Satzglieder benutzen

Ein Subjekt, ein Prädikat – fertig ist der Satz. Diese beiden Satzglieder sind je nach Wahl des Lehrwerks in manchen Sätzen schon schwer auszumachen. Ich habe heute drei Schreib-Spiel-Vorschläge für den Beginn der Satzgliedarbeit:

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1) Sätze würfeln I Akkusativ ist ein Klassiker: Jeweils sechs Subjekte, Prädikate und Akkusativobjekte stehen zur Verfügung. Die Kinder würfeln dreimal und schreiben die Satzteile, die zu den Zahlen gehören, zu einem Satz zusammen.

2) Satzglieder Schreibspielkarten: Die Kärtchen druckt man auf farbiges Papier – Farbwahl nach den Farben, die das Lehrwerk vorgibt. Laminieren? Auswählen, welche Satzglieder mitspielen dürfen und auslegen. Die Kinder ziehen verdeckt eine Karte jeder Farbe und bilden daraus einen Satz, oder zwei umgestellte Varianten, eine Frage…

3) Eine materialfreie Variante dazu: Jedes Kind bekommt ein leeres Blatt (kann ruhig Schmierpapier und kleiner sein). Zuerst schreibt jeder ein Subjekt auf und faltet dann die Oberkante des Blattes darüber. Blatt tauschen, dann schreibt jeder ein Prädikat, klappt wieder zu, tauscht mit jemand Anderem. Dann folgen je nach Wunsch Objekte, Orts- oder Zeitangaben. Wichtig sind immer mehrer verschiedene Beispiele, damit die Kinder kreativ werden können und nicht immer nur „meine Mama“ schreiben… Am Ende werden die Sätze verlesen.

Man merkt, dass es mir hier etwas mehr um den Spaß an Sprachspielerein geht. Mit sinnvollen inhaltsreichen Sätzen und Texten arbeite ich natürlich auch manchmal! 😀

So, das gehörte zu den ersten Stunden „Satzglieder“. Es kommt bestimmt noch was dazu…

Gliedert euch schön durch! Ka

Portraitwerkstatt Teil 1

In der vierten Klasse führe ich seit heute eine Portraitwerkstatt durch (die sicher immer mal wieder von adventlichem Basteln unterbrochen werden wird…).

Zum Auftakt hatte ich heute verschiedene Portraits und Selbstportraits von bekannten Künstlern ausgelegt und wir haben Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgestellt. Beispiele? Mona Lisa, van Goghs Selbstportrait, Keith Harings ebenso, Der Wanderer im Nebel, Paul Klees Kopf eines Mannes usw.

Gelernt haben die Kinder daran dann die Unterscheidung von Bildausschnitt (Halbtotale,  Nahaufnahme …) und Stilrichtung (wir haben es fürs Erste bei modern und klassisch belassen).

Dann kam die sehr lustige Auftaktübung: „blind“ ein Portrait eines Mitschülers zeichnen. Die Kinder fanden sich zu zweit zusammen und setzten sich gegenüber hin, mit Tisch dazwischen. Auf ein Buch legten sie ein Blatt (A4, weiß) und betitelten es mit „Das ist _______, gezeichnet von _______.“ Aufs Startsignal musste dann das Gegenüber mit Bleistift gezeichnet werden; ca. eine Minute lang war dafür Zeit. Länger ist nicht sinnvoll, da es nicht auf Genauigkeit ankommen kann. Ich habe auch vorher mitgeteilt, dass es auf jeden Fall sehr lustige und keine „richtigen“ Ergebnisse geben wird. Danach waren natürlich die Gezeichneten dran, den anderen Partner zu malen.

Fazit: Diese Übung ist ein klassischer Warmmacher und lernen kann man dabei eigentlich „nur“ den Spaß am zeichnen, Unvoreingenommenheit gegenüber Kunstwerken und dass man sowohl beim Modell als auch beim Bild genau hinsehen muss.

Es werden demnächst noch folgen: Selbstportrait mit Spiegel (klassisch), Portrait nach zB Paul Klee und Kandinsky, Portraits mit dem Fotoapparat und dazu dann kleine Bildverzerrungen sowie (ich komm grad nicht drauf…) diese Sechserbilder von verschieden lasierten Fotos. Ich poste dann meine Erfahrungen einfach mal weiter und nehme gern weitere Ideen zu Portraits an!

