Erzählgrundlage nach den Ferien

Ich hasse es, wenn das Erzählen von den Weihnachtsferien zum Aufzählen der High-Tech-Geschenke verkommt – und das wird es immer…

Damit es bei mir Donnerstag etwas gesitteter und strukturierter läuft, habe ich mir dieses Schreib-Mal-Schneide-Klebe-AB gebastelt: Winterferien 2015 – Schreib- und Sprechanlass

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Dieses ist das Blatt zum Aufkleben; auf der zweiten Seite befinden sich fünf Dreiecke mit Schlagworten (bester Besuch, bestes Geschenk, erster Schnee, Sylvester), zu denen geschrieben und gemalt wird und die dann in den Stern geklebt werden. Auf Wunsch per Mail die ppt-Datei zum Anpassen der Stichworte.

Hoffentlich wird es so eine nette Erzählrunde statt nem Rundgang durch den Mediamarkt inkl. Vergleich der elterlichen Kaufkraft.

Ka

** 21:17 Fehler in der Datei verbessert! Silvester, nicht Sylvester! Danke für die offenen Augen, Judith! **

Leise rieselt die Empfehlung …

… so ohrwurmt es mir schon den ganzen Vormittag durch den Kopf. Früher sangen wir doch zum Halbjahr auch gerne den Klassiker „Leise rieselt die Vier / Auf das Zeugnispapier / Fünfen und Sechsen dazu / Freue dich, sitzen bleibst du.“


Auf meinem Bildschirm rieseln die mühsam erdachten und aneinander gereihten Wörter auf das weiße „Papier“ von Word, draußen rieseln sogar wirklich seit ich hier sitze die Schneeflocken auf Bäume, Dächer und Autos. Nur der Boden, der verweigert sich noch. Der erwartet vielleicht noch von Seehofer die Order für eine Schneeflockenobergrenze und nimmt bis dahin lieber gar nix auf…

Vieren und Fünfen rieselt es zum Glück heute nur wenige. Sechsen kann ich mir genüsslich verkneifen – etwas Leistung(sbereitschaft) ist ja bei allen zu erkennen. Aber als ich eben für die Sachunterrichtsnoten noch schnell die Deutschland-Mappen durchgeschaut habe, wurde mir aber schon etwas bang. Wie oberflächlich Viele die Fragen und Aufgaben gelesen und total falsch oder unvollständig bearbeitet haben! Und wie sie die Bundesländer schreiben! Erschreckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ab dem Sommer ja das friedliche „komm, ich helf dir mal“ der Grundschule vorbei ist und sie dann echt allein ran müssen…

Nun ja, nach gut einem Viertel der Texte mach ich jetzt ne halbe Stunde Tee- und Blog-Pause und geh dann wieder zur wunderbaren Herausforderung des Verfassens von Schulformempfehlungsschreiben zurück.

Leise rieselt der Schnee / Still und starr ruht der PC / Bald ist die Pause vorbei / Fertig die Arbeit bald sei!

Ka

Lange und kurze Vokale unterscheiden

Ganz „off topic“ fiel mir heute früh dieses Übungsmaterial ein, das ich zuletzt in der Rechtschreibtrainingsgruppe eingesetzt habe (Klasse 3):

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Fertig gebastelt halten die Kinder Karten in A5 in der Hand mit Wörtern, in denen ein Vokal gekennzeichnet ist. Sie müssen nun (je nach Arbeitsauftrag auf der Karte) alle Wörter mit langem (oder eben kurzem) Vokal einkreisen. Das ganze Thema ist ja hilfreich, wenn es um doppelte Konsonanten oder überhaupt Konsonanten nach Vokalen geht.

So geht es: Die Datei Erkenne lange und kurze Selbstlaute öffnen, ausdrucken. Dabei am besten nicht weißes oder hellgelbes Papier nehmen, da die Lösung durchscheint. Bei mir ging hellgrün gut. Einfach mal probieren. Dann werden die Blätter halbiert und jeweils die passende Lösung hinter die Aufgabe gelegt (Also die obere Lösung vom zweiten Blatt gehört zur oberen Aufgabe vom ersten Blatt – ist ja nummeriert!). Wichtig ist, dass die Ränder der Tabellen übereinander liegen, also die Lösung auch korrekt liegt. Die Ränder dann noch ggf. kürzen oder anpassen. Dann laminieren und fertig. Die Kinder arbeiten mit Folienstift darauf und kontrollieren sich selbst, indem sie die Karte gegen dasFenster halten und die Lösung durchscheint.

