Aus dem Nähkästchen geplaudert

Irgendwann Ende 2014 (ich befand mich auf da Möppelchen wartend im Mutterschutz und hatte etws Zeit, wenn der Möppel im Kindergarten war) sicherte ich mir bei wordpress meinen ersten eigenen Blog-Account. Zuerst lag der Blog dann aber doch lange brach. Ein richtiger Titel fehlte mir (deshalb auch die blöde URL…) und irgendwie wusste ich nun auch nicht so recht, für wen ich so bloggen würde.

Eine liebe Kollegin (DANKE, Marion!!!) meinte dann irgendwann im Spätsommer ’15, ich müsste eigentlich mein vieles selbst geschriebenes Material in einen eigenen Blog packen. Da fiel dann ganz schnell der Startschuss und ich brachte meine ersten Einträge online.

2016-07-04 19.58.38

Überraschend schnell „beantragte“ eine Kommentatorin dann, dass ich mich doch bei den Grundschulblogs melden sollte, sie würde dort gern auch meinen Prima(r)Blog sehen. Entgegen meiner Art schrieb ich dann einfach mal eine nette Mail an Fabian, der diese geniale Plattform betreut, und – wurde stante pede aufgenommen! Uiuiui. Dann ging es erstmal rund im Blog. Die Besucherzahlen gingen durch die Decke und die Kommentare und „gefällt mir“s wurden mehr.

Und ja, ich weiß, beim Bloggen geht es nicht nur um Besucherzahlen, Klicks, Likes und Kommis, aber es tut halt total gut, positive Rückmeldung zur eigenen Arbeit zu erhalten und die Bestätigung, dass man nicht gänzlich an den Bedürfnissen der Kinder vorbei arbeitet… Deshalb freue ich mich heute wie Bolle über die 200.000-Seitenaufrufe-Marke, die seit gestern Abend geknackt wurde. Fühlt sich halt cool an, dass wirklich täglich mehrere hundert Male jemand das liest, was ich verfasst habe. Dass es Menschen wertschätzen, was ich so von mir gebe. Bin halt auch ein kleiner Narzisst, ganz tief drin. 🙂

Und wenn ich schon (noch?) keine Bücher schreibe*, so kann ich doch hier wenigstens einen Teil meines Materials teilen. Schade, dass es wegen der Lizenzvorgaben vieler Grafiken wirklich immer bei einem Teil bleiben wird, aber so ist das nunmal. Nicht alles, was man selbst benutzen darf, darf man weitergeben oder weiterverarbeiten oder verändern…

Ich hoffe, ab und an jemandem beim Vorbereiten seines Unterricht geholfen zu haben und weiterhin zu helfen, bitte um kritische, verbessernde oder hilfreiche Rückmeldungen.

Eure *stolze* Ka

* Gestern erfuhr ich, dass am 15. Juli meine ersten alleinverantwortlichen Materialien bei Cornelsen rauskommen! „Nur“ KV und Handreichungen, aber immerhin meine… Und der Folgeauftrag für Jahrgang 3 ist auch eingesackt. Juhu!

Lehrerausflug :-)

An einem frühsommerlich / spätfrühlingshaft warmen Nachmittag [ja – wir Primimäuse fliegen NACH dem Unterricht aus!] hat sich unser Kollegium nach langer Abstinenz mal wieder eine gemeinsame Aktion im Grünen gegönnt. Im nahe gelegenen Umweltzentrum gab es erst eine Geländeführung und dann hervorragenden Kuchen im Hofcafe. Hmmmm…

Frech, wie ich manchmal bin, hab ich einfach mal die Kamera mitgeschlürt und nur wenig vorbildlich zugehört… So sah’s aus:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ka

Vermisstenanzeige

Ich melde hiermit öffentlich das Präteritum als vermisst.

Kennzeichen: Eine Zeitform für Verben / Prädikate, die man verwendet, um vergangene Handlungen von gegenwärtigen oder zukünftigen abzugrenzen.
Anwendung: Wenn über etwas berichtet wird, das in der Vergangenheit geschah, verwendet man in der Regel das Präteritum. Typische Anwendungsbereiche sind fiktionale Geschichten, historische Berichte sowie Nachrichten oder Reportagen.
Beispiel:  „Heute geht er.“ – Präsens, Gegenwart.
„Gestern ging er.“ – Präteritum, Vergangenheit.

