Diese Woche soll hier im Blog Bilderbuchwoche sein. Wie versprochen geht es heute weiter mit einem weiteren Weg, Bilderbücher in der Grundschule einzusetzen.
Möglichkeit 3: Ausgangspunkt für Sachthemen (Fach SU, Fach Mathe)
Es gibt tolle Bücher, an die man sachkundliche oder mathematische Themen anschließen kann. Oftmals erleichtern sie Kindern den Zugang zu einem eher nüchternen Thema oder unterstützen das Verständnis durch gute Visualisierungen. Grundsätzlich geeignet sind hier Sachbilderbücher wie z.B. die „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe, die einige Kinder auch von Zuhause kennen. Auch einige der eher für Kleinkinder gedachten Pappbilderbücher (teils mit Klappen darin) sind im Unterricht einsetzbar, da sie oft gute, klare Beschriftungen verwenden und so den Bereich der Fachwortschatzarbeit unterstützen. Gerade solche Sachbilderbücher können gut in selbstständigen Arbeitsphasen zur Recherche eingesetzt werden. Ein Beispiel: Viertklässler sollen die Teile einer Burg beschriften. Ich stelle verschiedene Sachbilderbücher zur Verfügung, in denen sie die passenden Begriffe finden können – am besten nutzen die Kinder dabei mehrere Bücher.
Es gibt aber auch „normale“ Bilderbücher, die sachliche Themen zum Inhalt haben und in eine Geschichte verpacken. Bekannte Beispiele sind Bücher wie „Linnea und die größte Bohne der Welt“ oder „Kasimir tischlert“. Sie können zum Einstieg in eine neue Einheit genutzt werden oder als Abschluss. Ersteres kann die Neugier der Kinder wecken und eine Anknüpfung an das Vorwissen erleichtern. Zweiteres bietet die Gelegenheit, Erlerntes in der Geschichte wiederzuerkennen und so zu vertiefen. Manchmal lohnt es auch, einen Vergleich der im Unterricht erarbeiteten Fakten mit der literarischen Darstellung anzustellen. In manchen Fällen kann ein Bilderbuch auch eine MINT-Unterrichtsreihe begleiten, wie es z.B. „Paulas Reisen“ beim Erarbeiten der ebenen Formen tun kann.
Diese Woche soll hier im Blog Bilderbuchwoche sein. Wie versprochen geht es heute weiter mit einem weiteren Weg, Bilderbücher in der Grundschule einzusetzen.
Möglichkeit 2: Erzähl- oder Schreibanlass (Fach Deutsch)
Über das alltägliche Gespräch zum vorgelesenen Bilderbuch hinaus gehen solche Unterrichtssituationen, in denen das Buch an bestimmten Stellen unterbrochen und mit den Inhalten vertiefend gearbeitet wird. Da werden Dialoge für die Protagonisten geschrieben, Briefe verfasst, Figuren beschrieben und Geschichten nach- oder weitererzählt. Hier sind wir dann didaktisch betrachtet beim sog. „Handlungs- und produktionsprientierten Literaturunterricht“, den maßgeblich Kaspar Spinner geprägt hat, der sich aber auch bei Claus Claussen und anderen Fachleuten abbildet. Grundsätzlich geht es darum, dass die Kinder sich intensiver mit dem Inhalt auseinander setzen, wenn sie ihn nicht nur rezipieren sondern aktiv verarbeiten.
Die Lehrkraft bereitet im Buch passende Stoppstellen vor, an denen das Vorlesen unterbrochen wird. Genau genommen gehört dazu auch das Betrachten und Besprechen des Covers vor dem Lesen (Leseerwartungen? Assoziationen?) dazu. Geeignete Stellen sind oft die Stellen, in denen sich ein Problem oder eine Wendung andeutet – hier können dann Kinder z.B. Lösungsvorschläge für die Figuren des Buchs formulieren, mögliche Dialoge entwickeln etc. Auch das klassische „Wie geht es jetzt wohl weiter? Was passiert der Figur / den Figuren?“ ist mit gemeint. Wichtig ist, dass grundsätzlich eine Offenheit für jeden plausiblen Vorschlag herrscht, was ich mir als Lehrkraft immer wieder sagen muss, den Kindern aber meist leicht fällt.
