Piraten-Projekt 2. Teil

Um auch endlich mal wieder was zu schreiben, kommt heute ein kurzer Einblick in die weitere Arbeit mit den Piraten:

Zum Einen habe ich die geübten Piratenwörter und ein paar weitere in schwarz-grauer Silbentrennung auf Zettelchen gedruckt. Die haben wir nach ihrer Silbenanzahl an der Tafel in eine Tabelle sortiert und die Silbenkönige mit Textmarkern markiert.

Dann habe ich mal einen kleines Piratenzirkeltraining ausprobiert: 4×5 Minuten an verschiedenen Tischen piratig arbeiten. Das ging so: An drei Tischgruppen plus den Playmobiltisch teilte ich vier Gruppen ein. Dann ging es immer nach fünf Minuten einen Tisch weiter, bis alle Gruppen rum waren.
Tisch 1 war also Spielen am Piratentisch:

Tisch 2: Schreiben von so vielen Piratenwörtern wie möglich auf unseren kleinen Tafeln. Man sieht deutlich, wer den Wortspeicher nutzt und wer es lieber selbst probiert:

Tisch 3: Lesen der Piratengeschichten im Lesebuch:
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Tisch 4: Lese-Lege-Karten „Piraten“ zuordnen – hier konnte man sich gern mit Partnern zusammentun. Sehr spannend zu beobachten, wer wem vorlas und wer die passenden Bilder suchte!
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Im Kunstunterricht waren natürlich auch die Piraten los. Eine Doppel- und eine Einzelstunde ergaben tolle Piraten und tolle Schatzkarten. Erstere wurden „einfach“ mit Wachsmalern gezeichnet (vorher mit den Piratenwörtern wdh., was dazu gehört) und Zweitere waren zweischrittig: 1. Stunde Insel und Meer mit  Wasserfarben malen, 2. Stunde alles weitere mit Buntstiften:

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Soweit der zweite Einblick. Alle restlichen und abschließenden Arbeiten folgen in den nächsten Tagen.

Nun muss ich nach dreitägiger Abwesenheit erstmal wieder in der Schule ankommen und schauen, ob noch alle an Bord sind. 🙂

Beste Grüße,
Katha

Rezension: Hexarella und der Wundervogel

Meine zweitCovere Rezension befasst sich mit einem Kinderkrimi:

Titel: Hexarella und der Wundervogel
Autor: Klaus Schuker
Verlag: Fabulus
ISBN: 978-3-944788-44-9

Empfohlen ist das Buch für Leser ab acht Jahren. Ich selbst liege deutlich drüber und mein Möppel, der das Buch unbedingt vorgelesen haben wollte, liegt definitiv drunter mit seinen zarten fünfdreiviertel Jahren. Trotzdem hat er es über viele Abende verteilt angehört und mitgefiebert.
Die Geschichte der kleinen Hexe Hexarella, die ihre Eltern bei einem Unfall verlor und nun bei ihren grausamen Tanten leben muss, geht teilweise ganz schön an die Nieren (wenn man mal die Zielgruppe bedenkt). Auch das langsame Siechen und Sterben eines Vogelbabys finde ich schon recht harten Tobak. Die Geschichte begleitet Hexarella in ihrem Alltag und im letzten Drittel des Buches beim Lösen des großen Rätsels um die sterbenden Vögel. Sie ist im großen und Ganzen gut geschrieben  und nachvollziehbar. Es gibt aber recht regelmäßig Rückblenden, deren Beginn und Ende leider nicht immer klar erkennbar sind. Eine typografische Hervorhebung wäre hier für junge Leser sicher hilfreich gewesen.
Außerdem stolperte ich doch oft über die ungewöhnlichen Namen, von denen Doxooxo und Dixiixi noch am einfachsten waren. Die Hexenlehrerin Xebxeb ging mir kaum über die Lippen… Auch die Langwörter, die Hexarella hobbymäßig erfindet, sind mit ihren bis zu 80 Buchstaben eine echte (Vor)Leseherausforderung.
Die gezielt eingesetzten wenigen Illustrationen sind sehr liebevoll gezeichnet und wie das Coverbild sehr ansprechend.
Zum Glück gibt es sowohl privat als auch krimibezogen ein (zwar knappes) happy end, so dass das Mitleiden mit der kleinen Hexe belohnt wird.

