Vorlesetag

Heute mal ein Werbe-Blogeintrag – Werbung fürs Vorlesen!

Schon bald findet wieder der bundesweite Vorlesetag der Stfitung Lesen statt und meine Schule ist (seit ich dort unterrichte – seltsamer Zufall) fast jedes Jahr dabei gewesen. Dieses Jahr werden unsere 5 ersten und zweiten Klassen eine Schulstunde lang in den Genuss kommen, von einem Erwachsenen einfach nur so, genüsslich und ohne Leistungsdruck etwas vorgelesen zu bekommen. Bislang haben wir dafür 11 Menschen im Boot: LehrerInnen, Eltern und Erzieherinnen sind wie auch in den Vorjahren dabei und bringen jeweils ein Buch mit. VIELEN DANK an dieser Stelle all denen, die sich für solch eine Aktion, nicht nur an unserer Schule, Zeit nehmen!

Ein paar Tage vor dem Vorlesetag hänge ich eine Kopie der Buchcover im Forum aus, darunter dann eine Liste mit begrenzter Platzzahl. Jedes Kind darf sich nun für ein Buch entscheiden und sich in eine der Listen eintragen (lassen). Bislang haben wir die COver immer bewusst anonym ausgehängt, damit die Kinder nach dem Buch und nicht nach dem Vorleser entscheiden. Freitag nach der großen Pause treffen sich dann alle Erst- und Zweitklässler im Forum und verteilen sich mit ihrem jeweiligen Vorleser auf die gewählten Räume. Vielleicht schaffe ich es dieses Mal, den guten Tipp aus einem anderen Blog umzusetzen (Klassenzauber) und den Kids eine Art „Ticket“ mitzugeben, auf dem ihr Buch abgebildet ist. Das könnte die Zuordnung beschleunigen. Mal sehen…

Für heute wünsche ich allen einen guten Schultag!

Ka

Fußball(bundesliga) im Unterricht?

Montags morgens werden in meiner Klasse erstmal die wichtigen Ergebnisse der Bundesligaspiele vom Wochenende durchgesprochen. Da die meisten meiner Schüler und Schülerinnen interessanterweise den gleichen Verein bevorzugen wie ich*, sind das nur wenige… [Und nein, ich hatte da keinen Einfluss – die Kids sind im Vierten und mir erst seit diesem Sommer angehörig!]

Nicht nur in einer so fußballverrückten Klasse wie meiner, aber gerade doch auch dort, möchte ich diese Lebenswirklichkeit auch immer wieder in den Unterricht einbeziehen. Beim Thema Deutschland im SU steht bei mir immer auch auf dem Plan, in welchen Bundesländern welche großen Vereine spielen**. In Mathe kann man wunderbar Logikaufgaben mit Fußballergebnissen und -tabellen durchspielen lassen. Und beim Lesen gibt es natürlich in der Klassenbücherei eine Menge Lesestoff zum Thema Fußball.Wenn EM oder WM ist, biete ich gern (je nach Klassenstufe) eine Werkstatt zu Fußball und geografischen Themen an und auch im Englischunterricht haben wir 2014 ein Lapbook zur World Championship hergestellt. Die Kinder sind immer wieder erstaunt, wenn sie etwas für sich Wichtiges plötzlich im Unterricht bearbeiten dürfen.

Wer auch Erfahrungen mit dem Thema und somit neue Anregungen für mich und meine Fußballer hat, möge sich gern in einem Kommentar verewigen!

* Wahre Liebe halt…

** Lustiges Gespräch beim Orten der Feriendomizile auf der Deutschlandkarte (s. alter Post): Ich: „Ah, du warst also in Recklinghausen. Das ist ganz in der Nähe der verbotenen Stadt.“ – Schüler: „Häää?“ – anderer Schüler: „Na, Gelsenkirchen!“ – Schüler: „Häää?“ – Schülerin: „Na, Schalke!“

November – verregnet und grau ?!?

2015-10-24 08.33.47

Soviel zum Thema „langfristige Unterrichtsplanung“! Da habe ich mich wirklich in den Sommerferien hingesetzt und mir überlegt, wann ich in Kunst was unterrichten könnte, möchte oder sollte. Beim Lernbasar fand ich die tolle Idee für eine Regenschirmparade und empfand meine Planung somit für die ersten Novemberwochen als gesichert.