Spannend sind die immer häufiger zu findenden textlosen Bilderbücher, die das Schreiben/Erzählen mit ihren Bildern geradezu herausfordern. Hier kann nach- oder weitererzählt werden oder bei Büchern mit Wimmelbildcharakter können bestimmte Figuren gewählt und deren Geschichte erzählt werden.
Eine sehr gute Möglichkeit, an diese Erzähl- oder Schreibprozesse anzuschließen sind Schreibkonferenzen, Autorenrunden bzw. allgemein gesprochen Feedback. Die Arbeit mit Audioaufnahmen bietet beim Erzählen die große Chance, dass alle Erzählungen gewürdigt und angehört werden können und dass die Kinder üben können, bis ihre Erzählung ihnen gefällt.
Häufig stelle ich hier im Blog Bilderbücher vor, die ich rezensieren darf. In Unterrichtsbesuchen sehe ich immer wieder tolle Bilderbücher. Auf dem Weg vom ZfsL zum Parkplatz komme ich am Kinderbuchfenster meiner Lieblingsbuchhandlung vorbei. All dies führt dazu, dass sich der Bereich mit Bilderbüchern in meinem Regal irgendwie immer weiter ausdehnt.
Zum Glück habe ich für den Kauf neuer Bücher zwei gute Ausreden: meine Jungs bekommen jedes neue Buch vorgelesen und danach gibt es ja immer schöne Möglichkeiten, die Geschichten im Unterricht einzusetzen.
Kinder hören gern Geschichten und die Bilder unterstützen sowohl das Verständnis des Inhalts als auch die Motivation, selbst zum Buch zu greifen. In Bilderbüchern finden die Kinder Figuren, mit denen sie sich identifizieren können, von denen sie Problemlösekompetenz lernen können, sich verstanden fühlen. Sie lernen vielfältige Bilderwelten kennen, da Illustrator*innen unterschiedliche Stile verwenden und sprachliche Vielfalt durch wechselnde Autor*innen.
Nur durch die Konfrontation mit verschiedenen Inhalten und Themen können die Kinder zu einer Urteils- und Auswahlfähigkeit gelangen, die wir ihnen wünschen, um passende Lektüre für sich auszuwählen. Nicht zu vergessen ist der Fakt, dass Kinder in Bilderbüchern auf Lebensbilder, Haltungen, Familienmodelle etc. treffen, die sie von zuhause her nicht kennen bzw. die ihnen zuhause bewusst vorenthalten werden.
Außerdem macht das Zuhören auch einfach mal Spaß, was nicht zu vernachlässigen ist vor lauter didaktischen Überlegungen! Wertvoll sind deshalb Rituale wie das Vorlesen zum Wochenabschluss oder in einer anderen festgelegten Stunde. Es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen: Kinder und Lehrkraft profitieren auf der Beziehungsebene davon und haben einen festen Moment, auf den sich alle jede Woche freuen können. Bestenfalls bringen vielleicht irgendwann dann auch die Kinder eigene (Bilder-)Bücher mit?
Eine Vorlesezeit lebt immer von der Vorleserin bzw. vom Vorleser. Manchen scheint es in die Wiege gelegt worden zu sein, dass man ihnen gern zuhört. Aber auch „Nichttalente“ können das Vorlesen trainieren. Zuhause immer wieder üben, sich Vorlesezeichen ins Buch schreiben und mit Stimme und Betonung arbeiten. Viele gute Tipps hat das KuMi Baden-Württemberg hier zusammengestellt.
Wer weitere schöne Vorlese-Bilderbücher kennt, darf gern einen Kommentar dalassen!
Herzliche Grüße Katha
P.S.: Wenn es um Bücher geht, darf natürlich ein Link zur Stiftung Lesen nicht fehlen! Hier fassen die Profis nochmal 10 Gründe fürs Vorlesen zusammen.
Heute sammle ich hier ein paar Gedanken, die sich in den letzten Wochen in verschiedenen Unterrichtsbesuchen bei meinen LAA angesammelt haben: es geht um die Kompetenz, sich selbst einzuschätzen.