Wer selbst noch mehr Karten erstellen möchte, kann gern die Word-Datei per Mail von mir bekommen.

Das ist übrigens ein cooles Übungsformat für alle Themen, bei denen es um ja-nein-Entscheidungen geht. Ich habe zum Beispiel in Englisch beim Thema food auch solche Karten, bei denen nur Essen und Getränke eingekreist werden dürfen. Denkbar ist eine Menge!

Viel Spaß am Laminiergerät wünscht

Ka

Weihnachtskarte #Paint #PC

Wer gerne mal Kunstunterricht und Medienbildung verknüpfen möchte, kann dazu das Programm Paint nutzen, das auf allen Windows-Rechnern automatisch installiert ist.

Nach einem Kennenlernen der wichtigsten Werkzeuge wie Pinsel, Formen, Farbfüller und vor allem dem Bewusstsein, dass man immer (nur) die letzten drei Klicks rückgängig machen kann, können die Kinder damit nette (und ich meine das ausdrücklich nicht ironisch!) Bilder gestalten, die zum Beispiel auch als Weihnachtskarte gestaltet werden können.

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Hier seht ihr den Zwischenstand eines Gemeinschaftswerkes von Viertklässlern, die bereits Paint-Erfahrung haben. [Weils so flott gehen musste mit dem Foto ist die Perspektive des Beamerbildes so blöd… Wir haben gemeinsam am Medienwagen mit Beamer im Klassenraum gearbeitet.] Die Werkzeuge Dreieck, Kreis, Rechteck, Pinsel und Farbfüller sind hier bislang genutzt worden. Gerade die Winter- und Weihnachtszeit bietet sich für diese Formen wirklich an, da Symbole wie Geschenke, Tannenbäume, Schneemänner, Schneeflocken u.a. recht gut ohne aufwändige Freihandzeichnungen hergestellt werden können. Schnee und Sterne kann man zum Beispiel entweder mit dünnem Pinsel „tupfen“ oder durch kurze wackelfreie Klicks mit dem Airbrush. Über die Textfunktion kann man auch noch einen kleinen Weihnachtsgruß mit einfügen, wenn man fertig ist.

Bei Verfügbarkeit eines Farbdruckers könnte man dann über einen A6-formatigen Ausdruck für jedes Kind nachdenken. Dazu einfach im Bilderordner die gewünschten Bilder auswählen, im Drucken-Menü die Auswahl „vier auf eine Seite“ wählen und drucken. Dann noch auf Pappe kleben oder auf eine Faltkarte und schon siehts hübsch aus.

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Zum Kartenbasteln bin ich in der Schule kaum noch gekommen, bevor diese Woche meine letzten Kunststunden anbrachen. Wichtiger war mir dann aber trotzdem das beenden der letzten Aufgaben, so dass die Karten ratz-fatz gehen mussetn. Deshalb diese sehr flotte und schnell vorzubereitende Kartenvariante im Schnelldurchlauf…

Material: Tonkarton in Wunschfarbe auf A5 geschniten, grünes Papier auf A6 geschnitten, weißes oder farbiges Papier mit Weihnachtswünschen in ansprechenden Schriftarten

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Vorgehensweise: Zuerst wird die Karte mittig gefaltet und gefalzt. Aus dem grünen Rechteck wird ein Dreieck freihändig geschnitten. Ein Hilfsknick mittig der kurzen Seite hilft, dies einigermaßen gleichmäßig hinzubekommen. Das Dreieck wird dann frei Schnauze mit geraden, geschwungenen oder gezackten Linien durchschnitten, am besten mindestens viermal. Die Einzelteile werden mit kleinen gleichmäßigen Abständen aufgeklebt – unten beginnen! Achtung: Manche Kinder neigen zum Verdrehen der Teile und schmieren den Kleber dann auf die falche Seite. Ergibt dann sehr lustige Bäume – eher so die nach-Kyrill-Optik. Zuletzt wird einer der Weihnachtswünsche ausgerissen (!) und auf die Karte geklebt. Fertich!

