Herbsteulen

Der Kindergarten meiner Söhne ist für mich immer wieder eine Inspirationsquelle. Letzte Woche habe ich mir dort diese süße kleine Bastelei abgeschaut:
eule-7 Ganz niedliche Eulen in verschiedenen Farben.

Nachbasteln geht ganz einfach:
1. Man nehme eine Klopapierrolle, etwas Filz, etwas schnabelfarbene Pappe, Wackelaugen und Wasserfarben:
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2. Man biege die Rolle an einem Ende von beiden Seiten her wie folgt ein:
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3. Man male sie in der gewünschten Farbe mit Wasserfarben an. (Geht auch andersherum, wie man auf den Bildern sieht).
4. Man klebe auf die getrocknete Rolle die Augen, aus Filz ausgeschnittene Flügel in Wunschfarbe und einen Schnabel (entweder ein Dreieck oder zwecks Dreidimensionalität eine mittg gefaltete Raute – also zwei Dreiecke aneinander…).

Wenn man nun mehrere Eulen hat, kann man die ganz toll aufbauen und drapieren. In der Kita stand ein Holzkasten auf dem Boden, der mit Steinen, Moss, Blättern und ein paar hochstehenden Ästen gefüllt war und überall drin und drauf saßen die Eulen der Kinder. Sah total genial aus!

Viel Spaß meinen Erstis und euch beim Ausprobieren!
Katha

Kunst mit Postern!?

Liebe Leserschaft, heute suche ich einmal euren künstlerischen Rat. Bei meiner großen Räumaktion in den Ferien sind diverse alte Medizini-Tierposter übrig geblieben – nach Entnahme und Abheftung der sortierten und beschrifteten Wissensposter…

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Seitdem überlege ich daran herum, wie ich die sinnvoll nutzen könnte. Kunst bietet sich da sicher am ehesten an, aber mir will so recht nichts einfallen. Man könnte die Poster, die ja ziemlich groß sind (A1), zerschnippeln und neu zusammensetzen, man könnte sie verändern, die Tiere verkleiden oder…???

Habt ihr Ideen und/oder Erfahrungen?

Liebe Grüße,
Katha

Reisefieber

Seit inzwischen rund neun Jahren bin ich ja immer mal wieder für den Schulbuchverlag Cornelsen, früher noch für Duden, als Referentin tätig. Offensichtlich mögen die dort meine Art des Vortragens und ich bekomme neben den ortsnahen Terminen auch immer mal wieder Anfragen aus Berlin, Dortmund, Köln oder aktuell aus Niedersachsen. Der dortige Vertreter Schulbuchberater hat dieses Jahr ganz clever geplant und gemerkt, dass Niedersachsen schon wieder arbeitet, wenn wir in NRW noch Ferien haben. Also verbringe ich diese Woche drei Tage im benachbarten Bundesland, um den Kolleginnen (und vereinzelt Kollegen) ein paar Anregungen zum Thema „Rechtschreiben von Anfang an“ weiterzugeben. Aurich und Oldenburg sind nun schon passe, Osnabrück folgt morgen noch. Und morgen, da mache ich mir einfach mal einen netten Tag mit Zugfahren und Schlendern in OS und vielleicht meiner Kamera… Mal sehen, was kommt!

Eines meiner liebsten Beispiele aus dem Vortrag ist das „Wort des Tages“:
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Wer die Idee nochmal genauer nachlesen möchte, kann das hier gerne tun: Im handout-rechtschreibung-von-anfang-an findet ihr die Anregungen aus den Vorträgen kurz zusammengefasst. [Seltsam, dass neuerdings alle meine Dateinamen nur noch in Kleinbuchstaben und mit Bindestrichen zu sehen sind…]

Vielleicht sehe ich ja mal wen von euch auf einer der Veranstaltungen…

Gute Ferien noch oder einen guten Start oder was auch immer wünscht
Katha

Back on track

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Schon ist eine Woche Urlaub an der Nordsee rum und ein paar neue Erinnerungen, Anekdoten* und Fotos sind dazu gekommen. Soweit es möglich war, hab ich die Schule aus den Gedanken verbannt. Das ist so wichtig in unserem Beruf und gleichzeitig so schwer…

Hoffentlich hattet und/oder habt ihr schulfreie Ferien und könnt Zeit mit euren Familien, Freunden oder einem guten Buch genießen!