Auf der geheimen und doch jedem bekannten Liste guter Zutaten für einen Unterrichtsbesuch steht unter anderem, dass (dreifach) differenzierte Arbeitsblätter wichtig sind und die Kinder den Schwierigkeitsgrad selbst wählen sollen. „Oh je!“, denke ich da oft, denn vielfach handelt es sich hier um eine rein quantitative Differenzierung und nur selten finde ich Material, das wirklich qualitativ unterschiedliche Zugänge ermöglicht. Wenn ich schon keine in sich diffrenzierte Aufgabe finde, an der alle Kinder auf ihrem Leistungsniveau arbeiten können, dann sollten differenzierte Materialien sich eben wirklich an den Bedarfen der Kinder orientieren und nicht nur am Umfang.
Hinzu kommt, dass (angehende) Lehrkräfte doch oft erstaunt sind, dass die Schüler*innen sich zu leichte oder zu schwierige Aufgaben aussuchen. Schnell landen wir bei der Suche nach Ursachen dafür bei der Vermutung, dass fittere Kinder es sich leicht machen wollen oder schwächere Lerner*innen nicht schlechter dastehen wollen als ihre Mitschüler*innen. Das hat sicher einen wahren Kern, kratzt aber eher an der Oberfläche. Häufig stellt sich heraus, dass die Kinder einfach extrem wenig Erfahrung damit haben, sich selbst einzuschätzen oder solche Erfahrungen nur aus anderen Fächern mitbringen. Ein Beispiel: Lesespuren werden häufig differenziert angeboten. Die SuS wählen die Variante mit einem, zwei oder drei Sternen oder sonstigen Symbolen aus und bearbeiten diese. Gern wird am Ende darüber gesprochen, ob man die richtige Spur gewählt hat und woran man das merken kann. Der entscheidende Schritt aber fehlt: diese reflektierte Auswahl auf eine neue Lesespur übertragen, sich noch einmal ausprobieren, wieder überprüfen, ob die gewählte Stufe zu mir als Lernendem passt.
Immer wieder müssen die Kinder in Situationen kommen, in denen sie ihre eigene Leistungsfähigkeit einschätzen müssen. Wichtig ist es hierbei auch, an ähnlichen Inhalten wie z.B. Lesetexten wiederholt eine Einschätzung zu üben. Von grundlegender Bedeutung – und hier schließt sich der Kreis – ist dabei die Auswahl der Aufgaben, die eben nicht nur rein quantitativ erfolgen darf (hier musst du mehr machen als dort / ein Stern ist leichter als zwei Sterne), sondern dass die Texte z.B. in der Länge, der Komplexität, der Wortwahl, der Syntax schwieriger werden. Selten darf ich erleben, dass LAA so weit gedacht haben und die Differenzierungsstufen deutlich hervortreten. Dafür gibt es dann immer besonderes Lob. Häufiger sehe ich aber Wort – Wortgruppe – Satz als Abstufung, also vorrangig an der Textmenge differenziert.*
Zuletzt haben eine LAA, ihre Mentorin und ich im Gespräch eine Variante der Reflexion erarbeitet, die sicher nicht die Neuerfindung des Rades ist, uns aber allen als sinnvoll und auch anwendbar erschien: vor der Arbeitsphase klammern die Kind eine Wäscheklammer mit ihrem Namen an ein Schild oder einen Zettel mit dem gewählten Schwierigkeitsgrad. Nach der Arbeitsphase kann dann wie gehabt reflektiert werden, ob die Wahl günstig war oder ob beim nächsten Mal eine andere Stufe gewählt werden sollte. In diesem Fall klemmt das Kind seine Klammer zum jeweiligen Symbol um. Somit kann das Kind dann in der möglichst bald folgenden nächsten ähnlichen Aufgabe direkt auf den gewählten und reflektierten Schwierigkeitsgrad wählen. Eine sonst häufig zu beobachtende Einflussnahme der Lehrkraft entfällt, weil das Kind selbst die Entscheidung getroffen hat, z.B. beim nächsten Mal etwas Schwierigeres zu versuchen.
So könnte es dann aussehen. Die Dokumentation der Reflexion ist gleichzeitig die Ausgangslage für die Folgestunde.