Leseempfehlung: Ich würde dieses Buch geübten Lesern empfehlen, also eher Kindern ab 10, die Romanerfahrung haben. Zu emfindliche Seelen sollten es lieber nicht alleine lesen, da Unterdrückung, Gewalt Krankheit und Tod keine Nebenrolle spielen.

Beste Grüße,
Katha

[Grafik freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Literaturtest]

Piraten-Projekt 1. Teil

Seit letzter Woche sind meine Schnuckis im Piratenfieber. Als sie montags morgens den Klassenraum betraten, sahen sie plötzlich auf einem unserer Arbeitstische ein Meer mit Inseln und einem einsamen Piraten… [Danke an dieser Stelle an meinen Möppel, der bereitwillig seine Playmobilsammlung zur Verfügung stellte!]
DSCI0147Nach der Begrüßung und Besprechung des Tagesablaufs versammelten wir uns auf Stühlen und Tischen sitzend um diese Szene herum und mutmaßten, wieso weshalb warum dieser Pirat dort so einsam auf der Insel stand. Vielleicht wurde er zur Strafe ausgesetzt, vielleicht sollte er einen Schatz bewachen oder war nach einem Schiffbruch als einziger Überlebender angespült worden? Es blieb ein Rätsel!

Zunächst wollte ich dann das Vorwissen zum Thema aktivieren. Der Auftrag, in Gruppen alles das aufzumalen oder zu schreiben, was sie über Piraten wissen, verleitete aber eher zum szenischen Malen…

Der WP war gefüllt mit Lese-, Schreib-, Mal- und Erzählaufgaben rund um das Thema Piraten. Wie ihr auf den Fotos seht, befanden sich in manchen Fächern verschiedene differenzierte AB mit dem gleichen Schwerpunkt (Schreiben, Silben, Lesen), bei denen die Kinder wählen durften. Auch ein neues Gedicht zum Einüben gab es, das wirklich sehr eingängig bei den Kids war – fast alle haben es mir schon zu 1/3 oder 2/3 vorgetragen!

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Drumherum gab es noch eine Hörübung, bei der die Bilder an bestimmt Orte gelegt werden mussten:

Auch ein Büchertisch war natürlich im Angebot:
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Wichtig war mir in diesem „Projekt“ vor allem auch die Wortschatzarbeit. Wir haben einige passende Nomen besonders geübt und auch in einem Wortspeicher festgehalten. Die Bilder dazu stammen von Danielas Ideenreise, danke dafür! DSCI0149
Diese Wörter haben wir nach ihrem Artikel sortiert (Spiralcurriculum und so… hatten wir ja im Februar), gemeinsam gelesen und den Bildern zugeordnet. Ich habe mich ertappt, dass ich viele Elemente des Fremdsprachenunterrichts eingesetzt habe 🙂
Was mich aber sehr freut sind die Ergebniss: Auch die spracharmen Kinder und die schwachen Leser konnten nach 7 Tagen Übung viele der Bilder korrekt benennen bzw. mehrer Wörter „erlesen“.

Eine weitere gemeinsame Übung war diese: in sich differenziert, weil man den Weg mündlich beschreiben und/oder den Text ergänzen und vorlesen kann. Es ist ja krass, aber einzelne Kinder können das schon lesen!
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So, soweit der erste Einblick. Sobald alles beendet ist, kommen noch weitere Ausführungen zum Freiarbeitsmaterial, zum Erzählen von Geschichten, eine Hörübung und ein Resumee.

Außerdem erfahrt ihr, warum der arme Pirat denn nun wirklich allein auf seiner Insel stand und ob er allein geblieben ist. 🙂

Beste Grüße,
Katha

Onlinepetition A13 für „Primis“

Einfach mal für alle diejenigen unter euch, die sich noch nicht aktiv beteiligt haben / beteiligen konnten / Bescheid wussten: Es gibt eine Online-Petition zum Thema „Gleiches Gehalt für alle Lehrer“.

Zu finden ist sie hier: https://www.openpetition.de/petition/bestaetigen/a13-fuer-alle-lehrerinnen-und-lehrerPetition

So sieht es gearde auf der Homepage aus:

Beste Grüße,
Katha

Rezension: Lena liest ums Leben

Titel: Lena liest ums Leben9783944788425.jpg
Autor: Manfred Mai
Verlag: Fabulus
ISBN: 978-3-944788-42-5

„Lena liest ums Leben“ ist ein sensibler Jugendroman, der zum Glück unbebildert ist. Im Kopf entstanden bei mir beim Lesen so zarte und starke Bilder, dass jede Illustration mich nur gestört hätte. Das Buch liest sich leicht und die Sprache ist klar, nie aufgesetzt. Als Erwachsene fühlte ich mich in diesem Roman wunderbar aufgehoben und weiß, dass ich ihn auch früher schon verschlungen hätte. Verschlungen passt gut: Ich habe es in einem Zug durchgelesen.

