Begeisterung für große Kleinigkeiten

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Ich bin ein Fan. Vom 3D-Drucken. Jawoll!

Am Freitagabend fand bei uns die Lange Nacht der Computer statt, bei der die Eltern des vierten Jahrgangs verschiedene Stationen rund um den PC anbieten. Dieses Jahr gab es eine Premiere: ein, nein gleich zwei 3D-Drucker konnten bestaunt und benutzt werden.

Während die Kinder das zwar spannend, aber doch irgendwie genauso normal wie z.B. lebensrealistische Animationsfilme fanden, waren wir Großen doch schon sehr beeindruckt von den live ausgedruckten Einkaufschips und anderen Kleinigkeiten. Fast unvorstellbar war es für mich, dass so ein Drucker mehrgliedrige, bewegliche Teile wie den Roboter oder Kettenglieder, ineinander bewegliche Kugeln etc. herstellen kann, die fix und fertig da heraus kommen. Unglaublich wohl für alle, die selbst 2D-(Farb(Laser))Drucker schon als Fortschritt empfanden… 🙂

Eine beeindruckte Ka, die sich vom geliehenen Roboter gar nicht mehr trennen mag!

Materialtipp: Freiarbeit

Immer wieder stehen wir ja alle mal vor dem Problem, was die schneller arbeitenden Kinder tun können oder womit man Freiarbeitszeiten füllt und vielleicht sogar die Kinder dazu bringt, sich privat mal nicht vor einen Bildschirm zu klemmen…

Ich nutze seit Jahren gerne dieses Rätselbuch:

Da drin stecken 8 Rätselgeschichten oder Krimis, die jeweils ca. 10 Doppelseiten lang sind. Verschiedenste Rätsel müssen gelöst werden, damit am Ende der Hundedieb, der Dieb des Fußballpokals, der Einbrecher oder andere Schurken gefasst werden können.

Leseförderung ist übrigens inklusive – ohne „Textarbeit“ verpasst man ja die wichtigsten Tipps und Hinweise.

Wie in den Vorjahren lieben die Viertklässler diese Geschichten und nehmen sie teils wirklich mit nach Hause. Oft genug werde ich um neue Krimis angebettelt…

Ka

Wenn es weniger Lehrer als Klassen gibt…

… dann hilft alles Planen und Vorbereiten nicht mehr viel! Jedes Kind, das die 1-zu-1-Zuordnung durchschaut hat, müsste verstehen, dass normales Unterrichten mit Planung und Vorbereitung und so in solch einem Fall gar nicht mehr möglich ist.
Wir schauen in den nächsten Tagen einfach mal, wie wir alle Kinder möglichst lange, möglichst kompetent und möglichst irgendwie fachlich passend versorgen können, dass Einladungen verteilt und Zettel eingesammelt werden, dass alle kurfristig anstehenden Projekte auf die Beine gestellt werden und alle verbliebenen Erwachsenen nicht auch noch Opfer der Bazillen werden. Daumen drücken!

Positiver Nebeneffekt: Lange haben wir nicht mehr so viel Zeit mit unseren Patenkindern aus dem ersten Schuljahr verbacht – die besuchen uns bald wieder, um das 2-Klassen-1-Lehrer-System nicht nur auf die armen Sportkollegen abzuwälzen, die gerade alles kurz und klein turnen mit meistens mindestens zwei Klassen in der Halle. Puuuhh…

Ich hoffe, bei euch und in euren Kollegien sieht es noch etwas besser aus! Falls nicht: Gute Besserung!

Ka

Flimmo – Fernsehzeitung für Kinder

Wie schön, dass bei meinen Viertis (durchschnittlich 9,5 Jahre alt) der beliebteste Film der Weihnachtsferien „Star Wars“ war. Ist ja ab 12. Mit den Eltern natürlich auch für Jüngere. Na ja.

Immer wieder rege ich mich darüber auf, wie brutale, hektische, aggressive, unangemessene oder politisch, sexuell oder sonstwie überfordernde Sendungen die Kinder in der Grundschule konsumieren. Vielleicht bin ich da zu spießig, vielleicht zu besorgt, vielleicht bilde ich mir ja die Korrelation von Unaufmerksamkeit im Unterricht und dem uneingeschränkten FIlm-(und Medien-)konsum auch nur ein.