Jetzt noch eine Einschränkung: hier ging es heute speziell darum, die Selbsteinschätzung bei der Auswahl von geeigneten Aufgaben zu stärken. Das ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus diesem sehr umfassenden Thema, das eben auch Einschätzungen des Lernfortschritts, von Erfolgen oder Schwierigkeiten beinhaltet. Da dieses Thema aber gerade viele Gespräche für mich prägt, wollte ich diesen Ausschnitt trotzdem mit euch teilen. Vor allem aber sollen diese Ausführungen nicht den Eindruck erwecken, ich erwarte dreifach oder noch stärker differenzierte Aufgaben von meinen LAA. Nein! Bestenfalls muss gar nicht durch Material oder AB differenziert werden, sondern die Aufgabe erfüllt die Kriterien einer „Guten Lernaufgabe“**. Aber da, wo differenziert wird und da, wo Kinder zwischen verschiedenen Aufgabenstufen wählen dürfen/müssen – da wünsche ich mir offene Augen, die Möglichkeit, sich auszuprobieren, seine Entscheidung/Einschätzung zu überprüfen und revidieren zu können.
Sehr gern nehme ich wie immer auch eure Ideen zu diesem Thema als Kommentar in Empfang!
Sonnige Grüße von der Terrasse! Katha
* Mögliche Varianten im Beispielbereich Lesen können sein: der Umfang/die Textmenge, geübte/ungeübte Buchstaben, lautgetreue Wörter/Wörter mit schwierigeren Buchstaben, einfache Hauptsätze/Nebensätze/verschachtelte Sätze, Aussagesätze/Sätze mit Rätselcharakter, Aussagen/Beschreibungen etc.
** Gute Lernaufgaben hier beispielhaft für Mathematik definiert von Pikas.
Letzte Woche habe ich gleich an zwei erfreulichen Veranstaltungen teilgenommen: zuerst am regionalen Digitalstammtisch mit ein paar digitalaffinen Menschen hier aus der Gegend, die alle aus Schule kommen, größtenteils aber wie ich nicht nur dort aktiv sind. Danach stand das zweite Fortbildungsfestival von Cornelsen an, bei dem ich wieder aktiv dabei sein durfte, verbunden mit einem vorabendlichen Treffen der Referent*innen und Beteiligten des Verlags. Als „Dortmunder Mädel“ war es für mich natürlich besonders erfreulich, dass die Veranstaltung im VIP-Bereich des Signal-Iduna-Parks stattfand – somit gab es zum ersten und vermutlich letzten Mal einen Vortrag von mir im Trikot…
Ein ungewohnter Anblick auf den Anzeigetafeln am Stadion: Cornelsens Fortbildungsfestival
Bevor ich aber vom Thema abkomme, schnell zurück zur Vernetzung: Durch die beiden Treffen in den letzten Tagen ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie wichtig es für Menschen in Schule ist, sich miteinander auszutauschen und gegenseitig zu inspirieren. Seit meinem Start am ZfsL hat sich mir in dieser Hinsicht ein neuer Horizont eröffnet: weit über das eigene überschaubare Kollegium meiner Stammschule hinaus bin ich inzwischen mit Lehrkräften, Seminarausbilder*innen und anderen Menschen aus dem Bereich Bildung im Austausch.
Ja, ich habe auch vor meiner Arbeit als Fachleiterin schon „viel gemacht“ – Referentin, Autorin, Fortbildnerin, Bloggerin – und wurde/werde häufig gefragt, wie ich das alles schaffe. „Das macht mir Spaß, es liegt mir.“ ist dann meist meine Antwort. Diese Schwerpunkte bleiben mir auch erhalten, aber sie sind häufig eher Einbahnstraßen, also von mir zu euch und nur selten zurück. Deswegen ist der Austausch mit anderen, die ähnlich ticken, für mich besonders wertvoll. Wir teilen z.B. den Bedarf an Tools oder Methoden zur Seminargestaltung, die ich mit meinem Schulkollegium eher nicht teile. Oder wir können Erfahrungen austauschen, die auch fach- und schulformübergreifend sind. Auch das ist in einem Schulkollegium kaum möglich.