Lena ist eine ganz normale Realschülerin mit ganz normalen Eltern. Plötzlich jedoch ändert sich alles, denn ihr Vater leidet an einer Krankheit, die die Ärzte nicht diagnostizieren können. Zuerst war ihm nur schwindelig, dann plötzlich liegt er wochenlang im Krankenhaus und wird (von den Ärzten unsuasgesprochen: zum Sterben) nach Hause entlassen.
Lena kann nicht glauben, dass ihr Vater sterben soll und will ihm helfen. Zwischen Vater und Tochter gab es immer ein Ritual: Er las ihr jeden Abend vor. Kurzerhand dreht Lena dieses Ritual nun um und liest ihrem Vater jeden Tag nach der Schule aus dem Buch vor, dass sie vor seiner Erkrankung gemeinsam begonnen hatten. Denn sie ist sich sicher, dass er nicht sterben kann, wenn er sich jeden Tag auf das Vorlesen freut. So entsteht ein Buch im Buch, denn was Lena vorliest, das liest auch der Leser und wir hören von ihr eine sehr wertvolle Geschichte über den umgang von Menschen miteinander. Einige Aspekte aus dieser Geschichte finden sich auch in Lenas Leben wieder.
Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass Lenas Vater zuhause etwas widerfährt, das sein Hausarzt Spontanremission nennt. 🙂

Lesetipp: Ich kann dieses Buch uneingeschränkt allen Lesern ab dem frühen Jugendalter empfehlen und würde es keineswegs als „Mädchenbuch“ abstempeln lassen wollen. Aber auch Erwachsene können es als durchaus gute Lektüre empfinden, denke ich.

Beste Grüße,
Katha

[Grafik freundlicherweise zur VErfügung gestellt von Literaturtest]

Wochenplanung

Irgendwie komme ich grad kaum zum Schreiben. Ich weiß gar nicht richtig, warum. Muss am „gutbezahlten Halbtagsjob“ liegen, wie netterweise unter dem letzten Blogeintrag zu lesen war. Und vielleicht auch an den ganzen anderen Sachen, die man sich sso vornimmt…

Diese Woche wird voll und bringt eigentlich einige kommende Blogseiten mit sich:
– Die Monsterchen der 1b dürfen sich die ganze Woche über mit Piraten herumschlagen. Heute ging es schon mal mit einem kleinen Playmobilaufbau und dem WP los, dann folgen noch ein paar gemeinsame Hör-, Erzähl- und Schreibaufgaben. Auch Kunst wird piratisch, na klar. Fotos und Eindrücke werden kommen.
– Im Englischraum bin ich mit drei neuen Einheiten unterwegs – ich weiß wirklich nicht, wie ich es immer wieder schaffe, dass alle Jahrgänge gleichzeitig die units abschließen!? Die 2er lernen nun farm animals, die 3er family und die 4er transport. Wird alles drei nett.
– Mit meiner langjährigen Kunstklasse gehe ich an das Gestalten von Inchies. Lange geplantes Projekt. Ich bin gespannt!
– Die „Animationsfilm-AG“ startet in die Feinplanung des Storyboards. Mal sehen, wovon unser Film dann wirklich handeln wird. Auch ich habe von HUE ein Animation Kit zum Probieren geschenkt bekommen und das tue ich nun endlich mal mit sechs motivierten Viertklässlern.

Das alles wird unter den wohlmeinenden Augen der Qualitätsprüfer passieren, die ab morgen drei Tage lang unsere „Gäste“ sind und uns zwei laaaange Gesprächsnachmittage mit der QA bescheren. Puuh, da ist die Aufregung groß im Kollegium. Ich freu mich, wenn dann irgendwann Freitag ist und alle wieder etwas runterkommen können.

Beste Grüße und euch eine (ebenso  oder weniger) volle und aufregende Woche,
Katha

Und dann?

Erste und zweite Stunde Unterricht – zwei Tests geschrieben. 

Dann Medienentwicklungsplanungsgespräch bei der Stadt mit Schulleitung. 

Dann Klassenkonferenz meiner Klasse. Bestandsaufnahme, Absprachen, Regeln. 