In den vergangenen Jahren hat sich das Präteritum still und heimlich immer weiter aus der Berichterstattung in Magazinen und Nachrichtensendungen zurückgezogen. Zuerst war es bei den privaten Sendern nicht mehr anzutreffen, inzwischen lässt es sich selbst in öffentlich-rechtlichen Medien nur noch selten blicken. Sätze wie „Bereits gestern unterschreibt XY …“ oder „Mit 17 schreibt er seine ersten…“ sind die traurigen Überbleibsel seines Rückzuges. Deshalb hier mein Plädoyer:

Liebes Präteritum, BITTE kehre zu uns zurück! Bereichere unsere Sprache und hilf uns, die Gegenwart von der Verganganheit zu unterscheiden. Biete unseren Kindern grammatische Orientierung und beschränke dich dabei nicht nur auf Geschichten und Romane. Halte wieder Einzug in unseren Alltag und lass dich nicht vom Präsens (das sich anscheinend mit dem Perfekt verbündet hat) vertreiben! Schütze dich selbst vor Verballhornungen deiner Person in Form von „verstehte, laufte, sitze“, indem du uns wieder täglich mit deiner Anwesenheit beehrst. Ich bitte dich von Herzen – komm zurück, liebes Präteritum!

Deine dich sehr vermissende Katharina

Reizwortgeschichte

Der nächste Aufsatz wird genau eine solche. Heute morgen haben wir dazu das Hilfsmittel Ideenspinne kennengelernt, um eine Geschichte zu planen (aus dem ABC der Tiere). Fotos und Eindrücke kommen in den nächsten Tagen dazu mal, auch an einem Überarbeitungs- und Bewertungsraster arbeiten wir gerade noch.

Meine persönliche Reizwortgeschichte heute enthält die Begriffe Telefonanbieter – Kindergarten – Hotline – Spontaneität.
Macht was draus! 😉

Ka

Begeisterung für große Kleinigkeiten

IMG_1322

Ich bin ein Fan. Vom 3D-Drucken. Jawoll!

Am Freitagabend fand bei uns die Lange Nacht der Computer statt, bei der die Eltern des vierten Jahrgangs verschiedene Stationen rund um den PC anbieten. Dieses Jahr gab es eine Premiere: ein, nein gleich zwei 3D-Drucker konnten bestaunt und benutzt werden.

Während die Kinder das zwar spannend, aber doch irgendwie genauso normal wie z.B. lebensrealistische Animationsfilme fanden, waren wir Großen doch schon sehr beeindruckt von den live ausgedruckten Einkaufschips und anderen Kleinigkeiten. Fast unvorstellbar war es für mich, dass so ein Drucker mehrgliedrige, bewegliche Teile wie den Roboter oder Kettenglieder, ineinander bewegliche Kugeln etc. herstellen kann, die fix und fertig da heraus kommen. Unglaublich wohl für alle, die selbst 2D-(Farb(Laser))Drucker schon als Fortschritt empfanden… 🙂

Eine beeindruckte Ka, die sich vom geliehenen Roboter gar nicht mehr trennen mag!

Materialtipp: Freiarbeit

Immer wieder stehen wir ja alle mal vor dem Problem, was die schneller arbeitenden Kinder tun können oder womit man Freiarbeitszeiten füllt und vielleicht sogar die Kinder dazu bringt, sich privat mal nicht vor einen Bildschirm zu klemmen…

Ich nutze seit Jahren gerne dieses Rätselbuch:

Da drin stecken 8 Rätselgeschichten oder Krimis, die jeweils ca. 10 Doppelseiten lang sind. Verschiedenste Rätsel müssen gelöst werden, damit am Ende der Hundedieb, der Dieb des Fußballpokals, der Einbrecher oder andere Schurken gefasst werden können.

Leseförderung ist übrigens inklusive – ohne „Textarbeit“ verpasst man ja die wichtigsten Tipps und Hinweise.