Deshalb also mein Plädoyer: baut euch ein persönliches Lernnetzwerk (PLN) auf! Sucht euch Leute, die ähnlich ticken wie ihr – unabhängig von eurem und deren Arbeitsplatz. Nutzt Plattformen und vorhandene Netzwerke zum Austauschen. Mein Netzwerk ist seit gut drei Jahren Twitter mit u.a. dem #twlz. Hier habe ich Menschen „von nebenan“ ebenso kennengelernt wie aus anderen bundesländern. hier bekomme ich Anregungen, Tipps und oft Antworten auf konkrete Fragen. Hier teile ich meine Entdeckungen und Erfahrungen.
Und wenn man dann, wie letzte Woche geschehen, diese digitalen Bekanntschaften ins echte Leben überträgt und sich manches vertieft, dann ist es eben nicht „nur Twitter“.
Also: rührt euch, traut euch, schaut euch um, sprecht Leute an! Tut nicht weh, macht aber Spaß und bringt weiter. Versprochen!
Für ein Coaching von Englischlehrerinnen habe ich dieser Tage den Auftrag bekommen, etwas Digitales Distanzgeeignetes für das Themenfeld 🗺 Landeskunde zu entwickeln. Nach einigem Überlegen ist eine sightseeingtour durch London dabei herausgekommen, die die Kinder selbstständigdurchführen können, weil sie neben Textanteilen vor allem mit Tonaufnahmen und Bildern arbeitet.
Aufgesetzt habe ich das Projekt mit TaskCards, der niegelnagelneuen Padlet-Alternative aus Deutschland. Als Format habe ich dort die Weltkarte ausgewählt, auf der ich dann verschiedene Orte mit Pins markieren kann. Begleitend gibt es ein Arbeitsblatt (s. unten), das die Tour begleitet und auch die Startanweisungen beinhaltet: In die Felder links kommen dann Ausschneidebilder* von den Sehenswürdigkeiten und rechts werden die Namen ergänzt. Dazu müssen natürlich vorab wie üblich die sights erarbeitet und halbwegs gesichert werden.
Wenn die Kinder den QR-Code scannen**, gelangen sie zu der Pinwand, zoomen den Bereich mit den Pins (also London) näher heran und tippen auf den roten Pin. Erst habe ich mich kurz geärgert, dass die Pinwand immer so startet, denke aber inzwischen, dass die Kinder so die Lage von London nochmal etwas bewusster wahrnehmen:
So sieht die Startseite der Karte bei TasCards aus.
Herangezoomt sieht man die Besuchspunkte besser.
Jeder Pin beinhaltet etwas geschriebenen Text, ein Bild der aktuellen Sehenswürdgkeit und ein Audio, das ich eingesprochen habe. Ich beschreibe kurz die Sehenswürdigkeit und nenne den nächsten Ort auf der Tour. Den müssen die Kinder dann finden. Am blauen Pin endet die Tour. Hier mal ein Beispiel:
Abschließend noch zwei technische Beobachtungen zu TaskCards im Vergleich zu Padlet, das ja viele von euch nutzen: Vorteil TaskCards gegenüber Padlet: Ich kann jedem Pin sowohl ein Bild als auch eine Tonspur hinzufügen; bei Padlet ginge nur eins von beidem. Nachteil TaskCards: Ich muss die Pins händisch setzen, da es die Orts-Suchfunktion von GoogleMaps hier bei OpenStreetMaps nicht gibt. Mit einer Vergleichskarte neben dem Bildschirm geht das aber selbst hierbei ganz gut. Vorteil TaskCards: deutsche Server, deutsche Entwickler, Datenschutz vom Feinsten! 🤩
Ich freue mich wie immer über eure Rückmeldung und vielleicht habt ihr ja eigene Ideen in dieser Richtung – dann immer her damit!
Love, Katha
* Die Bilder für dieses Projekt stammen alle von der Bildersuchseite Pixabay, auf der ich freie Bilder finden kann. ** Wer keine Tablets hat, kann den Link der Pinwand auch einfach auf einem PC oder Notebook öffnen lassen. Der Link kann dazu über ein schulisches Netzwerk zur Verfügung gestellt werden oder mit einem Linkverkürzer zum Abtippen aufbereitet werden.
Zum Einlesen der Audios habe ich diese Texte verfasst:
Hier kommt nun der letzte Teil der Englischeinheit zum Thema „superheroes“ 🌟 in der vierten Klasse: die Videoaufnahmen!