Ka

Let’s go „shopping in the city“

Klasse 4, Englisch: Statt wie bislang den üblichen Kanon an englischen Ladenbezeichnungen loszulassen, habe ich die provokante Überschrift „shopping in the city“ an die Tafel geschrieben und die Vorschläge der Kinder gesammelt. Ich war ziemlich baff, welche und wie viele Läden ihnen eingefallen sind. Sprachlerntechnisch großartig war es, dass sie sehr schnell durchschaut haben, wie sich die meisten Wörter bilden lassen: zu kaufende Kategorie + „shop“ = Spracherfolg. fan shop, flower shop, pet shop, nut shop, handy shop, high-heel shop und andere tolle Kreationen kamen da zusammen und es hat wirklich allen Spaß gemacht, sie zu sammeln und die teils ungewöhnlichen Namen wie baker’s, butcher’s, greengrocer’s oder chemist zu lernen. Dass Optiker optician heißt, musste ich selbst nachschauen und nachtragen, aber auch das störte nicht…

shopping

Mein Fazit: Nie mehr wieder shop-Vokabular vorgeben – selber sammeln!

Weiter wird es nächste Woche mit einer Verschriftlichung und Visualisierung für die Kinderhand gehen. Da ich ja nun natürlich nicht für alle Läden Bilder habe, habe ich aus Ginger eine KV mit leeren Ladenfassaden kleiner kopiert und verdoppelt, so dass sich jedes Kind mindestens 12 Läden aufschreiben und dazu etwas malen kann. Diesmal legt jeder also mal seine Lernwörter selber fest. Auch schön.

PS: Entschuldigt die krude Grafik, ich hatte keine ruhige Hand beim Fotografieren und somit passten die vier Tafelteile zuhause so gar nicht mehr aneinander…

Halloweenbilder in Klasse 3

Halloweenbilder

Halloween ist mir privat ein Dorn im Auge – in der Schule gehört es aber in Englisch und Kunst ganz klar dazu. Beim Lernbasar habe ich die Vorlage samt Download für diese tollen Kunstwerke gefunden. Zuerst wird der Hintergrund mit Wasserfarben nass-in-nass grundiert (rot, orange, pink und gelb sind erlaubt), später mit schwarzer Wasserfarbe und Filzstiften Baum und Wiese gefüllt und dann Kürbisse, Äste und Fledermäuse ergänzt. Ich war begeistert, die Kinder auch. Drei Schulstunden sind etwas dafür gebraucht worden…

Viel Spaß im nächsten Oktober wünscht

Ka

Vorlesetag

Heute mal ein Werbe-Blogeintrag – Werbung fürs Vorlesen!

Schon bald findet wieder der bundesweite Vorlesetag der Stfitung Lesen statt und meine Schule ist (seit ich dort unterrichte – seltsamer Zufall) fast jedes Jahr dabei gewesen. Dieses Jahr werden unsere 5 ersten und zweiten Klassen eine Schulstunde lang in den Genuss kommen, von einem Erwachsenen einfach nur so, genüsslich und ohne Leistungsdruck etwas vorgelesen zu bekommen. Bislang haben wir dafür 11 Menschen im Boot: LehrerInnen, Eltern und Erzieherinnen sind wie auch in den Vorjahren dabei und bringen jeweils ein Buch mit. VIELEN DANK an dieser Stelle all denen, die sich für solch eine Aktion, nicht nur an unserer Schule, Zeit nehmen!

Ein paar Tage vor dem Vorlesetag hänge ich eine Kopie der Buchcover im Forum aus, darunter dann eine Liste mit begrenzter Platzzahl. Jedes Kind darf sich nun für ein Buch entscheiden und sich in eine der Listen eintragen (lassen). Bislang haben wir die COver immer bewusst anonym ausgehängt, damit die Kinder nach dem Buch und nicht nach dem Vorleser entscheiden. Freitag nach der großen Pause treffen sich dann alle Erst- und Zweitklässler im Forum und verteilen sich mit ihrem jeweiligen Vorleser auf die gewählten Räume. Vielleicht schaffe ich es dieses Mal, den guten Tipp aus einem anderen Blog umzusetzen (Klassenzauber) und den Kids eine Art „Ticket“ mitzugeben, auf dem ihr Buch abgebildet ist. Das könnte die Zuordnung beschleunigen. Mal sehen…

Für heute wünsche ich allen einen guten Schultag!

Ka

November – verregnet und grau ?!?

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Soviel zum Thema „langfristige Unterrichtsplanung“! Da habe ich mich wirklich in den Sommerferien hingesetzt und mir überlegt, wann ich in Kunst was unterrichten könnte, möchte oder sollte. Beim Lernbasar fand ich die tolle Idee für eine Regenschirmparade und empfand meine Planung somit für die ersten Novemberwochen als gesichert.

Nun malen die Kinder fleißig grauen Schmuddelhimmel und bunte Regenschirme, schneiden und kleben, zum Teil sogar mit echt tollen Ergebnissen. Und das Ganze bei 17°C, bunten Blättern und strahlendem Sonnenschein. Nicht mal mehr auf schlechtes Wetter kann man sich verlassen… 😉

Ka

ordinal numbers – read, write, colour, number

In Folge des vor Kurzem gebloggten ABs zu den englischen Ordnungszahlen kommen hier noch zwei weiterführende Übungen:

AB Standing in line – read and number and colour – zum Lesen, Nummerieren, Namen schreiben und Anmalen.