Wie in den Vorjahren lieben die Viertklässler diese Geschichten und nehmen sie teils wirklich mit nach Hause. Oft genug werde ich um neue Krimis angebettelt…

Ka

Wenn es weniger Lehrer als Klassen gibt…

… dann hilft alles Planen und Vorbereiten nicht mehr viel! Jedes Kind, das die 1-zu-1-Zuordnung durchschaut hat, müsste verstehen, dass normales Unterrichten mit Planung und Vorbereitung und so in solch einem Fall gar nicht mehr möglich ist.
Wir schauen in den nächsten Tagen einfach mal, wie wir alle Kinder möglichst lange, möglichst kompetent und möglichst irgendwie fachlich passend versorgen können, dass Einladungen verteilt und Zettel eingesammelt werden, dass alle kurfristig anstehenden Projekte auf die Beine gestellt werden und alle verbliebenen Erwachsenen nicht auch noch Opfer der Bazillen werden. Daumen drücken!

Positiver Nebeneffekt: Lange haben wir nicht mehr so viel Zeit mit unseren Patenkindern aus dem ersten Schuljahr verbacht – die besuchen uns bald wieder, um das 2-Klassen-1-Lehrer-System nicht nur auf die armen Sportkollegen abzuwälzen, die gerade alles kurz und klein turnen mit meistens mindestens zwei Klassen in der Halle. Puuuhh…

Ich hoffe, bei euch und in euren Kollegien sieht es noch etwas besser aus! Falls nicht: Gute Besserung!

Ka

Flimmo – Fernsehzeitung für Kinder

Wie schön, dass bei meinen Viertis (durchschnittlich 9,5 Jahre alt) der beliebteste Film der Weihnachtsferien „Star Wars“ war. Ist ja ab 12. Mit den Eltern natürlich auch für Jüngere. Na ja.

Immer wieder rege ich mich darüber auf, wie brutale, hektische, aggressive, unangemessene oder politisch, sexuell oder sonstwie überfordernde Sendungen die Kinder in der Grundschule konsumieren. Vielleicht bin ich da zu spießig, vielleicht zu besorgt, vielleicht bilde ich mir ja die Korrelation von Unaufmerksamkeit im Unterricht und dem uneingeschränkten FIlm-(und Medien-)konsum auch nur ein.

Nichtsdestotrotz versuche ich immer mal wieder, zumindest im Kleinen, etwas dagegen zu wirken und habe vor vielen Jahren schon die Flimmo geordert. Alle paar Monate „beglücke“ ich damit zwangsweise meine Schüler und hoffe, dass zumindest bei einem mal die Eltern in die kritischen Tipps und Empfehlungen schauen und etwas daraus lernen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Hier kann man übrigens die Zeitschrift kostenlos ordern.

2016-01-12 10.39.39.jpg

Ka

Listenwesen Lehrer

Ich weiß ja nicht, ob es euch auch so geht: Wenn ich mir nicht alles aufschreibe, ist es meist verloren…

Um dem zumindest klassenorganisatorisch entgegen zu wirken, führe ich seit Jahren in meinen Klassen ein Listenheft. Dahinein klebe ich am Anfang des Schuljahres alle für mich nötigen Listen in passender Anzahl, dann habe ich bis zum Sommer Ruhe und muss nicht zwischendurch neue Listen drucken, suchen oder … Das Heft liegt dann immer auf dem Pult und ich kann so alle Nötige eintragen oder nachsehen.

Sehr gut gefallen hat mir meine diesjährige Neuerfindung, der Start-Check (s.u.). Darin hab ich alle „bestellten“ Materialien aufgeführt und dann jedes Kind einzeln ans Pult geholt und die Liste abgehakt. Das war super, um gut beginnen zu können und um zu wissen, wem man weswegen hinterherlaufen muss.

Damit ihr, wenn ihr sie nutzen wollt, die Listen anpassen könnt, kommt heute mal ne Word-Datei, allerdings ohne Deckblatt und Bildchen:Listenheft leer. Die darf man selbst basteln. Oder mir nen tollen rechtlich unbedenklichen, teilbaren Vorschlag schicken. 😉

So sieht es bei mir aus:2016-01-12 10.27.382016-01-12 10.27.46

Gutes Organisieren wünscht die Listenmutti