Zwei Stunden hatte ich mir ursprünglich vorgenommen für die Aufnahmen der Videos. In beiden bin ich mit einer doppelt besetzten Kollegin gesegnet und fand das durchaus realistisch. Am Ende hat dieser Zeitrahmen nicht gereicht, auch weil am zweiten Tag der geblockte Raum besetzt war und wir viel Zeit mit Raumsuche und Störungen in „meinem“ Aufnahmeraum verbraucht haben (andauernd platzte jemand rein und wir mussten mehrmals von vorn beginnen). So habe ich mir dann die fehlenden Kinder in einer Freistunde aus dem Unterricht geholt und durfte mich aus einer Doppelbesetzung herausziehen, so dass ich diese Stunde auch nutzen konnte. In der Regel habe ich zwei SuS mitgenommen, so dass ich nur einmal erklären musste.
Nun aber zum Aufbau für die Aufnahmen: zum ersten Mal kamen unsere nagelneuen Stative von Belkin zum Einsatz, auf die man das Tablet einfach legen kann. Die Video-Funktion in der Tablet-Kamera einstellen, mit der Höhenverstellung den Bildausschnitt festlegen – mehr Technik braucht es nicht. Da das geplante Gestalten eines Hintergrunds in Kunst nicht mehr geklappt hatte, konnten die Kinder entweder ihre Held*innen „pur“ aufnehmen oder ausschneiden und auf einen von mir zur Verfügung gestellten Hintergrund legen. Dazu habe ich vier Bilder von Pixabay ausgedruckt.
Unser Aufnahmesetting: Text, Bild, Stativ und Tablet (hier noch vor dem Einstellen des Bildausschnitts!)
Jedes Kind las nun einmal seinen Text vor und übte dabei auch das Zeigen aufs Bild. Wer zufrieden war, durfte aufzeichnen, wobei ich die Kamera bedient habe. Danach hat sich jede*r sein/ihr Video angesehen, sich bei IServ angemeldet und das Video ins private Verzeichnis hochgeladen. Diese Bedingungen hatten die Eltern am Anfang unterschrieben. Nur ein Kind durfte kein Video mit Stimme aufnehmen. Dieses habe ich dann eben nur vorlesen lassen und mir Notizen gemacht. Schade irgendwie, aber der Elternwille geht halt vor.
Manche Kinder hatten ihren Held*innen selbst einen Hintergrund verpasst.
Einige Kinder hatten mich vor den Aufnahmen gefragt, ob wir die Filme auch bei Youtube oder so veröffentlichen könnten. Da unsere Homepage eine Kategorie „Aus dem Schulleben“ hat, war ich durchaus erfreut und habe eine weitere Elternabfrage vorbereitet mit der Genehmigung zur Veröffentlichung auf der Homepage. Nun kann ich aus den Ergebnissen von mehr als 50% der Kinder ein Gemeinschaftsprodukt schneiden, das dann auf der Homepage veröffentlicht wird. (Noch fehlen mir zwei vor den Ferien kranke Kinder).
Falls du dich gerade fragst, was der Rest der Klasse während der Aufnahmen gemacht hat: da die Kinder allein im Klassenraum bleiben und einigermaßen leise bleiben sollten, habe ich zum Einen Superhelden-Ausmalbilder zur Verfügung gestellt (die ja immer wieder sehr beliebt sind) und zum Anderen einige Übungen mit Learningapps erstellt, an denen die Kinder arbeiten konnten. Es gab alles von leichten Wort-Bild-Zuordnungen bis zu schwierigen Lückentexten. Da ich die gekauften Bilder (s. Bildkarten) verwendet habe, kann ich die Übungen leider nicht veröffentlichen.
Fazit: Die superheroes-Einheit war mal was Anderes! Ich habe viel mehr deutsch gesprochen als sonst in meinem Englischunterricht, weil es doch recht viel Organisatorisches gab. Die Kinder wiederum haben so viel englisch geschrieben und vorgelesen wie noch nie, weil sie eben sehr motiviert waren. Wir haben neuen Wortschatz gelernt, alten Wortschatz wieder ausgegraben, das Formulieren von Sätzen auf ein selbstständigeres Niveau gehoben und wirklich grandiose Vorleseergebnisse erzielt. Auch meine leiseren Schüler*innen und die Förderkinder haben durch die Übungszeiten eine wirklich gute Aussprache ihrer Texte erreicht. Ich hoffe, dass ich diese Einheit in der nächsten 4 wieder durchführen kann!