Nun malen die Kinder fleißig grauen Schmuddelhimmel und bunte Regenschirme, schneiden und kleben, zum Teil sogar mit echt tollen Ergebnissen. Und das Ganze bei 17°C, bunten Blättern und strahlendem Sonnenschein. Nicht mal mehr auf schlechtes Wetter kann man sich verlassen… 😉

Ka

Woche des Lernens II

Da macht der Goldene Oktober seinem Namen in dieser Woche mal alle Ehre und ich sitze ganze vier Tage lang hauptsächlich drinnen… Na ja, bestenfalls bin ich dann für den Rest des Jahres so weit (fort)gebildet, dass ich schlauer bin als der November 😉

Am WE steht endlich mal private Bildung auf dem Programm. Zusammen mit einer sehr guten Freundin besuche ich einen Fotokurs zur Digitalen Fotografie. Heute gab es viel Theorie auf die Ohren, aber für morgen wurden uns „Außenarbeiten“ versprochen. Bin schon sehr gespannt, was da so kommt. Ein deutlich besseres Verständnis von meiner Kamera habe ich definitiv jetzt schon. Endlich beginnen die vielen Knöpfe und Rädchen Sinn zu stiften.

Auf dass das „Idiotenprogramm grün“ bald nicht mehr nötig sein wird…

Ka

Woche des Lernens I

Nach einer schulinternen Ganztagskonferenz am Montag stand Dienstag endlich mal wieder der Besuch einer Fortbildung für Englisch in meinem Kalender. Da wir ja unseren Englischunterricht gänzlich ohne Lehrwerk bestreiten, finde ich Anregungen für die alltägliche Arbeit immer wieder sehr belebend.

Zur Abwechselung mal eine Dame, die sich als native speaker ankündigte – da waren meine Antennen schonmal auf besonders sensibel eingestellt. Erfreulicherweise ergab sich daraus, dass der Tag in einem wunderbar geläufigen Wechsel zwischen den Sprachen ablief. Nicola Hanstein bot mit dem vierten Modul ihrer Fortbildungsreihe einen gelungenen Einblick in ihre Art zu unterrichten und man merkte, dass wirklich alle Damen im Raum regelmäßig mit Kindern Sprachen lernen 🙂

Für meine momentan drei Englischklassen und überhaupt für unser gesamtes Konzept habe ich mitgenommen, dass unser Anspruchsdenken und der Verzicht auf ein Lehrwerk genau richtig sind. Von den Kindern viel zu verlangen und sich dann über das zu freuen, was erreicht wird ist sicher der bessere Weg zu arbeiten als von vornherein wenig anzubieten. Einige neue Spiele werden unser Repertoire sicher bereichern und manch irgendwo im Hinterkopf vergrabene Idee/Erinnerung wurde (re)aktiviert oder modifiziert. Spannend fand ich die Herangehensweise, deutlich mehr als die recht durchschnittlichen 12 Wörter (meist Nomen) pro Einheit zu lehren. Mal sehen, ob die liebe Kollegin und ich da nicht doch mal an unsere gut funktionierenden Wort- und Bildkarten für das treasure book herangehen und sie erweitern.

Ich könnte noch weiter und weiter schreiben, aber erstens sprengt das dann die gängige Blog-Länge und zweitens kann ich allen NRWlern nur wärmstens den Besuch bei Nicola ans Herz legen. Für mich sind die anderen drei Module jetzt erstmal Pflichtprogramm! Danke!!

Ka

Nacherzählung des Märchens Sterntaler

Der eigentlich schon vor den Ferien geplante und dann wegen der Radfahrprüfung doch verschobene erste Aufsatz steht für meine Vierte nun vor der Tür. Damit sich die Kinder mehr auf die sprachlichen Anforderungen konzentrieren können als bei gänzlich freien Texten, haben wir uns für eine Nacherzählung entschieden. Zur Vorbereitung nutze ich gern das Thema Märchen, da hier die Inhalte oft schon bekannt sind und so mehr Wert auf die Sprache (Ausdruck, Grammatik) gelegt werden kann.

Auf Youtube habe ich eine sehr schöne Umsetzung des Märchens Sterntaler gefunden, die angenehm ruhig in knapp drei Minuten mit Scherenschnitten die Geschichte erzählt: Sterntaler von KTVnetworks

Davon ausgehend sollten die Kinder die Geschichte nacherzählen und wir haben gemeinsam Kriterien für eine Nacherzählung gesammelt. Um die Bedeutung dieser Kriterien noch klarer zu machen, habe ich ein AB mit vier überspritzt falschen Nacherzählungen geschrieben, die die Kinder quasi mit der Nase auf die Fehler stoßen: Nacherzählungen beurteilen

ordinal numbers – read, write, colour, number

In Folge des vor Kurzem gebloggten ABs zu den englischen Ordnungszahlen kommen hier noch zwei weiterführende Übungen:

AB Standing in line – read and number and colour – zum Lesen, Nummerieren, Namen schreiben und Anmalen.

AB ordinal numbers sentences – zum Schreiben von Sätzen.