Wenn’s mal schnell gehen muss, eine hübsche kleine (fast!) kopierfreie Alternative.

Begrüßungsritual reloaded

Dank Birgit und Dani kamen zu „meinem“ Begrüßungsritual schon oberösterreichisch und persisch dazu. Da die Kids auch fleißig die Ohren offen halten und unsere Schulsozialarbeiterin ebenfalls mehrsprachig aufwuchs, habe ich auch noch kroatisch, schwedisch, koreanisch und polnisch ergänzt: Begrüßungen

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Wie schon im Ursprungsartikel – keine Gewähr für Schreibungen und / oder Dialekte! 🙂

Advents-ABC – eine besinnliche Schreibübung

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In meiner letzten dritten Klasse habe ich dieses AB(C) gelesen (Advents-ABC kurz) und zum Arbeitsauftrag gemacht: Jedes Kind durfte zu so vielen Buchstaben eigene Sätze schreiben, wie es wollte. Alle kleinen Zettel der Kids habe ich dann gesammelt, abgetippt und zusammengefügt. Daraus wurde dann ein gemeinsames Advents-ABC-Büchlein (A5, quer, Farbdruck, gebunden), das noch längere Zeit im Klassenraum zur Verfügung stand und gern zur Hand genommen wurde. Hier mal ein Ausschnitt:

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Portraitwerkstatt Teil 2 und 3

So, endlich konnte ich in der Vierten mal wieder Kunst erteilen und die Arbeit an der Portraitwerkstatt fortsetzen. Hier der aktuelle Stand:

  • Nach dem „blind“ gezeichneten Portrait in PA haben die Kinder auf A4 mit Buntstiften ein klassisches realistisches Selbstportrait gezeichnet. Als Hilfestellung gab es kleine Spiegel zum sich-Betrachten.
  • Dann ging es an die Kamera: In Dreiergruppen zogen die Kinder los mit der Aufgabe, gegenseitig ein Bild in der Halbtotalen aufzunehmen – also den ganzen Körper mit wenig Platz drüber und drunter. Sie durften sich dazu im Schulgebäude oder auf dem Schulhof jeder ihren liebsten Platz aussuchen. Bis auf zwei haben das mit der Perspektive auch alle gut hinbekommen. Die Bilder habe ich dann während des Selbstportrait-Zeichnens auf den PC gezogen und jeweils zweimal nebeneinander auf ein A4-Blatt ausgedruckt. [Einfach alle Bilder kopieren und in den selben Ordner einfügen. Beim Drucken dann die Option „zwei auf eine Seite“ auswählen und dann erhält man ohne Schnibbeln und Kleben dieses Ergebnis. Geht natürlich am besten am Laserdrucker oder Kopierer, da beim Tintendrucker die Farben nicht „sicher“ sind.] Den linken Ausdruck sollten die Kinder dann unberührt lassen; am rechten durften sie sich „austoben“: mit Bunt- und Filzstiften durften/sollten sie sich verändern, verkleiden, umgestalten… Hier mal ein sehr ruhiges Bsp. für den ersten Eindruck; ich reiche mal noch andere nach. Cappys, Tattoos, Hintergründe und Frisuren wurden schon gesichtet.

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  • Diese Woche ging es endlich in die zweite Fotorunde. Diesmal habe ich von allen Kindern vor ruhigem Hintergrund (weiße Wand) eine Nahaufnahme gemacht, also nur Kopf und etwas Schulter. Die habe ich dann auf A3 ausgedruckt, was fast Lebensgröße entspricht. Die Kinder schneiden dann ihren Kopf aus und kleben ihn auf graues Tonpapier (halber Bogen). Vorab wurde jeweils ein Bogen Zeitungspapier (mgl. sw und viel Text) mit einem Farbton grundiert und trocknen gelassen. Der wird nun zerschnitten, wie es beliebt und damit der eigene Kopf verwandelt. Hier ist es schwierig mit Beispielen, finde ich immer. Gibt man eins vor, arbeiten viele genau das nach. Gibt man keins und nur vage Erklarungen, kommen seltsame Ergebnisse dabei raus. Ich habs diesmal ohne Beispiel gewagt und warte nun mal ab. Fotos folgen dann demnächst.