Supergrüße von Katha
Zum Abschluss nochmal die Links zu den ersten drei Teilen der Einheit im Blog:
Weiter geht es mit der Englischeinheit zum Thema „superheroes“ 🌟 in der vierten Klasse. Die Kinder üben gerade, ihre Texte gut vorzulesen.
So sah das dann aus.
Wie schon zuvor erwähnt, hatte ich die Textanfänge ja abgetippt und in IServ gespeichert. Die Kinder haben sie dort dann fertig geschrieben und ausgedruckt, um einen gut lesbaren Text zu haben. In einem Aufwasch haben wir das Einloggen in IServ geübt und wie man dort Dateien findet – könnte ja demnächst nochmal wichtig werden… 🙈
In den 2-3 Folgestunden ging es nun darum, das gute Vorlesen zu üben, denn in den geplanten Videos soll man ja keine Fehler finden und alles verstehen können. Auch hier habe ich die Tipps von Franziska Teichert übernommen und sie so visualisiert:
Zuerst gab es nur die oben zu sehenden Tipps und eine erste Vorleserunde mit Feedback. Dazu gab es einen Feedbackbogen auf A5, den die Kinder für ihren Partner / ihre Partnerin ausfüllten und so rückmeldeten, welche der 4 Tipps schon gut umgesetzt wurde. Erstaunlich war, dass ausgerechnet das vermeintlich einfache „Show what you mean“ fast überall vergessen worden war. In der Folgestunde gab ich dann noch die intonation symbols dazu und die Kinder markierten sich Pausen und Betonungen in ihren Texten. Beim nächsten Mal würde ich mich auch auf eben diese beiden beschränken – der Rest war dann doch zu komplex.
Den Rest dieser Stunde und die folgende ging es dann ums Üben: mit verschiedenen Partner*innen gaben und bekamen die Kinder Feedback zu ihrem Lesevortrag.
Meine wiederholte Abfrage dazu, wie gut sie vorlesen konnten, wurde immer positiver beantwortet (wobei die Startabfrage insgesamt schon sehrpositiv war. Genutzt habe ich hierfür classroomscreen.com – also ein Visualisierungstool, das auch schnelle Umfragen ermöglicht. Hier sehr ihr die Ergebnisse:
Nun fehlen „nur noch“ die Videoaufnahmen. Ich bete, dass meine Doppelbesetzung nächste Woche stattfinden kann und wir es wirklich schaffen, alle Texte einzusprechen und aufzunehmen in den bleibenden zwei Englischstunden!!!
Weiter geht es mit der Englischeinheit zum Thema „superheroes“ 🌟 in der vierten Klasse. Nachdem die Kinder aufgeschrieben haben, welche superhero powers ihre Heldinnen und Helden haben und außerdem, wem sie gern helfen möchten, haben wir uns mit dem zweiten großen Block superhero clothes beschäftigt.
Das Wortfeld clothes an sich ist eine Wiederholung, aber die besonderen Kleidungsstücke der superheroes kannten die Kinder noch nicht. Also begannen wir mit einer klassischen Wortschatzeinführung mit Bildkarten, Wortkarten und einer Tafel. Mein Assistent Superbuddy durfte dann mal wieder ran und hat mit Hilfe der Kinder und den vorgegebenen Satzanfängen „I have…“ und „I wear…“ seine Kleidung beschrieben. Wie zu erwarten war kamen dabei sehr einfache Sätze wie „I have a cape.“ zustande, aber auch anspruchsvollere wie „I have a red cape.“ oder „I have a red cape and a bodysuit.„.
Die Pinwand füllte sich weiter.