Katha

* Eine Möppel-Anekdote:
Beim Abendessen sprechen Möppelpapa und ich über die Kalkulation in Restaurants. (Anlass war ein arg teures Weizenbier.) In unserem Gespräch kommt der Satz „Der Faktor ist drei.“ vor – wir sind ja treue Kochprofisgucker und wissen Bescheid…
Kurz darauf meldet sich Möppel, der etwas an den Fingern abgezäht hatte: „Ich bin zwei älter als der Faktor!“
Herrlich, oder?

* Eine Möppelchen-Anekdote:
„Schau, da ist ein Seehund!“ – „Wau wau!“

Herbstpäuschen

Mit dem Start der Herbstferien (offiziell ja erst am Montag, gefühlt aber natürlich heute Mittag um eins) gibt es eine kleine dienstliche Blogpause. Möppel, Möppelchen und Möppelspapa kriegen jetzt mal Mamazeit.

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Auf bald und einfach mal vielen Dank an viele treue Leser und Leserinnen, die mir immer wieder das Gefühl geben, dass dieses Hobby nicht nur selbstsüchtig ist…

🙂 Katha

Schlangenrätsel

Die letzte Kunstdoppelstunde vor den Ferien diente zum Beenden aller angefangenen Werke und bot dann noch Zeit für eine Kleinigkeit: Schlangenrätsel

So kann es am Ende aussehen:
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Die Kinder waren heute ziemlich grelle darauf, mich und ihre Mitschüler erraten zu lassen, was ihre Schlange wohl verspeist hat. Es war sehr spannend, die aufgeregte Stimmung im Klassenraum mitzuerleben, die ausnahmsweise mal nix mit umherfliegenden Wespen oder Streit auf dem Schulhof zu tun hatte…

Entstanden sind die Schlangen in mehreren Schritten:
1. Falte ein Blatt (A4) längs in der Mitte.
2. Klappe es auf und zeichne (freihändig) auf die untere Hälfte unten einen Strich, so dass rechts und links noch etwas frei bleibt – die Bilder unten erklären etwa, was ich meine; an der Tafel hatte ich kurze Skizzen bei der Anleitung.
3. Zeichne verschiedene Dinge auf die Linie. Nicht zu weit voneinander entfernt, aber auch nicht zu viele (wieder eine Skizze an der Tafel).
4. Klappe das Blatt wieder zu. Halte, wenn nötig, das Blatt gegen eine Scheibe, um die Dinge auf der Innenseite ebsser zu sehen. Umfahre die Dinge mit etwa einem Millimeter Abstand und ergänze vorn und hinten Kopf und Schwanz einer Schlange (Skizze!).
5. Male die Schlange bunt an, damit die gezeichneten Dinge nicht mehr durchscheinen.
6. Lass jemanden raten, was deine Schlange gefressen hat.

Hier kommen mal ein paar Beispiele der Kinder eines vierten Jahrgangs. Da das heute nur ein kleiner Lückenfüller war und gedanklich schon viele in den Ferien weilten, ist der qualitative Anspruch bitte nicht zu hoch anzusetzen – das geht betimmt besser. Aber die Idee hat trotzdem gut funktioniert – und mann muss ja auch nicht jedes Kunstwerk benoten…

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Viel Spaß beim Nachmachen wünscht
Katha

big numbers -speaking, reading, writing, testing

Die Erweiterung des Zahlenraumes verläuft bei uns im Englischunterricht anders als in Mathe: Erstklässler lernen bis 12, Zweitklässler bis 20 (oder etwas drüber, wenn die Klasse größer ist) und Viertklässler müssen dann bis zur Hundert üben. Die Zehnerzahlen lernen die Kids immer sehr schnell und auch das Zusammensetzen von Zehnern und Einern gelingt nach Anfangsschwierigkeiten in der Regel gut.
Mehr Probleme bereiten da schon die Schreibweisen der Zehnerzahlen – vor allem forty und fifty. Erstaunlich ist auch, dass die eigentlich geübten Zahlen von 13 bis 19 plötzlich wieder durcheinander geraten und zum Beispiel sixteen und sixty verwechselt werden.

