der Ritter fällt vom Pferd, weil es bäumt sich auf.

Unbenannt

Wer kennt das nicht? Nebensätze, die mit weil angebunden werden, werden in der Umgangssprache nur noch selten korrekt gebildet. Da unser Sprachbuch gerade diese Satzkonjunktion übt, habe ich noch eine kurze Übung mit Bezug auf das Ritterthema dazu geschrieben: AB Konjunktion weil Viel Spaß damit!

Ka