Nun folgten anderthalb Unterrichtsstunden, in denen die Kinder einerseits ihren Text schrieben und andererseits ihre Helden / ihren Helden zeichneten. Der Text kam auf ein weiteres A5-Blatt, das die Kinder mit einem grünen Punkt versahen, damit wir später die Reihenfolge wie bei den Plakaten an der Pinwand wissen. Für die Bilder stellte ich blanke A4-Papier zur Verfügung. Schreibhilfen gab es, wie schon zuvor, an der Pinwand bzw. Tafel. Wer andere Begriffe brauchte, konnte diese im treasure book nachschlagen, in dem im zweiten Schuljahr die Bild- und Wortkarten zum Thema clothes eingeklebt worden waren. Auch für die Schreibweise der Farben sollten die Kinder ihr persönliches Nachschlagewerk nutzen. Ich freue mich immer sehr, wenn es so zielführend zum Einsatz kommt.
Damit die Kinder einen gut lesbaren Text haben, in dem sie auch noch Vorlesezeichen markieren können, wollte ich mit einem ausgedruckten Text arbeiten. Dazu hatte ich vorab die ersten beiden Seiten abgetippt (name, powers) und über unseren Schulserver IServ im Klassenverzeichnis zur Verfügung gestellt. Ich habe dabei bewusst eine recht große Schriftgröße und einen erhöhten Zeilenabstand genutzt, damit die Kinder hier keine Einstellungen mehr vornehmen mussten. In einer Stunde ging es dann in den Computerraum, wo die Kinder ihren Text öffneten, den Rest dazu tippten und zuletzt ausdruckten. Obwohl dieser Jahrgang unseren obligatorischen Textkurs in der 3 kaum genießen durften, klappte das prima!
Im nächsten Eintrag geht es dann weiter mit dem dritten großen Block „superhero presentations„. Wir üben dann das gute Vorlesen für unsere Videos. Kriterien werden aufgestellt, Feedback gegeben…
Immer mal wieder versuche ich ja, euch vom #TwitterLehrerzimmer zu überzeugen. Heute Versuch 124 oder so. Auf Twitter kann nämlich Tolles passieren: jemand hat die Idee, aus einem Adventskalenderbuch mit 24 Kapiteln digital verfügbar einen anzuhörenden Adventskalender für seine Klasse zu machen. Andere Menschen steuern ihre Ideen bei und es entsteht der Plan, dass nun deutschlandweit 24 Personen die 24 Kapitel einlesen und jede*r davon dann den gesamten Kalender nutzen darf.
Schwupps wird eine ppt vorbereitet und in einem Cloudordner für alle zugänglich gemacht. Schwupps lesen die ersten ihre Kapitel ein, andere bestellen erstmal das Buch*, erste Folien sind schon gestaltet. Wenn jemand nicht so gestalterisch begabt ist oder keine Zeit für die Folie hat, springen andere ein. Innerhalb von weniger als zwei Wochen ist das Ganze Ding fertig.
Wieder kommen verschiedenste Ideen zusammen, wie denn nun das Teilen technisch umgesetzt wird. Vor allem durch verschiedene oder fehlende Plattformen gibt es hier Manches zu beachten – aber es klärt sich.
Ich darf nun also Teil dieses Projekts sein und habe Tag 20 in die Sprachaufnahme-App meines Tablets eingelesen. Außerdem hat jede*r die ppt-Folie zu seinem Tag gestaltet (in diesem Buch geht es um Weihnachten in verschiedenen Ländern, so dass jedes Bild ein Land zeigt). Für Italien habe ich Canva genutzt und mein Bild so gestaltet:
Aus rechtlichen Gründen kann ich natürlich nicht den gesamten Kalender mit euch teilen, aber ich möchte euch anregen: so ein Projekt kann man auch mit einem Kollegium umsetzen und füreinander, die eigene Klasse oder die Schulgemeinschaft nutzen! Tut euch zusammen, probiert euch aus, teilt dieses Erlebnis miteinander!
Viel Spaß beim Ausprobieren und (mit oder ohne Adventskalender) einen guten Start in die Adventszeit!
Eure Katha
* Wir haben „Unglaubliche Weihnachten“ von Renus Berbig gelesen, dtv Verlag. Die Bestellzahlen dürften ziemlich hoch gegangen sein… 🙂 Grundsätzlich ist das aber einfach auch ein tolles Buch zum Vorlesen im privaten oder schulischen Bereich!