Dann eine Stunde OGS-Hausaufgabenbetreuung. 

Dann Fortbildungsvorbereitungstreffen zur Vorbereitung einer möglichen Fortbildung. 

Dann Möppel und Möppelchen holen, beTeepausen und wieder einpacken. 

Dann Elterngespräch wegen eines Schülers mit den Möppels im Nebenraum…

Dann heimwärts, Abendessen, Kinder ins Bett bringen. 

Dann Champions League. 

Dann kurz schlafen, bis der Bär wieder steppt. 😜

Beste Grüße, Katha

Schneeglöckchenwoche

Die Erstklässler haben diese Woche ein Schneeglöckchen auf ihrem Wochenplan, da uns dieses Pflänzchen die Woche über begleitet.

Es gibt ein Schneeglöckchengedicht zum Lernen, ein Bastelangebot, zwei SU-Blätter zu Pflanzenteilen und Wachstum der Pflanze, ein Mandala mit Schneeglöckchen und ein Fingerspiel.

Einführend haben wir uns gestern ein Büschel Schneegklöckchen (eine Kolonie???) angesehen, die ich mitgebracht hatte. Fast alle kannten den Namen (jippie!) und bis auf den Stängel wussten sie auch die Teile zu benennen (Stiel war ihr Wort dafür). Die Zwiebel, die wir dann bei einem ausgebuddelten Exemplar fanden, versetzte die Kinder in echtes Erstaunen. Sie waren sich einig, dass das ein Samen sei, was ja prinzipiell schonmal eine tolle Idee ist. Nun aber sitzt auch schon der Begriff Zwiebel.
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Ausprobiert habe ich dabei dann in Ansätzen die kooperative Lernform „Co-Referat“, ein Mitbringsel von einer kürzlich besuchten echt tollen Fortbildung. Das geht eigentlich so: Lehrkraft hält Vortrag / Einführung – Kinder machen in EA Notizen, tauschen in PA aus und ergänzen sich in GA [think-pair-share] – ein ausgelostes Kind aus jeder Gruppe trägt das Wichtigste noch einmal in eigenen Worten vor.
Bei uns lief es dann so: gemeinsame Erarbeitung und mehrfache Wiederholung der „Fachbegriffe“ – in Gruppen Besprechung der Inhalte – ein freiwilliges Kind trägt nochmal das Wichtigste übers Schneeglöckchen vor. Klappte toll! Teilweise wurden nicht nur die Namen genannt und das Aussehen beschrieben, sondern auch die Funktion erklärt!

Da eines der Kinder gestern nicht vortragen konnte, durfte es heute für die zuvor abwesenden Kinder nochmal eine kurze Wiederholung geben. Es hat zwar „nur“ die Begriffe genannt und dabei an der Pflanze gezeigt, aber das voll motiviert und konzentriert und selbstständig. Sowas finde ich klasse, wenn das schon in der 1 gelingt.

Beste vorfrühlingshafte Grüße,
Katha

 

geometrischer Ausnahmezustand

Puuh, das war eine Woche! Traditionell war bei uns Rosenmontag frei (juchu!) und daran schloss sich dann die Projektwoche an. Turnusgemäß war dieses Jahr Geometrie dran.

Ganz unkreativ und faul habe ich mir mein „altes“ Thema Pentominos wieder gesichert, so dass ich wirklich mal eine Woche Schonprogramm fahren konnte, was die Vorbereitung angeht.

So lief es dann in meinem Projekt ab:
Als Rahmenhandlung begeben wir uns auf eine Reise nach Quadratien, wo alles aus Quadraten besteht bzw. zusammengesetzt ist (ungelenke Tafelzeichnungen der Lehrerin geben den richtigen Impuls). Unser Reisetagebuch, das am Anfang ganz leer ist, wird gestaltet: Deckblatt beschriften und dazu malen. Wir reden über die Eigenschaften von Quadraten und lernen dann einjährige Quadratier kennen – einzelne Quadrate (Zettelblock sei Dank!). Bei Wachstum der Zweijährigen dann besprechen wir die Regeln für Quadratier: immer nur Seite an Seite wächst ein Quadrat dran, niemals Spitze an Spitze oder halbe Seiten aneinander… Wir malen auf je eine Seite im Tagebuch Ein- bzw. Zweijährige in den tollsten Farben und Größen.