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Soweit zur Zeit. Nach nächstem Dienstag bin ich vielleicht schlauer…

Ka

Seid ihr auch so? So verrückt?

Heute musste (!) ich nach 10 abwesenden Unterrichtstagen in die Schule. Am letzten Sonntag war ich zuletzt dort, um Material abzuholen, Elternzettel zu checken und Kram hinzubringen. Heute dann das „große Reinemachen“.

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Ich bedanke mich hochachtungsvoll bei allen Kollegen, die in der vergangenen Woche wie immer wie selbstverständlich meine Stunden übernommen und so viel wie möglich von meinen Vorschlägen umgesetzt haben! Viele ordentlich abgehakte Listen und gesammelte Zettel lagen auf meinem Pult und meinem Lehrerzimmertisch, Krankmeldungen waren im Kalender eingetragen und die Klasse war erfreulich adventlich dekoriert mit Sternen, Krippenfiguren und Lichterkette. DANKE!

Trotzdem juckte es gleich wieder in den Fingern. Erstmal die Tafel putzen und den Tagesplan aufhängen, Lappen und Lineal spülen, Magnete einpacken und das Pult wieder in seinen gewohnten Zustand versetzen. Man sieht halt doch, dass hier zuletzt mehrere Chefs zuständig waren, die alle eine andere Art von Ordnung und Organisation haben. Lustig fand ich, dass sich wohl niemand an die Tür in meinem Pult gewagt hat, hinter der sich neben vielem Kleinkram auch der Kreidenachschub verbirgt – frische Kreide fand ich im Stiftefach 😀

Nun ja, jetzt ist auf beiden Tischen wieder „Ordnung“ eingekehrt – wenn man die Kunststapel neben dem Mappenstapel neben dem Ablagefach neben dem Stiftebecher an meinem Doppelplatz so nennen kann… In der Klasse hängen die Adventskalenderpäckchen zwischen den Sternen an der Lichterkette und ein Tischlein ist mit einem Adventsteller und Sternen geschmückt. So kann zumindest eine elftägige Adventszeit am Montag beginnen. Bei 22 Kindern passt das dann ja auch eigentlich gut.

Aber mal ehrlich: Seid ihr auch so? Muss es genau so sein, wie ihr es macht? Oder seid ihr toleranter 😉 als ich Pedantin?

Ka

Adventszeit Krankenzeit Arbeitszeit

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Nachdem ich zum ersten Mal in meinem Leben mehr als eine ganze Woche krank war, geht es nun langsam merkbar bergauf und die Schule beginnt wieder, das Denken zu beherrschen.

Dank toller Kollegen bin ich einigermaßen im Bilde, was die Schätzchen zuletzt lernen durften. Und dank der LZK zu den Satzgliedern letzte Woche weiß ich auch, dass ich die bisherigen drei Heiligen (also Subjekt, Prädikat und Akkusativobjekt) noch lange nicht als gesichert betrachten darf…

Allen, denen es ähnlich geht, (Akkusativobjekt) stelle (Prädikat) ich (Subjekt) also hiermit noch ein AB zur Verfügung, um – gemeinsam oder als Einzelarbeit – die Satzglieder nochmal zu suchen. Mal nicht nur an S-P-O- Sätzen, sondern an halbwegs realistischen: Übung SubjPrädAkk Adventszeit (Um den ewigen Querelen mit den in jedem Lehrwerk unterschiedlichen Farben vorzubeugen, habe ich in dieser Variante Lücken für die Farben gelassen.)

In diesem Sinne: Allen eine weiterhin gesunde und genießbare Adventszeit und einen schönen Endspurt bis Weihnachten!

Ka