Zur Einführung eignen sich die Lieder 100 little kangaroos are sitting on Big Ben aus dem Lehrwerk Sally oder 100 little ladybirds aus Playway. Ersteres kam in den letzten drei Durchgängen deutlich besser an, weil es peppiger ist.

Dann folgen klassische Hörübungen: Zahlen diktieren, auf Schmierpapier in Ziffern mitschreiben oder in hohlen Digitalziffern notieren lassen (s. Foto). Geeignet sind auch Einkreiseübungen, bei denen unter drei ähnliche Zahlen (13, 30, 33) die richtige erkannt werden muss. Um die Aussprache zu trainieren, bietet sich zum Beispiel das Spiel swap an. Hierzu benötigt man kleine Karten mit verschiedenen Zahlen daruaf, von denen jedes Kind eine bekommt. Dann darf herumgegangen werden, um die Karte zu tauschen. Je nach Sprachkompetenz reicht die Kommunikation vom reinen Nennen der eigenen Zahl über „My number is…“ bis hin zu „My number is … . Let’s swap!„. Hier könnt ihr, wenn gebraucht, meine Karten herunterladen: mat-mixed-cards-big-numbers-swap. Ein paar dreistellige sind auch dabei:
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Lese- und Schreibübungen kommen dann bald dazu. Die oben erwähnten Schreibweisen sind für mich eines der Themen, die ich grundsätzlich auf deutsch erarbeite, damit sich alle Kinder die Besonderheiten bei den Schreibweisen erschließen können. Besonders gern spiele ich ja auch im Englischunterricht Lese-Reaktionsspiele; das zum Thema big numbers gehörende Lesespiel ist in einem alten Blogeintrag zu finden:
img_0707Außerdem müssen die Zahlen natürlich einfach geübt und geübt werden, um das Schreiben zu trainieren. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hier mal zwei Beispiele, wie die Kinder halbwegs motiviert dabei bleiben: Beim ersten AB werden nur die Wörter zu den vorgegebenen Zahlen geschrieben, beim zweiten diktiere ich die ersten paar Zahlen, dann sagen die Kinder weitere Zahlen an und zuletzt wird geschrieben.

Zu guter Letzt gibt es dann auch einen Test. Wie meistens ist er eigentlich (!) total einfach, zeigt aber die Problemfälle recht deutlich auf… test-big-numbers für alle, zu deren Unterricht er passen kann.

Sodala, da ist der kurze Einblick in die Einheit doch etwas länger geworden als gedacht…

Katha

Brown bear, what can you read?

Wie schon vor Kurzem beschrieben, arbeiten wir im Zweiten gerade am Wortschatz der Tiere (und wdh. Farben) aus dem Buch Brown Bear, Brown Bear, What Do You See? von Eric Carle.

Dazu stelle ich euch noch ein AB zur Verfügung, das so wie unten aussehen soll, wenn man Bilder hinzugefügt hat. Das muss wegen der Wahrung der Bildrechte jeder selbst tun… Die Kids sollen Worte und Bild verbinden und beides in der passenden Farbe anmalen bzw. nachspuren. Zeitlich betrachtet würde das nach den Tafel-Leseübungen und vor den Schreibübungen im Minibook liegen.
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Nach mehreren fragenden Mails kommen hier auch noch die Wortkarten, die auf den Bildern zu sehen waren. Ich hab einfach nach dem Laminieren die Linien abgeschnitten – bei den Farben rechts, bei den Tieren links. So ist die Art des Zusammensetzens deutlicher und es entsteht der Eindruck eines zusammenhängenden Wortpaares. (Schriftart Andika)
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So, nun auf in den Endspurt auf die Herbstferien…
Eure Katha