Viel Spaß damit und meldet doch mal zurück, ob Sachen von mir zum Einsatz kommen und funktionieren…

Danke,
Ka

Urlaub in Deutschland 


Heute konnte ich gleich zwei Einweihungen begehen: an mein über eine Facebook-Gruppe geschenkt bekommenes Whiteboard hab ich heut morgen meine frisch von der bpb eigetroffene Deutschlandkarte gehängt. Gut geworden ist das Ganze dann mit den mitgebrachten Postkarten der Kids und der Lehrerin, denn wir haben die Herbstferien-Urlaubsorte auf der Karte gesucht, mit Boardmarker eingezeichnet und die Karten dazu gehängt.

Nun können die Kinder sich natürlich noch nicht so richtig im Land orientieren, aber während der Arbeit der nächsten Wochen haben wir erstmal eine ganz persönliche Deutschlandkarte da hängen. Selbst einige Kids meinten nach dem Unterricht zu mir, das sähe „voll gut“ aus. 😎

Namensgraffitis

Bei einer lieben Kollegin habe ich mir diese wunderschöne Idee abgeschaut und vor den Herbstferien mit den frischgebackenen Drittklässlern umgesetzt:

1. Hintergrund: Zuerst wird ein Blatt (A3) grau grundiert. Ich habe dafür statt des winzigen Deckweißtübchens den Kindern lieber weiße Wandfarbe bzw. Abdeckfarbe zur Verfügung gestellt, die sie sich löffelweise in kleine Behälter abfüllen und dort mit schwarzer Wasserfarbe mischen konnten. Es sollte ein heller Grauton entstehen. Nach dem Trocknen wird die vorhande Farbe dann noch etwas dunkler gemischt, also mehr Wasserfarbe eingerührt und ein schlichtes Steinmuster auf den Grund gezeichnet. Bestenfalls ergibt sich dann der Eindruck, dass eine graue Mauer zu sehen ist.

2. Graffiti: Auf ein weiteres Blatt der gleichen Größe wird dünn mit Bleistift der Name des Kindes in Schreibschrift geschrieben. Viele Kinder brauchen hier Hilfe, damit die Buchstaben gleichmäßig groß werden. Das ließ sich aber selbst bei meinen 25 Schätzchen gut bewältigen! Dann wird der Name dick mit einer Wachsmalfarbe nachgeschrieben. Mit einer neuen Farbe wird dann der gesamte Namenszug umrandet – dabei keine „Löcher“ in den Buchstaben auslassen und darauf achten, dass die Umrandung auch wirklich rundherum geht. So geht das weiter, bis (mindestens) sechs Farben zum Einsatz gekommen sind. Achtet auf die Deckkraft beim Malen, dann „leuchten“ die Namen nachher besser…

3. Fusion: Der Name wird ausgeschnitten und mit Flüssigkleber auf die Mauer aufgeklebt. Tadaaa! Fertig. Ich war begeistert. Zwei Doppelstunden Aufwand für einen tollen Flurschmuck.

Materialtipps: Für Mischaktionen und die Arbeit mit Kleinteilen habe ich in der Schule eine kleine Auswahl an kostenfreien Behältern: Zazikibecher, 1l-Joghurteimer mit Deckel und sowas. Darauf kann man dann zum Beispiel hier zurückgreifen, nachher einfach einmal durch die schulische Spülmaschine und weiter geht’s. Flüssigkleber sehe ich perönlich nicht gerne in den Händen/Fächern/Ranzen der Kinder. Deshalb steht auf unserer Materialliste immer ein klebestift. Für die seltenen Fälle, in denen der nicht geeignet ist, habe ich für die Kunstklasse aus der Klassenkasse 6 Tuben Flüssigkleber angeschafft, die im Schrank ruhen und nur dann zum Einsatz kommen, wenn man sie wirklich braucht.

So, viel Spaß mit diesem netten Kunstprojekt – schonmal  danke für Kommentare, Vorschläge oder Rückmeldungen!

Ka

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da

Na, wer hat alles schon einen Ohrwurm von diesem Klassiker? Ich seit Tagen, obwohl ich in meiner Klasse kein Musik gebe. Aber der Möppel singt für sein Leben gern und zum beginnenden Herbst ist mir nix Anderes eingefallen als nunmal dieses alte Schätzchen.

Für alle, die das Lied in die Musikmappe, ins Liederheft oder sonstwo abheften/einkleben wollen, habe ich hier ein Liedblatt, das das Lied ganz gut illustriert. Das hilft selbst einem Vierjährigen beim Nicht-Verwechseln der Strophen 🙂

Der Herbst ist da – Liedtext

Der Herbst ist da Folien zur Verwendung an der Tafel, zum Aushängen…

Heia hussassa, der Herbst ist da!

Ka