Nichtsdestotrotz versuche ich immer mal wieder, zumindest im Kleinen, etwas dagegen zu wirken und habe vor vielen Jahren schon die Flimmo geordert. Alle paar Monate „beglücke“ ich damit zwangsweise meine Schüler und hoffe, dass zumindest bei einem mal die Eltern in die kritischen Tipps und Empfehlungen schauen und etwas daraus lernen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Hier kann man übrigens die Zeitschrift kostenlos ordern.

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Ka

Listenwesen Lehrer

Ich weiß ja nicht, ob es euch auch so geht: Wenn ich mir nicht alles aufschreibe, ist es meist verloren…

Um dem zumindest klassenorganisatorisch entgegen zu wirken, führe ich seit Jahren in meinen Klassen ein Listenheft. Dahinein klebe ich am Anfang des Schuljahres alle für mich nötigen Listen in passender Anzahl, dann habe ich bis zum Sommer Ruhe und muss nicht zwischendurch neue Listen drucken, suchen oder … Das Heft liegt dann immer auf dem Pult und ich kann so alle Nötige eintragen oder nachsehen.

Sehr gut gefallen hat mir meine diesjährige Neuerfindung, der Start-Check (s.u.). Darin hab ich alle „bestellten“ Materialien aufgeführt und dann jedes Kind einzeln ans Pult geholt und die Liste abgehakt. Das war super, um gut beginnen zu können und um zu wissen, wem man weswegen hinterherlaufen muss.

Damit ihr, wenn ihr sie nutzen wollt, die Listen anpassen könnt, kommt heute mal ne Word-Datei, allerdings ohne Deckblatt und Bildchen:Listenheft leer. Die darf man selbst basteln. Oder mir nen tollen rechtlich unbedenklichen, teilbaren Vorschlag schicken. 😉

So sieht es bei mir aus:2016-01-12 10.27.382016-01-12 10.27.46

Gutes Organisieren wünscht die Listenmutti

Leise rieselt die Empfehlung …

… so ohrwurmt es mir schon den ganzen Vormittag durch den Kopf. Früher sangen wir doch zum Halbjahr auch gerne den Klassiker „Leise rieselt die Vier / Auf das Zeugnispapier / Fünfen und Sechsen dazu / Freue dich, sitzen bleibst du.“


Auf meinem Bildschirm rieseln die mühsam erdachten und aneinander gereihten Wörter auf das weiße „Papier“ von Word, draußen rieseln sogar wirklich seit ich hier sitze die Schneeflocken auf Bäume, Dächer und Autos. Nur der Boden, der verweigert sich noch. Der erwartet vielleicht noch von Seehofer die Order für eine Schneeflockenobergrenze und nimmt bis dahin lieber gar nix auf…

Vieren und Fünfen rieselt es zum Glück heute nur wenige. Sechsen kann ich mir genüsslich verkneifen – etwas Leistung(sbereitschaft) ist ja bei allen zu erkennen. Aber als ich eben für die Sachunterrichtsnoten noch schnell die Deutschland-Mappen durchgeschaut habe, wurde mir aber schon etwas bang. Wie oberflächlich Viele die Fragen und Aufgaben gelesen und total falsch oder unvollständig bearbeitet haben! Und wie sie die Bundesländer schreiben! Erschreckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ab dem Sommer ja das friedliche „komm, ich helf dir mal“ der Grundschule vorbei ist und sie dann echt allein ran müssen…

Nun ja, nach gut einem Viertel der Texte mach ich jetzt ne halbe Stunde Tee- und Blog-Pause und geh dann wieder zur wunderbaren Herausforderung des Verfassens von Schulformempfehlungsschreiben zurück.

Leise rieselt der Schnee / Still und starr ruht der PC / Bald ist die Pause vorbei / Fertig die Arbeit bald sei!

Ka

Seid ihr auch so? So verrückt?

Heute musste (!) ich nach 10 abwesenden Unterrichtstagen in die Schule. Am letzten Sonntag war ich zuletzt dort, um Material abzuholen, Elternzettel zu checken und Kram hinzubringen. Heute dann das „große Reinemachen“.

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Ich bedanke mich hochachtungsvoll bei allen Kollegen, die in der vergangenen Woche wie immer wie selbstverständlich meine Stunden übernommen und so viel wie möglich von meinen Vorschlägen umgesetzt haben! Viele ordentlich abgehakte Listen und gesammelte Zettel lagen auf meinem Pult und meinem Lehrerzimmertisch, Krankmeldungen waren im Kalender eingetragen und die Klasse war erfreulich adventlich dekoriert mit Sternen, Krippenfiguren und Lichterkette. DANKE!