Dann entwickeln wir mit vorgeschnittenen kleinen Quadraten selbst dreijährige Quadratier und stellen fest, dass es nach Drehen und Spiegeln eigentlich wirklich echt nur zwei verschiedene Formen bei den Dreijährigen gibt! Die schneiden wir aus gelben vorkariertem Papier aus (das einzige, was ich kopieren musste) und kleben sie in unser Reisetagebuch.
Analog ersuchen wir uns dann noch die Vierjährigen (Quadrominos – davon gibt es immerhin fünf) und die Fünfjährigen (Pentominos – derer sind es zwölf!).
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Mit den Fünfjährigen, die ich in mehrfacher Ausfertigung mal als bunt Folierte hergestellt habe, spielen wir dann noch Legespiele: Auf einem Rasterplan gegenainander legen, bis keiner mehr Platz findet (2 Sets Legeteile nötig) oder versuchen, vorgegebene Formen mit mehreren Fünfjährigen auszulegen.
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Manche malen auch einfach im Reistagebuch ihr Bild aus Quadratien weiter – es lebe die Differenzierung am Ende eines vierstündigen Tages mit Erst- und Zweitklässlern aus fünf verschiedenen Klassen!

Obwohl ich das Projekt nun schon zum wiederholten Male durchgeführt habe, ist es immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Kinder mit den angebotenen Hilfen und Materialien umgehen und wie taktisch manche bei der Suche vorgehen…

Beste Grüße von Katha,
die nun wieder in den Schulalltag eintauchen muss und versucht, sich an richtigen Unterricht zu erinnern…

Artikel II – Arbeitsblätter

Wenn mich ein Thema einmal packt, dann verbeiße ich mich gern ein bisschen darin. Mit den Artikeln geht es mir gerade so. Die Legeübung mit dem Material von hier hat gut geklappt: Auf drei farblich passende Pappen klebte ich die drei Artikel und legte alle Bilder, die leichten und die schwierigeren Wörter auf einen kleinen Tisch im Tafelkino. Jedes Kind hat auf seinem eigenen Niveau mitgeholfen beim Sortieren und niemandem war es zu schwierig. Diesen Schub möchte ich nun gern weiter nutzen und gebe deshalb drei schriftliche Übungen mit verschiedenen Schwerpunkten in die Klasse:

1. ein AB, auf dem verpflichtend „nur“ die Artikel zu Bildern geschrieben werden müssen und freiwillig Artikel und Wort geschrieben werden können. Für mein Förderkind und die ganz schwachen habe ich jeweils nur die halbe erste Spalte vergrößert hineingegeben:
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Die Bilder stammen auf allen AB von der wunderbaren Frau Locke (VIELEN DANK NOCHMAL!), aber da ich für die Lineatur keine Publizierungsrechte habe, fehlt die auf allen AB leider. Ihr findet einen Weg… > ab-artikel-sortieren

2. ein AB, auf dem die Artikel in den vorgegebenen Farben eingekreist werden müssen – zuerst die Artikelwörter („kleine Wörter lesen“), dann Bilder:
ab-2a
Als Differenzierung gibt es noch eine dritte Aufgabe, die ich ca. der Hälfte der Klasse kopieren werde. Hier müssen Wörter in eine Tabelle geschrieben werden, z. B. die von Aufgabe 2:
ab-2b
Auch hier die gleiche Bildquelle und das gleiche Problem mit den Linien… Hier ist das AB: ab-artikel-einkreisen-und-schreiben

3. ein AB zum Lesen, dreifach differenziert. Immer müssen jedoch die Aussagen angekreuzt werden, bei denen der Artikel stimmt.
Niveau 1: Artikel mit Bild:
ab-3a
Niveau 2: Artikel mit Wort:
ab-3b
Niveau 3: Sätze:
ab-3c
Hierbei möchte ich vorab eine Besprechung abhalten und über die drei Ansprüche sprechen und nochmal thematisieren, dass es völlig ok ist, wenn man etwas schneller oder weniger gut lesen kann. Zur Visualisierung verwende ich dabei gern die „Selbstreflexion Schwein“-Bilder aus dem Zaubereinmaleins. Dann biete ich jedes AB mehrfach an – in etwa die Anzahl der passenden Kinder plus 2. Ich weiß jetzt schon einen, der vermutlich alle drei Blätter in absteigender Niveaufolge bearbeiten wird… > ab-artikel-lesen

So, das war ein Rundumschlag heute. Vielleicht könnt ihr’s auch brauchen. Die letzten Kommentare lasen sich so…

Beste Grüße,
Katha