AB ordinal numbers sentences – zum Schreiben von Sätzen.

Viel Spaß damit und meldet doch mal zurück, ob Sachen von mir zum Einsatz kommen und funktionieren…

Danke,
Ka

Urlaub in Deutschland 


Heute konnte ich gleich zwei Einweihungen begehen: an mein über eine Facebook-Gruppe geschenkt bekommenes Whiteboard hab ich heut morgen meine frisch von der bpb eigetroffene Deutschlandkarte gehängt. Gut geworden ist das Ganze dann mit den mitgebrachten Postkarten der Kids und der Lehrerin, denn wir haben die Herbstferien-Urlaubsorte auf der Karte gesucht, mit Boardmarker eingezeichnet und die Karten dazu gehängt.

Nun können die Kinder sich natürlich noch nicht so richtig im Land orientieren, aber während der Arbeit der nächsten Wochen haben wir erstmal eine ganz persönliche Deutschlandkarte da hängen. Selbst einige Kids meinten nach dem Unterricht zu mir, das sähe „voll gut“ aus. 😎

Namensgraffitis

Bei einer lieben Kollegin habe ich mir diese wunderschöne Idee abgeschaut und vor den Herbstferien mit den frischgebackenen Drittklässlern umgesetzt:

1. Hintergrund: Zuerst wird ein Blatt (A3) grau grundiert. Ich habe dafür statt des winzigen Deckweißtübchens den Kindern lieber weiße Wandfarbe bzw. Abdeckfarbe zur Verfügung gestellt, die sie sich löffelweise in kleine Behälter abfüllen und dort mit schwarzer Wasserfarbe mischen konnten. Es sollte ein heller Grauton entstehen. Nach dem Trocknen wird die vorhande Farbe dann noch etwas dunkler gemischt, also mehr Wasserfarbe eingerührt und ein schlichtes Steinmuster auf den Grund gezeichnet. Bestenfalls ergibt sich dann der Eindruck, dass eine graue Mauer zu sehen ist.

2. Graffiti: Auf ein weiteres Blatt der gleichen Größe wird dünn mit Bleistift der Name des Kindes in Schreibschrift geschrieben. Viele Kinder brauchen hier Hilfe, damit die Buchstaben gleichmäßig groß werden. Das ließ sich aber selbst bei meinen 25 Schätzchen gut bewältigen! Dann wird der Name dick mit einer Wachsmalfarbe nachgeschrieben. Mit einer neuen Farbe wird dann der gesamte Namenszug umrandet – dabei keine „Löcher“ in den Buchstaben auslassen und darauf achten, dass die Umrandung auch wirklich rundherum geht. So geht das weiter, bis (mindestens) sechs Farben zum Einsatz gekommen sind. Achtet auf die Deckkraft beim Malen, dann „leuchten“ die Namen nachher besser…

3. Fusion: Der Name wird ausgeschnitten und mit Flüssigkleber auf die Mauer aufgeklebt. Tadaaa! Fertig. Ich war begeistert. Zwei Doppelstunden Aufwand für einen tollen Flurschmuck.

Materialtipps: Für Mischaktionen und die Arbeit mit Kleinteilen habe ich in der Schule eine kleine Auswahl an kostenfreien Behältern: Zazikibecher, 1l-Joghurteimer mit Deckel und sowas. Darauf kann man dann zum Beispiel hier zurückgreifen, nachher einfach einmal durch die schulische Spülmaschine und weiter geht’s. Flüssigkleber sehe ich perönlich nicht gerne in den Händen/Fächern/Ranzen der Kinder. Deshalb steht auf unserer Materialliste immer ein klebestift. Für die seltenen Fälle, in denen der nicht geeignet ist, habe ich für die Kunstklasse aus der Klassenkasse 6 Tuben Flüssigkleber angeschafft, die im Schrank ruhen und nur dann zum Einsatz kommen, wenn man sie wirklich braucht.

So, viel Spaß mit diesem netten Kunstprojekt – schonmal  danke für Kommentare, Vorschläge oder Rückmeldungen!

Ka

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da

Na, wer hat alles schon einen Ohrwurm von diesem Klassiker? Ich seit Tagen, obwohl ich in meiner Klasse kein Musik gebe. Aber der Möppel singt für sein Leben gern und zum beginnenden Herbst ist mir nix Anderes eingefallen als nunmal dieses alte Schätzchen.

Für alle, die das Lied in die Musikmappe, ins Liederheft oder sonstwo abheften/einkleben wollen, habe ich hier ein Liedblatt, das das Lied ganz gut illustriert. Das hilft selbst einem Vierjährigen beim Nicht-Verwechseln der Strophen 🙂

Der Herbst ist da – Liedtext

Der Herbst ist da Folien zur Verwendung an der Tafel, zum Aushängen…

Heia hussassa, der Herbst ist da!

Ka