Trotzdem juckte es gleich wieder in den Fingern. Erstmal die Tafel putzen und den Tagesplan aufhängen, Lappen und Lineal spülen, Magnete einpacken und das Pult wieder in seinen gewohnten Zustand versetzen. Man sieht halt doch, dass hier zuletzt mehrere Chefs zuständig waren, die alle eine andere Art von Ordnung und Organisation haben. Lustig fand ich, dass sich wohl niemand an die Tür in meinem Pult gewagt hat, hinter der sich neben vielem Kleinkram auch der Kreidenachschub verbirgt – frische Kreide fand ich im Stiftefach 😀

Nun ja, jetzt ist auf beiden Tischen wieder „Ordnung“ eingekehrt – wenn man die Kunststapel neben dem Mappenstapel neben dem Ablagefach neben dem Stiftebecher an meinem Doppelplatz so nennen kann… In der Klasse hängen die Adventskalenderpäckchen zwischen den Sternen an der Lichterkette und ein Tischlein ist mit einem Adventsteller und Sternen geschmückt. So kann zumindest eine elftägige Adventszeit am Montag beginnen. Bei 22 Kindern passt das dann ja auch eigentlich gut.

Aber mal ehrlich: Seid ihr auch so? Muss es genau so sein, wie ihr es macht? Oder seid ihr toleranter 😉 als ich Pedantin?

Ka

Danke für 25.000 Klicks!

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Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet – dass ich so schnell so viele Klicks sammeln würde! Sicher hat das viel mit der Aufnahme des Blogs bei Grundschulblogs.de zu tun, deshalb vielen Dank an dich, Fabian, für die nette Begrüßung!

Ein lustiger Nebeneffekt lag gestern in meinem Briefkasten: Ein irgendwie vom Klett-Verlag mit herausgegebenes Wissensheftchen bekam ich als Lektüre gesendet, mit einem Lob meines Blogs und dem Vorschlag, es doch bei Gefallen dort zu rezensieren… Na ja.

Also, danke allen, die bei mir vorbeischauen. Schreibt mir ruhig mal was, das freut das Bloggerherz immer sehr!

Ka

Mein Begrüßungsritual

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Manchmal halten sich Rituale hartnäckig … Im Referendariat lernte ich bei meiner Mentorin und Schulleiterin dieses Begrüßungsritual kennen und seitdem benutze ich es in allen meinen Klassen. Erstaunlicherweise hat es sich ziemlich verselbstständigt!

Aber mal von vorn: Alle Kinder stehen hinter (!) ihrem Stuhl. Gezählt wird zweimal, beim ersten Mal klatschen wir bei jeder Zahl in die Hände, beim zweiten Mal auf die Oberschenkel. Die Begrüßung wird durch (der Silbenanzahl angepasste) Klopfer in die Luft unterstützt – so als ob da eine Tür wäre in etwa; der Abschied mit einem kraftvollen Faust-nach-vorne-strecken – bitte nichts politisches dahinein bauen! Natürlich kann jeder das frei variieren… Ich ende immer mit den Worten „Dankesehr, setzt euch bitte.“, um dann mit dem Vorstellen des Tagesplanes zu beginnen und den Unterricht so richtig einzuläuten. Daran, dass das leise klappt, arbeiten wir noch! 😉 Ich hab meiner 4 versprochen, dass sie hausaufgabenfrei bekommen, wenn sie das mal schaffen! 🙂

In „meinen“ Klasse beginne ich immer mit deutsch. Recht kurz danach kommt der Zettel für englisch dazu und ab dann darf abwechselnd jeden Tag ein anderes Kind die Begrüßung aussuchen (Klasseliste – Extraspalte!). Ich fordere die Kinder dann immer auf, eigene Sprachen „mitzubringen“ und so hat sich aus meinen anfangs 5 oder 6 Sprachen inzwischen eine beachtliche Sammlung von 17 (!) entwickelt. Viele Eltern haben ihre Muttersprachen oder Urlaubserinnerungen beigesteuert oder so wie ich mal gelernte Sprachen. Dialekte nehme ich natürlich auch gern. Dabei muss man beachten, dass sicher nicht alle zu 100% korrekt oder korrekt geschrieben sind, aber das finde ich nicht so wichtig wie den Hauch von internationalem Flair, der jeden Morgen unseren gemeinsamen Start markiert.

In meinen Fachklassen geht es übrigens auch gemeinsam los – im Fach Englisch natürlich englisch und in den Kunstklassen deutsch.

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