Blogleser empfehlen: Bücher für DAZ

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute veröffentliche ich wie angekündigt die Sammlung von Buchtipps, mit denen man im Bereich DAZ bestimmte Wortschätze* erarbeiten kann. Viele viele Bücher wurden von vielen, vielen Leserinnen in den Kommentaren empfohlen, die ich gesammelt habe, doppelte aussortiert und nach dem ABC geordnet. Ich selbst habe mal ein paar Bücher aus dem Englischunterricht beigesteuert, da dort ja im Prinzip das Selbe passiert: Kindern eine fremde Sprache vermitteln…

Hier kommt die Liste: daz-bucher-liste

Hoffentlich kann diese Sammlung nicht nur meiner lieben Freundin Sonja helfen, die den Aufruf ja initiiert hatte, sondern allen, die schönen Lesestoff suchen!

Eure Katha

* Ich bin nicht sicher, ob es eine Mehrzahl von Wortschatz gibt…

aufgegeben und gewonnen

Aufgegeben habe ich das Ziel, gemeinsame ruhige Erarbeitungsphasen mit meinen Monstern durchzuführen. Es geht einfach zu viel Zeit für verbale und nonverbale Ermahungen und Erinnerungen drauf.
Aufgegeben habe ich, mir permanent Druck zu machen, ob ich auch genug schaffe.
Aufgegeben habe ich meinen Plan von ruhigen Vorlesezeiten in der Klassengemeinschaft.
Aufgegeben habe ich das Bedürfnis, Aufgabenstellungen genau zu besprechen und/oder Probehandlungen durchzuführen.

Gewonnen habe ich Arbeitsphasen, in denen die Kinder fast alle einfach wissen, was zu tun ist und die anderen sich Hilfe holen.
Gewonnen habe ich Erstklässler, die nach fünf Schulwochen Tagespläne abarbeiten und stolz jede erledigte Aufgabe vorzeigen.
Gewonnen habe ich eine arbeitsbezogene Kommunikation zwischen den Kindern – beim Vergleichen oder Erklären gemeinsamer Aufgaben und dem Bestaunen von Aufgaben, die man selbst nicht hat aber der Nachbar.
Gewonnen habe ich, weil ich nicht mehr von Tag zu Tag planen muss sondern für eine ganze Woche im Voraus Material zusammenstellen kann.
Gewonnen habe ich Kinder, die an die Arbeit gehen und sich freuen, dass sie sich etws aussuchen können.


Obwohl diese Woche absolut suboptimal startete mit einem zweitägigen Schulausfall wegen des kranken Möppelchens und wir somit erst heute wirklich in unseren ersten Wochenplan gestartet sind (der also vermutlich 1,5 Wochen dauern wird…), merke ich, dass diese Arbeitsform für diese Lerngruppe die richtige zu sein scheint. Die Aufgabenformate im AH sind beim dritten Buchstaben schon bei fast allen Kindern angekommen und es gibt kaum noch Schwierigkeiten damit. Dazu kommt im WP dann noch Sachunterricht, wo die Kinder ja noch an einigen Ich-Buch-Seiten arbeiten. Und das Hängeregister, das letzte Woche plötzlich im Klassenraumstand, wird auch schon total sebstverständlich genutzt. Bislang ist es noch mit eher einfachen Aufgaben wie Suchbildern, Spurübungen und Malsachen gefüllt, aber auch Schreibblätter befinden sich darin, Schneide-Klebe-Übungen oder unbeendete Kunstwerke aus dem Kunstunterricht. Die einzigen Aufgaben, die noch schwer fallen, sind die Leseaufgaben in der Fibel. Das gemeinsame Aufbauen von Wörtern kommt zur Zeit einfach noch zu kurz. Aber das ist jetzt der nächste Schritt: immer eine gemeinsame Leseübung am Beginn des Tages und dann an die Arbeit.
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Und immer beachten: ((Lehrerin flüstert)) „Arbeitszeit…“ ((Kinder brüllen „…ist Flüsterzeit!“.

Eure etwas weniger angespannte
Katha